eMobilität: swa bauen Ladeinfrastruktur aus
Netz soll 2026 verdoppelt werden
Die Stadtwerke Augsburg (swa) treiben den Ausbau der Elektromobilität weiter voran. Mit einer neuen Strategie wollen sie ihre eigene Ladeinfrastruktur bis Ende 2026 auf mindestens 200 Ladepunkte verdoppeln und gleichzeitig das Stromnetz modernisieren.
Von Bruno Stubenrauch
AC-Ladesäule der swa (Foto: swa/Thomas Hosemann)
Grund ist der stark wachsende Bedarf: Laut einer bundesweiten Analyse könnten in Augsburg langfristig bis zu 8.000 öffentliche sowie rund 70.000 private und gewerbliche Ladepunkte in Augsburg nötig sein. „Wir schaffen die Grundlage für eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur“, sagt Markus Emmert, Leiter eMobilität bei den swa.
Flächendeckender Ausbau und moderne Technik
Aktuell betreiben die swa rund 100 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Künftig soll das Netz im gesamten Stadtgebiet und Umland wachsen. Geplant sind AC-Normallader (bis 22 kW) und DC-Schnelllader (100 bis 400 kW) sowie perspektivisch Ultra-Schnelllader und Lösungen für Busse und Schwerlastverkehr.
Auch bestehende Anlagen werden aufgerüstet. Neue Schnelllader ermöglichen zudem die direkte Bezahlung per Kredit- oder Debitkarte.
Neue Tarife ab April
Zum 1. April führen die swa ein neues Preismodell mit Haupt- und Nebenzeiten ein und senken zugleich die Preise. Tagsüber sollen Blockiergebühren die Verfügbarkeit erhöhen, nachts entfallen diese an Normalladern. Bezahlt werden kann per eLadekarte oder spontan per Karte und digitalen Diensten.
Netzausbau als Grundlage
Parallel wird das Stromnetz gezielt weiterentwickelt, um steigende Lasten zu bewältigen. Ziel ist ein alltagstaugliches, planbares Laden im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz und im Wohnumfeld. Zudem beraten die swa Unternehmen und Eigentümer beim Aufbau eigener Ladeinfrastruktur.
