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Samstag, 23.9.2017 • Nr. 266 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Brechtbühne: Wie hoch sind die Gesamtkosten?

Die vor vier Jahren eröffnete Brechtbühne soll nun im Zuge der geplanten Theatersanierung abgerissen werden. Die Sanierungskritiker skandalisieren dieses Vorhaben mit dem Vorwurf des leichtfertigen Umgangs mit Steuergeldern. Wie hoch genau die Gesamtkosten des Baus sind und in welcher Höhe die Zuschüsse des Freistaats geflossen sind, will nun Stadtrat und Bürgermeister a.D. Peter Grab genau wissen.

Brechtbühne: Von Beginn an umkämpft und von Skandalen umrankt. Kaum fertig, ist ihr Rückbau geplant.

Brechtbühne: Von Beginn an politisch umkämpft und von Skandalen umrankt. Kaum fertig, ist ihr Rückbau geplant.

Da offensichtlich eine genaue Übersicht der Gesamtkosten nicht vorliegt, hat Peter Grab einen Antrag mit der Forderung gestellt, die Endabrechnung zur Brechtbühne zeitnah vorzulegen. Hintergrund des Antrags ist der Sachverhalt, dass über die Medien immer wieder unterschiedliche Zahlen bezüglich der Gesamtkosten genannt werden. Summen zwischen 5,6 und 8 Millionen Euro werden im politischen Streit bezüglich der Brechtbühne ins Spiel gebracht. Sobald die Regierung von Schwaben die Endabrechnung der Brechtbühne fertiggestellt habe, würden die Angaben zu den Kosten der Brechtbühne inklusive der gesamten Förderkulisse der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, so sei Peter Grab „vertröstet“ worden, als er vor vielen Monaten nach den Gesamtkosten fragte. Geschehen sei dann ein halbes Jahr nichts.

Erst am Tag vor der Sondersitzung des Stadtrates am 12.7.2016 bezüglich der Theatersanierung wurde Grab vom Kulturreferat informiert, dass „eine abschließende Erteilung des Zuwendungsbescheides noch nicht vorliegen würde“. Auf dieser Stadtratssitzung wurde Grab erneut darauf hingewiesen, dass die Regierung von Schwaben eine Gesamtabrechnung noch nicht geliefert hätte. Zu seiner Verwunderung erhielt Grab aber kurz nach der Sitzung ein Schreiben der Behörde, die ihm mitteilte, dass die Regierung von Schwaben „inzwischen die Stadt Augsburg über das Ergebnis der Prüfung des Verwendungsnachweises informiert“ habe.

Es sei deshalb nicht nachvollziehbar, so Grab, dass er im Stadtrat am 12.07.2016 die Antwort erhielt, dass die Endabrechnung noch nicht vorliegen würde. Aus diesem Grund schickte Grab am 13.07.2016 an das Kulturreferat ein Schreiben mit der Bitte um Aufklärung. „Bis heute erhielt ich keine Antwort“, so Peter Grab (WSA) in seinem Anschreiben an Oberbürgermeister Kurt Gribl.


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