Großprojekte: SPD kritisiert „Funkstille“ nach München
Die Augsburger SPD-Fraktion zeigt sich alarmiert über die unsichere Zukunft zentraler Stadtprojekte. Laut Medienberichten würde die Finanzierung des Uniklinik-Neubaus wackeln und die mehrjährige Verschiebung der römischen Landesausstellung sorge für zusätzlichen Zündstoff.
Von Bruno Stubenrauch
Interim Römerlager in der Toskanischen Säulenhalle (Foto: DAZ)
Die Sozialdemokraten werfen der Stadtregierung unter Oberbürgermeisterin Eva Weber vor, den politischen Einfluss in der Landeshauptstadt verspielt zu haben. Statt die großen Linien der Stadtentwicklung – wie das Römermuseum oder die Spitzenmedizin – aktiv abzusichern, verliere sich die CSU in Kleinteiligkeit. Besonders die mangelnde Kommunikation zwischen München und dem Augsburger Rathaus steht in der Kritik.
Draht nach München mit Funkunterbrechung
Lara Hammer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, bringt die Skepsis auf den Punkt: „Eine Stadtregierung, die wichtige Nachrichten von Seiten der Landesregierung erst aus der Presse erfährt, hat offensichtlich keinen guten Draht nach München.“
Die Fraktion fordert nun ein deutlich entschlosseneres Auftreten gegenüber dem Freistaat, um zu verhindern, dass Augsburg bei der Vergabe von Fördermitteln dauerhaft hinter andere bayerische Städte zurückfällt.
