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Samstag, 10.11.2018 - Nr. 314 - Jahrgang 6 - www.daz-augsburg.de
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FCA: Wieder kein Sieg gegen den Club

Im Derby gegen den Club aus Nürnberg zeigte der FC Augsburg seine zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit bewiesen die Baum-Schützlinge, dass sie inzwischen auch gegen spielschwächere Bundesliga-Teams das Spiel zu machen verstehen, was sich in der hochverdienten 1:0-Halbzeitführung und dem sechsten Saisontor von Finnbogason niederschlug (11.). Doch in der zweiten Halbzeit verschenkte der FCA in den Schlussminuten einmal mehr den bereits einkalkulierten Dreier. So wurde es nichts mit dem dritten Sieg in Folge – statt „drei im Weckla“ mussten sich die Brechtstädter zum Abschluss der englischen Woche mit einem mageren 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg bescheiden.

Von Udo Legner

Nach dem Pokalsieg gegen Mainz (3:2 n. V.) drehte Augsburgs Coach Manuel Baum  viermal am Personalkarussell: Für Framberger, Moravek, Hahn und Gregoritsch (Nackenprobleme) rückten Schmid, Baier, Richter und Finnbogason in die Startelf.

Erste Halbzeit: FCA haushoch überlegen

Bereits die ersten Minuten ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Brechtstädter ihrer Favoritenrolle in diesem bayerischen Derby gerecht werden und den Heimfluch gegen den Aufsteiger aus Nürnberg – der letzte Heimsieg gegen den Club liegt 44 Jahre zurück – beenden wollten. Mit beeindruckenden Ballstafetten und gelungenen Offensivaktionen wurden die Nürnberger in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Ein feiner Doppelpass zwischen Gouweleeuw und Schmidt gab der Nürnberger Abwehr das Nachsehen und verhalf Goalgetter Finnbogasson zu seinem sechsten Saisontreffer (11. Min.). Auch nach dem Augsburger Führungstreffer fand der Club nur in der Defensive statt. Vor allem nach den von Max getretenen Eckbällen brannte es immer wieder lichterloh vor dem Nürnberger Tor (24. und 35. Min.). In der Folge versäumte es der FCA nachzulegen, sodass es bis zum Halbzeitpfiff lediglich bei der 1:0-Führung blieb.

Zweite Halbzeit: Ausgeglichenes Spiel

In der zweiten Hälfte lief Felix Götze für Koo auf, der nach einem Foulspiel an Misdijan (15. Min.) Gelb gesehen hatte. Nach Wiederanpfiff gleich ein erster Aufreger: Für eine Schwalbe im Strafraum sieht Fuchs die gelbe Karte (46.). Nur drei Minuten später parierte Luthe im Anschluss an eine Ecke einen Kopfball von Behrens. Die 54. Minute machte deutlich, wie nahe Glück und Unglück beieinander liegen. Nach einer Flanke von Gouweleeuw setzte Finnbogason einen Kopfball an das Lattenkreuz des Club-Gehäuses. Gleich im Gegenzug gelang dem Club der 1:1-Ausgleichstreffer. Misidjan hatte sich auf der rechten Seite durchgespielt. Über Zrelak kam der Ball zu Alexander Fuchs, der sich am rechten Rand des Fünfmeterraums durchsetzen konnte und aus spitzem Winkel nicht unhaltbar einschoss. Zwei Minuten später lenkte Luthe eine Flanke über die Latte. In der starken Drangphase der Nürnberger fiel die erneute Führung für den FCA. Nach einem Foulspiel von Margreitter an Finnbogason zirkelte Augsburgs Franzose Jonathan Schmid den Freistoß aus zirka 23 Metern weltmeisterlich in den rechten Winkel (59. Min.). Nach diesem Führungstreffer dümpelte die Partie bis zur Schlussphase dahin. Bei beiden Teams war der Tank leer und es machten sich die 120 Pokalminuten bemerkbar.

Der FCA ist ein Depp

Obwohl der Club nach seinem Pokalspiel gegen Rostock einen Tag weniger Zeit zum Regenerieren hatte, schien er am Ende mehr Körner zu haben als der FCA. In den letzten zehn Minuten brachten die Brechtstädter kaum mehr einen Entlastungsangriff zustande und kassierten einen Eckball nach dem anderen. So kam es wie es bestimmt nicht kommen musste: In der 88. Minute sprang Lukas Mühl nach einer Ecke von links höher als Caiuby und versenkte das Leder per Aufsetzer zum 2:2-Ausgleich ins Augsburger Tor. Erst nach dem erneuten Ausgleich warf der FCA noch einmal alles nach vorne und kam in der letzten Minute der Nachspielzeit noch zu einer allerletzten Chance. Manuel Baums Fazit zu diesem völlig unnötigen Unentschieden: „Zum Schluss haben wir es nicht mehr geschafft, für Entlastung zu sorgen, und so werden wir durch eine Unachtsamkeit um den Sieg gebracht.“

Am kommenden Samstag tritt der FCA beim Tabellensiebten in Hoffenheim an (Sa., 15.30 Uhr) und es bleibt zu hoffen, dass sich nach diesem Ausrutscher zu Hause der Augsburger Aufwärtstrend auswärts fortsetzt.

FC Augsburg: Luthe – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Khedira, Baier – Richter, Koo, Caiuby – Finnbogason

Einwechslungen:

46. Min. Götze  (für Koo)

71. Min. Hahn (für Richter)

Tore:

1:0 Finnbogason (11. Min.)

1:1 Fuchs (54. Min.)

2:1 Schmid (59. Min.)

2:2 Mühl (88.Min.) 



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