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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

300 Besucher beim Bürgertalk zur Standortfrage des Modular-Festivals

Aus Sicht des Stadtjugendrings war die Bürgertalk-Veranstaltung zur Standortfrage des Modulars ein großer Erfolg: 300 Besucher kamen am Mittwoch ins Foyer der Kongresshalle zur Debatte bezüglich der Frage, ob das Jugendfestival künftig weiter im Wittelsbacher Park stattfinden solle oder an einem anderen Ort. Zirka 90 Prozent der Besucher zeigten sich davon überzeugt, dass es zum Standort Wittelsbacher Park keine Alternative gibt.

Auf dem Podium saßen Kulturreferent Thomas Weitzel, Ordnungsreferent Dirk Wurm, Oberbürgermeister Kurt Gribl und Umweltreferent Reiner Erben. Moderiert wurde der Abend von Horst Thieme. Wenn man Lärm und Naturschutz in den Griff bekommt, dann würde nichts gegen ein weiteres Festival sprechen, so das Statement von Ordnungsreferent Dirk Wurm. Ein Statement, dem Umweltreferent Reiner Erben nichts entgegensetzen sollte, obwohl er in einem Schreiben versprach, dass nach 2017 kein weiteres Festival mehr im Park stattfinden werde. Damals, so Erben zur DAZ auf Anfrage, sei von den Stadtwerken die Zusage gekommen, dass die Baustelle im Gaswerk fertig sei. Nun seien Umstände eingetreten, die zeigten, dass man das Versprechen nicht mehr aufrecht erhalten könne, so Erben.

Thomas Weitzel sprach vom „einzigartigen Flairfaktor“ des Festivals, weshalb es wünschenswert wäre, wenn man es im Park fortsetzen könnte. OB Kurt Gribl, der sich sichtlich von der Meinungsmanifestation in der Kongresshalle beeindruckt zeigte, betonte, dass man das Festival in eine sichere Zukunft führen müsse. Gribl ließ durchblicken, dass die Durchführung im Wittelsbacher Park nicht sicher sei, da sie richterlich gestoppt werden könnte. Zur inhaltlichen Debatte im Foyer ist festzuhalten, dass Festival-Gänger stets betonten, wie wunderbar die Location sei, während lärmgeschädigte Bürger von der Wucht ihrer Betroffenheit erzählten.

Nach der zweistündigen Aussprache sprach Kurt Gribl gegenüber Medienvertretern davon, dass man derzeit nach dem Stand der Dinge, vorausgesetzt, dass man den Lärmfaktor besser beherrsche, wohl für 2018 mit einem weiteren Modularfestival im Park rechnen müsse, da bis 2018 kein alternativer Standort in Sicht sei. Nach Informationen der DAZ lassen Anwohner die Erfolgsaussichten einer Klage prüfen, um gegen diese Absichten Rechtsmittel einzulegen.

Bereits im Novemberstadtrat soll in Sachen Standort des 2018er Modulars eine Beschlussvorlage vorliegen. —Foto (c) DAZ





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