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Samstag, 16.12.2017 • Nr. 350 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Modular-Festival findet 2018 im Wittelsbacher Park statt

Der Augsburger Stadtrat hat auf seiner gestrigen Sitzung beschlossen, dass das Modularfestival 2018 im Wiitelsbacher Park stattfindet.

Modular 2017 im Wittelsbacher Park

Modular 2017 im Wittelsbacher Park

Das Modular-Festival, das dieses Jahr wegen Lärmbelästigung in die Kritik kam, soll 2018 noch einmal im Wittelsbacher-Park stattfinden. Kulturreferent Thomas Weitzel erklärte, dass man aufgrund der Bedenken der Anwohner mit den Machern des Festivals gesprochen habe. Es seien alternative Standorte “sehr seriös geprüft” worden, etwa die Messe. Allein aus logistischen Gründen seien diese Standorte nicht in Betracht zu ziehen. Man versuche, das Gaswerk-Areal zum Festival-Gelände zu entwickeln. Auch die große Bühne soll dort aufgestellt werden können.

Umweltreferent Reiner Erben erklärte, dass die Veranstalter schon in diesem Jahr hohe umweltrechtliche Auflagen zu erfüllen hatten und diese auch erfüllt haben. Margarete Heinrich (SPD) stimmte zu, dass die Auflagen gut eingehalten wurden. Sie regte an, dass man auch zeitnah über 2019 und 2020 sprechen müsse, da der Stadtjugendring Planungssicherheit brauche. Gabriele Thoma (SPD) nannte die Umsetzung des Umweltschutzkonzeptes durch den SJR “beispielhaft”. Verena von Mutius (Bündnis 90/Die Grünen) hob hervor, dass das Festival auf einem sehr hohen Niveau stattgefunden habe. Andere Veranstalter sollten sich am SJR orientieren. Darum könne sie der Veranstaltung im Landschaftsschutzgebiet zustimmen.

Der ehemalige Umweltreferent Reiner Schaal (CSU) ging das Thema anders an: “Der historische Stadtgarten war immer dazu da, um die Leute zu belustigen.” Als in den 1980er-Jahren das Landschaftsschutzgebiet eingeführt worden sei, habe man aber genau von diesem Belustigungs-Charakter Abstand genommen. Diese Rechtsverordnung habe heute noch Bestand. Bereits beim ersten Modular gab es Diskussionen, ob dieses Festival dort stattfinden dürfe. Wenn er aber der Durchführung 2018 jetzt zustimme, müsse er überlegen, ob die politische Entscheidung von einst heute noch Bestand habe. Man solle sich an das halten, was einst beschlossen wurde, oder grundsätzlich etwas anderes beschließen. Oberbürgermeister Kurt Gribl hob hervor, dass es 2018 noch einmal deutlich höhere Auflagen geben werde als in diesem Jahr. (Quelle: liveticker/Stadt Augsburg)


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