Die Augsburger Zeitung

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Freitag, 17.11.2017 • Nr. 321 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Flugplatzheide: Freistaat stoppt Bebauungsprojekt

Der Freistaat Bayern legt sein umstrittenes Wohnungsbauprojekt am Haunstetter Bischofsackerweg auf Eis.

Geschützte Pflanzen auf der Flugplatzheide (c) DAZ

Geschützte Pflanzen auf der Flugplatzheide (c) DAZ

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, hat die Staatsregierung im Doppelhaushalt 2018/19 für sein Wohnbauprogramm “Wohnungspakt Bayern” bezüglich der Augsburger Flugplatzheide keine Mittel eingestellt. Zirka 300 Wohnungen für anerkannt Geflüchtete waren auf dem Gelände geplant, auf dem der Freistaat Baurecht hat und das rund 85 geschützte Tier- und Pflanzenarten beherbergt. Offenbar haben die Proteste der Naturschützer und die Einwände aus Teilen der Augsburger Lokalpolitik Wirkung gezeigt. Auch das Bayerische Umweltministerium hatte die historische Heidelandschaft zuletzt als schützenswert eingestuft. Die Stadt Augsburg hatte einen alternativen Standort vorgeschlagen: die ehemalige Straßenmeisterei an der Berliner Allee.

Dort müsse nun die Stadt dafür sorgen, Baurecht zu schaffen. Als erster reagierte der Augsburger Stadtrat Christian Pettinger (ÖDP) auf die nicht mehr für möglich gehaltene Chance, die Heidelandschaft in Gänze zu erhalten: “Umso wichtiger ist es jetzt, dass das Wohnprojekt für die bleibeberechtigten Flüchtlinge am alternativen Standort in der Berliner Allee auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei schnellstmöglich umgesetzt wird. Dazu muss die Stadt umgehend Wohnbaurecht auf dem betroffenen Grundstück herstellen”, so Pettinger, der darüber hinaus fordert, dass die Flugplatzheide in Zukunft unter Schutz gestellt wird.

“Damit sollte dieser wertvolle Naturraum für die Zukunft erhalten und vor Zugriffen egal von welcher Seite bewahrt werden können.”


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