Ausnahmejahr 2026: Fastenzeiten fallen zusammen
In diesem Jahr beginnen die christliche Fastenzeit und der muslimische Ramadan am selben Tag: dem Mittwoch, 18. Februar 2026. Auch die Bahá’í-Fastenzeit (2.–21. März) fällt in diesen Zeitraum, während Alevitinnen und Aleviten bereits am 11. und 12. Februar ihre Hizir-Fastentage hielten.
Von Bruno Stubenrauch
Symbolbild
Landesbischof Christian Kopp von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) betont die verbindende Kraft der Religionen: „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten suchen wir als religiöse Menschen das Verbindende. Wir träumen von einer Welt, die friedlich und gut für alle sein kann.“
Viele Moscheegemeinden laden zum gemeinsamen Fastenbrechen (Iftar) ein, oft auch in Kooperation mit Kirchengemeinden. Öffentliche Iftar-Abende mit Anmeldung sind zum Beispiel am 26. Februar in Augsburg von Religions for Peace, am 6. März in Kempten mit dem Sozialdienst muslimischer Frauen und am 14. März in München in der Evangelischen Olympiakirche mit dem Interkulturellen Dialogzentrum IDIZEM e.V.
Gemeinsame Ziele, unterschiedliche Zeiten
Christliche Fastenzeit und Ramadan teilen das Ziel der Besinnung, Dankbarkeit und Solidarität. Unterschiede gibt es in Dauer und Praxis: Die Fastenzeit dauert 40 Tage bis Ostern und ist oft individuell gestaltet, während der Ramadan vom Morgengrauen bis Sonnenuntergang verbindliches Fasten, Gebet und soziale Verantwortung umfasst.
Der Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan richtet sich nach dem islamischen Mondkalender. Er beginnt mit dem Sichtbarwerden der Neumondsichel des neunten Monats (Muharram) und verschiebt sich daher jedes Jahr um etwa 10 bis 12 Tage gegenüber dem gregorianischen Kalender nach vorne.
Muslime verzichten während des Ramadans von der Morgendämmerung (Sahur) bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und andere körperliche Genüsse. Sobald die Sonne untergeht, wird das Fasten minutengenau mit dem Iftar, dem abendlichen Fastenbrechen beendet.
