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Mittwoch, 04.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Großprojekte: SPD kritisiert „Funkstille“ nach München

Die Augsburger SPD-Fraktion zeigt sich alarmiert über die unsichere Zukunft zentraler Stadt­projekte. Laut Medien­berichten würde die Finan­zierung des Uniklinik-Neubaus wackeln und die mehrjährige Ver­schiebung der römischen Landes­ausstellung sorge für zusätz­lichen Zündstoff.

Von Bruno Stubenrauch

Interim Römerlager in der Toskanischen Säulenhalle (Foto: DAZ)

Die Sozialdemokraten werfen der Stadtregierung unter Ober­bürger­meisterin Eva Weber vor, den politischen Einfluss in der Landes­hauptstadt verspielt zu haben. Statt die großen Linien der Stadt­ent­wicklung – wie das Römermuseum oder die Spitzen­medizin – aktiv abzusichern, verliere sich die CSU in Klein­teilig­keit. Besonders die mangelnde Kommunikation zwischen München und dem Augsburger Rathaus steht in der Kritik.

Draht nach München mit Funkunterbrechung

Lara Hammer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, bringt die Skepsis auf den Punkt: „Eine Stadt­regierung, die wichtige Nachrichten von Seiten der Landes­regierung erst aus der Presse erfährt, hat offen­sicht­lich keinen guten Draht nach München.“

Die Fraktion fordert nun ein deutlich entschlos­se­neres Auftreten gegenüber dem Freistaat, um zu verhindern, dass Augsburg bei der Vergabe von Förder­mitteln dauerhaft hinter andere bayerische Städte zurückfällt.