„26 für 26“: SPD will Innenstadt und Stadtteile beleben
Zentrale Rolle fürs Römische Museum
OB-Kandidat Dr. Florian Freund sieht den – von ihm wahrgenommenen – Niedergang der Augsburger Innenstadt nicht als Schicksal, sondern als Folge fehlender Konzepte und mangelnden politischen Muts von Schwarz-Grün. Die „Wendepunkte“ 10 und 11 der SPD-Kampagne „26 für 26“ sollen Abhilfe schaffen.
Von Bruno Stubenrauch
Aus der Kiste ins Pop-up: das Römische Museum
Nötig seien klare Prioritäten und mehr wirtschaftliches Denken: Als Wendepunkt 10 will Freund die Verwaltung zum aktiven „Ansiedlungs-Motor“ für Handel und Gastronomie umbauen. Statt auf Investoren zu warten, soll die Stadt mit einer verzahnten Struktur aus Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing die Initiative ergreifen.
Römisches Museum als Frequenzbringer
Anstatt die wertvollen Exponate in einem jahrelangen Dauerprovisorium zu belassen, will Freund einen – nicht konkret benannten – „Leerstand in der Innenstadt“ als Römisches Pop-up-Museum nutzen. Dies schlage zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Leerstand werde hochwertig bespielt, und die Kultur locke gezielt Besucher in die Innenstadt, von denen Handel und Gastronomie profitieren könnten.
Wendepunkt 11: Konsumfreie und sichere Räume
Ein weiterer zentraler Baustein ist für die SPD die Neugestaltung des Königsplatzes als grüner Stadtpark mit hoher Aufenthaltsqualität, insbesondere für Familien und ältere Menschen. Ordnung und Sicherheit sollen dort wieder stärker spürbar sein. Menschen mit Suchterkrankungen und problematische Gruppen sollen keine Aufenthaltsanreize mehr finden. Auch der Rathausplatz soll durch Begrünung, Sitzgelegenheiten und konsumfreie Aufenthaltsräume aufgewertet werden.
Ergänzend richtet die SPD den Blick bewusst auf die Stadtteile. Grünflächen sollen stärker als Erlebnisräume für Sport, Stadtteilkultur und Erholung genutzt werden. Beispiele wie das Griesle in Lechhausen zeigten, wie mit überschaubaren Mitteln lebendige Treffpunkte im Quartier entstehen können.
„26 für 26“ ist eine SPD-Kampagne zur Kommunalwahl. 26 politische Projekte und Positionen, mit denen die SPD eine „Augsburg-Wende“ einleiten will, sollen bis zum Wahltag über Presse, Social Media und vor Ort in den Stadtteilen kommuniziert werden.
