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Mittwoch, 25.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lückenschluss PLUS: Großbaustelle in der Rosenaustraße startet im März

In der Rosenaustraße beginnt eines der zentralen Infra­struktur­projekte für den Augsburger Nahverkehr: Die Stadtwerke Augsburg (swa) schließen die letzte Gleislücke zwischen der Tunnel­ausfahrt am Haupt­bahnhof West und der Linie 6 in der Pferseer Straße. Unter dem Titel „Lückenschluss PLUS“ bündeln Stadt und swa dabei zahlreiche weitere Maßnahmen – von neuen Versorgungs­leitungen bis zur Umgestaltung ganzer Straßenräume.

Von Bruno Stubenrauch

Ab Mai beginnt der Gleis- und Straßenbau zwischen Sebastian-Buchegger-Platz und Pferseer Kreuzung. (Foto: swa/ Thomas Hosemann)

Ab dem 9. März 2026 starten die Arbeiten, die den Autoverkehr in der Rosenaustraße bis voraus­sichtlich Ende 2026 erheblich einschränken werden. Ziel ist es, die neue Gleis­trasse vom Tunnel­portal West unter dem Haupt­bahnhof bis zur Pferseer Straße zu bauen. 2027 folgt dann der Anschluss an das bestehende Netz sowie der Umbau angrenzender Knotenpunkte.

Drei Bauabschnitte – unterschiedliche Sperrungen

Die Maßnahmen gliedern sich in drei Bereiche:

  • Rosenaustraße Süd (Schießstättenstraße bis Sebastian-Buchegger-Platz),
  • der eigentliche Lückenschluss zwischen Vorplatz West und Pferseer Straße,
  • sowie Rosenaustraße Nord (Pferseer Straße bis Holzbachstraße).

Zunächst werden ab 9. März im mittleren Abschnitt Gas- und Wasser­leitungen erneuert. Bis Ende April bleibt dieser Bereich als Einbahn­straße stadt­auswärts befahrbar. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet.

Planfeststellungsbeschluss zur zweigleisigen Führung durch die Rosenaustraße

Ab Mai beginnt der Gleis- und Straßen­bau zwi­schen Sebastian-Buch­egger-Platz und Pfer­seer Kreu­zung. Dann wird die Rosenau­straße vor­aus­sicht­lich bis Jahres­ende kom­plett für den Auto­verkehr ge­sperrt. Gleich­zeitig starten im Süden sowie im Norden der Rosenau­straße wei­tere Lei­tungs- und Straßen­bau­arbeiten. Der nördl­iche Ab­schnitt soll ab Mitte Sep­tember wieder frei­gegeben werden.

Mehr als nur Gleise

Das „PLUS“ im Projektnamen steht für die parallele Moderni­sierung: Versorgungs­leitungen werden erneuert, Straßen­ober­flächen saniert, Geh- und Radwege neu gestaltet. Auch die Verkehrs­führung wird angepasst, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen.

Im Thelottviertel fallen zeitweise Anwohner­parkplätze weg, Zufahrten für Anlieger und Liefer­verkehr sollen jedoch weitgehend möglich bleiben. Für Fußgänger bleibt der Zugang über den Vorplatz West durchgehend offen, Fahrrad­abstell­plätze stehen weiterhin zur Verfügung.

Tunnel, Linie 6 und neue Haltestelle

Parallel zum Lückenschluss stellen die swa bis Ende 2026 die Straßen­bahn­halte­stelle unter dem Haupt­bahnhof fertig. Nach Schulungen des Fahr­personals sollen ab Mitte 2027 die Linien 3 und 4 die neue unterirdische Haltestelle anfahren und dort wenden können.

Ab Frühjahr 2027 folgt der Anschluss an die Bestands­strecke in der Pferseer Straße, inklusive Erneuerung der dortigen Gleise. Voraus­sichtlich ab Ende 2027 wird dann auch die Linie 6 durch den Tunnel in Richtung Westen fahren.

Die Stadt nutzt die Bauzeit zudem für die Neu­gestaltung mehrerer Knoten­punkte – darunter Pferseer Straße/ Johannes-Rösle-Straße sowie Pferseer Straße/ Perzheim­straße – und plant 2028 die Umgestaltung des Sebastian-Buchegger-Platzes.

Information für Anwohner

Vor der Vollsperrung im Mai ist im April eine Infor­mations­veranstaltung für Anwohner geplant. Fragen zum Projekt beantwortet das swa-Baustellenmaskottchen „Eddi Erdmann“ per E-Mail. Weitere Details finden sich auf der Projektseite der Stadtwerke.