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Mittwoch, 14.01.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

„26 für 26“: SPD will Innenstadt und Stadtteile beleben

Zentrale Rolle fürs Römische Museum

OB-Kandidat Dr. Florian Freund sieht den – von ihm wahr­genommenen – Niedergang der Augsburger Innenstadt nicht als Schicksal, sondern als Folge fehlender Konzepte und mangelnden politischen Muts von Schwarz-Grün. Die „Wendepunkte“ 10 und 11 der SPD-Kampagne „26 für 26“ sollen Abhilfe schaffen.

Von Bruno Stubenrauch

Aus der Kiste ins Pop-up: das Römische Museum

Nötig seien klare Prioritäten und mehr wirt­schaft­liches Denken: Als Wende­punkt 10 will ​Freund die Verwaltung zum aktiven „Ansiedlungs-Motor“ für Handel und Gastronomie umbauen. Statt auf Investoren zu warten, soll die Stadt mit einer verzahnten Struktur aus Wirtschafts­förderung und Stadt­marketing die Initiative ergreifen.

Römisches Museum als Frequenzbringer

Anstatt die wertvollen Exponate in einem jahrelangen Dauer­provisorium zu belassen, will Freund einen – nicht konkret benannten – „Leerstand in der Innenstadt“ als Römisches Pop-up-Museum nutzen. Dies schlage zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Leerstand werde hochwertig bespielt, und die Kultur locke gezielt Besucher in die Innenstadt, von denen Handel und Gastro­nomie profitieren könnten.

Wendepunkt 11: Konsumfreie und sichere Räume

Ein weiterer zentraler Baustein ist für die SPD die Neu­gestaltung des Königs­platzes als grüner Stadtpark mit hoher Aufenthalts­qualität, insbe­sondere für Familien und ältere Menschen. Ordnung und Sicherheit sollen dort wieder stärker spürbar sein. Menschen mit Sucht­erkran­kungen und proble­matische Gruppen sollen keine Auf­enthalts­anreize mehr finden. Auch der Rathaus­platz soll durch Begrünung, Sitz­gelegen­heiten und konsumfreie Aufenthalts­räume aufgewertet werden.

Ergänzend richtet die SPD den Blick bewusst auf die Stadtteile. Grünflächen sollen stärker als Erlebnis­räume für Sport, Stadtteil­kultur und Erholung genutzt werden. Beispiele wie das Griesle in Lechhausen zeigten, wie mit über­schaubaren Mitteln lebendige Treffpunkte im Quartier entstehen können.

„26 für 26“ ist eine SPD-Kampagne zur Kommunal­wahl. 26 politische Projekte und Positionen, mit denen die SPD eine „Augsburg-Wende“ einleiten will, sollen bis zum Wahltag über Presse, Social Media und vor Ort in den Stadt­teilen kommu­ni­ziert werden.