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Montag, 23.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

eMobilität: swa bauen Lade­infrastruktur aus

Netz soll 2026 verdoppelt werden

Die Stadtwerke Augsburg (swa) treiben den Ausbau der Elektro­mobilität weiter voran. Mit einer neuen Strategie wollen sie ihre eigene Lade­infra­struktur bis Ende 2026 auf mindestens 200 Lade­punkte verdoppeln und gleich­zeitig das Stromnetz moderni­sieren.

Von Bruno Stubenrauch

AC-Ladesäule der swa (Foto: swa/Thomas Hosemann)

Grund ist der stark wachsende Bedarf: Laut einer bundes­weiten Analyse könnten in Augsburg lang­fristig bis zu 8.000 öffent­liche sowie rund 70.000 private und gewerb­liche Ladepunkte in Augsburg nötig sein. „Wir schaffen die Grundlage für eine zukunfts­fähige Lade­infra­struktur“, sagt Markus Emmert, Leiter eMobilität bei den swa.

Flächendeckender Ausbau und moderne Technik

Aktuell betreiben die swa rund 100 öffent­lich zugäng­liche Ladepunkte. Künftig soll das Netz im gesamten Stadt­gebiet und Umland wachsen. Geplant sind AC-Normal­lader (bis 22 kW) und DC-Schnell­lader (100 bis 400 kW) sowie perspek­tivisch Ultra-Schnell­lader und Lösungen für Busse und Schwer­last­verkehr.

Auch bestehende Anlagen werden aufgerüstet. Neue Schnell­lader ermög­lichen zudem die direkte Bezahlung per Kredit- oder Debitkarte.

Neue Tarife ab April

Zum 1. April führen die swa ein neues Preis­modell mit Haupt- und Neben­zeiten ein und senken zugleich die Preise. Tagsüber sollen Blockier­gebühren die Ver­füg­bar­keit erhöhen, nachts entfallen diese an Normal­ladern. Bezahlt werden kann per eLadekarte oder spontan per Karte und digi­talen Diensten.

Netzausbau als Grundlage

Parallel wird das Stromnetz gezielt weiter­ent­wickelt, um steigende Lasten zu bewältigen. Ziel ist ein alltags­taug­liches, planbares Laden im öffent­lichen Raum, am Arbeits­platz und im Wohn­umfeld. Zudem beraten die swa Unternehmen und Eigentümer beim Aufbau eigener Lade­infra­struktur.