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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Herrenbach: Stadt bereitet Fällungen vor

Regierung von Schwaben genehmigt Baumfällungen – Stadt richtet Sperrzone ein und startet  mit Fällungen am Dienstagmorgen ab 7 Uhr

Heute Nachmittag genehmigte die Regierung von Schwaben die geplanten Fällungen von 31 Bäumen entlang des Herrenbachs. Da das Vorhaben in der aktuellen Vogelbrutzeit beantragt ist, sind die Belange des besonderen Artenschutzes betroffen. Deshalb mussten die Fällungen von der Regierung von Schwaben genehmigt werden. Die Genehmigung ist seit wenigen Minuten erteilt.

„Ausnahmen von den Vorschriften des besonderen Artenschutzes können dann zugelassen werden, wenn zwingende Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses vorliegen und zumutbare Alternativen nicht gegeben sind. Außerdem darf sich der Erhaltungszustand der Populationen der betroffenen Arten (u.a. Vögel, Fledermäuse) nicht verschlechtern“, so die Regierung von Schwaben in ihrer Pressemitteilung.

Alternativen wie eine längerfristige Trockenlegung des Herrenbaches oder eine Dammverstärkung seien kurzfristig nicht möglich gewesen. „Weshalb dem Antrag auch wegen des von der Stadt Augsburg dargelegten überwiegenden öffentlichen Interesses (Überflutungsgefahr der tiefer liegenden Wohnbebauung bei Dammbruch und Verklausungsgefahr) dem Antrag unter naturschutzfachlichen Auflagen heute stattgegeben wurde.“

Wenig später gab die Stadt bekannt, dass am heutigen Montag, den 28. Mai, 20 Uhr, entlang des Herrenbachs zwischen der Friedberger- und der Reichenberger Straße eine Sperrzone eingerichtet wird. „Auf der Grundlage der Allgemeinverfügung ist es verboten, die Sperrzone zu betreten, sie zu befahren und sich innerhalb der Sperrzone aufzuhalten. Ausnahmen bestehen nur für Personen, die mit der Fällung der Bäume beauftragt sind, sowie für Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Mitglieder des beauftragten Security-Unternehmens. Bei Zuwiderhandlungen können die Sicherheitsbehörden zwangsweise Anordnungen treffen, um Gefahren für das Leben oder die Gesundheit von Menschen abzuwehren oder Störungen zu beseitigen.

Sobald die Fällarbeiten abgeschlossen sind, wird die Sperrzone mit einer gesonderten Allgemeinverfügung wieder aufgehoben. Auf einem Pressetermin am frühen Nachmittag betonten Umweltreferent Reiner Erben und Baureferent Gerd Merkle die Alternativlosigkeit der Aktion und räumten ein, dass nun Versäumnisse der Vergangenheit schnellstmöglich nachgeholt werden müssten.

Foto: Herren am Bach — (v.l.) Umweltreferent Reiner Erben, Stadtsprecher Richard Goerlich, Baureferent Gerd Merkle (c) DAZ



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