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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Oberleitung zu nah gekommen

Am heutigen Samstagmorgen gab es ein schweres Unglück auf den Gleisen am Augsburger Güterbahnhof: Zwei  Personen, die auf einen Güterzug geklettert waren, wurden durch Stromüberschläge schwer verletzt.

Schwerverletzt durch Stromschlag Foto: (c) Berufsfeuerwehr Augsburg

Gegen 5. 45 Uhr alarmierten Anwohner der Dammstraße die Feuerwehr aufgrund eines lauten Knalls im Bereich der Bahngleise. Sie vermuteten eine Explosion. Die zuerst am Einsatzort eingetroffene Polizei fand dort allerdings zwei, durch einen Stromschlag schwerverletzte, junge Männer. Vermutlich waren sie auf einen stehenden Güterwaggon geklettert und der Oberleitung zu nahe gekommen.

Die beiden Schwerverletzten wurden vom Rettungsdienst versorgt. Vom Zentralklinikum aus brachten Rettungshubschrauber die beiden in die Spezialkliniken Bogenhausen und Murnau.

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, wenn Personen auf Zugwaggons klettern. Erst vor wenigen Wochen wurde ein junger Mann tödlich verletzt. Die Oberleitungen der Bundesbahn führen zirka 15 000 Volt Spannung. Bei so hohen Spannungen genüge die bloße Annäherung an das spannungsführende Teil, um einen schweren Stromschlag zu erhalten. Ein direkter Kontakt sei dafür nicht nötig. „Mindestens ein Meter Abstand muss eingehalten werden, deshalb ist jedes Betreten eines Zug-Dachs absolut lebensgefährlich“, wie es in einer Pressemitteilung der Augsburger Berufsfeuerwehr heißt.



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