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Samstag, 26.09.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

4. Sinfoniekonzert: Linus Roth und Marco Comin begeistern

Künstlerfreundschaften: Brahms und Schumann beim 4. Sinfoniekonzert im Kongress am Park

Von Halrun Reinholz

Linus Roth © Jan-Pieter Fuhr

Beim ersten Sinfoniekonzert des neuen Jahres war wieder Linus Roth als Solist angekündigt. Der Artist in Residence der Augsburger Philharmoniker, ein vielseitiger und virtuoser Geiger, zeigte sein Können diesmal bei dem sehr bekannten und viel gespielten grandiosen Violinkonzert von Johannes Brahms. In für das Augsburger Publikum schon gewohnter Präzision und Disziplin erfüllte der Solist vor ausverkauftem Haus alle Erwartungen. Die Augsburger Philharmoniker wurden von Gastdirigent Marco Comin, derzeit am Theater Bremen aktiv, zu Höchstleistungen getrieben. 

Dem begeisterten Applaus des Publikums ließ Linus Roth noch eine Bach-Zugabe folgen. Der zweite Teil des Konzerts war Robert Schumanns Sinfonie Nr. 2 C-Dur gewidmet. Schumann, eine Generation älter als Brahms, war diesem in freundschaftlicher Weise verbunden. Menschlich wie musikalisch profitierten die beiden voneinander und konsequenterweise sind die Sinfonien von Schumann Vorreiter für das Schaffen von Brahms. Schumann selbst ist wiederum von den großartigen Beethoven-Sinfonien geprägt. Die Gegenüberstellung der Werke von Brahms und Schumann vermittelt einen leichten Eindruck von der Interaktion der beiden Komponisten, in deren Umkreis sich auch noch andere befanden – etwa der Geiger Josef Joachim, für den Brahms das Violinkonzert geschrieben hat. Ausgiebiger Applaus in der Kongresshalle für Linus Roth und Marco Comin.