„26 für 26“: SPD setzt auf „Medical City“ statt „Medical Valley“
Rund um das Universitätsklinikum Augsburg sieht die SPD enormes Potenzial für Forschung, Versorgung und Wertschöpfung. SPD-OB-Kandidat Dr. Florian Freund will mit seinem Wendepunkt 26 die Entwicklung jedoch nicht mit einem neuen „Medical Valley“ begleiten, sondern mit mehr städtischem Tempo bei Planung und Infrastruktur.
Von Bruno Stubenrauch
Kein „Medical Valley“, sondern „Medical City“ (Symbolbild)Ein Medizincluster entstehe nicht im Rathaus, so Freund, sondern in Klinik und Fakultät. Aufgabe der Stadt sei es daher, für die passenden Rahmenbedingungen zu sorgen – von Verkehrserschließung über Wohnraum und Kinderbetreuung bis hin zu schnellen Bauleitverfahren. Vor allem im Baureferat müsse beschleunigt werden, damit Neubau und Erweiterungen nicht weiter verzögert werden.
Mit Blick auf bereits weiter fortgeschrittene Projekte in München und Würzburg warnt die SPD davor, bei der Finanzierung ins Hintertreffen zu geraten. Das Klinikum werde unter seiner Führung „Chefsache“, kündigt Freund an.
Keine Doppelstrukturen mit Nürnberg
Kritisch sieht die SPD zudem die CSU-Pläne für ein „Medical Valley“. Ein solches Cluster existiert in Bayern bereits mit dem Medical Valley EMN e.V. in der Metropolregion Nürnberg. Eine Doppelstruktur schade eher, als dass sie nütze, so Freund.
Stattdessen schlägt er eine „Task Force Medical City“ im neu zu schaffenden Stadtentwicklungsreferat vor. Sie soll Bebauungspläne, Erschließung und Genehmigungen bündeln und Verfahren beschleunigen. Nach den Erfahrungen bei Großprojekten wie Hauptbahnhof und Staatstheater dürfe sich Augsburg bei der Universitätsmedizin keinen weiteren Fehlschlag leisten.
„26 für 26“ ist eine SPD-Kampagne zur Kommunalwahl. 26 politische Projekte und Positionen, mit denen die SPD eine „Augsburg-Wende“ einleiten will, sollen bis zum Wahltag über Presse, Social Media und vor Ort in den Stadtteilen kommuniziert werden.