BSW kritisiert Bundeswehr-Werbung auf Augsburger Straßenbahnen
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Augsburg fordert ein Ende der Bundeswehr-Werbung auf Straßenbahnen. Die derzeitigen Slogans verharmlosten militärische Gewalt und seien mit dem Selbstverständnis Augsburgs als Friedensstadt nicht vereinbar, heißt es in einer Stellungnahme des Kreisverbands.
Von Bruno Stubenrauch
Foto: BSW Augsburg
Die Werbung zeichne ein verzerrtes Bild des Soldatenberufs, kritisiert Friedensaktivistin Christina Schweiger. Die realen Folgen militärischer Einsätze – Tod, Verletzung und Traumatisierung – würden ausgeblendet. Öffentliche Verkehrsmittel seien zudem kein geeigneter Ort für militärische Rekrutierungsbotschaften, insbesondere mit Blick auf junge Menschen. In anderen Städten sei vergleichbare Werbung bereits untersagt worden.
Rückkehr zum eigentlichen Verteidigungsauftrag
Politisch fordert das BSW eine Rückbesinnung der Bundeswehr auf einen engen Verteidigungsauftrag im Sinne des Grundgesetzes und lehnt Auslandseinsätze sowie eine weitere Aufrüstung ab. Oberbürgermeisterkandidat Jens Wunderwald warnt vor einer Ausrichtung auf „Kriegstüchtigkeit“ und sieht Parallelen zu problematischen Kapiteln der deutschen Geschichte.
Auch eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht lehnt das BSW ab und erklärt sich solidarisch mit Schülern und Studierenden. Die Stadt und die Verkehrsbetriebe werden aufgefordert, die Werbung zu beenden und der eigenen friedenspolitischen Verantwortung gerecht zu werden. Parallel sammelt das BSW noch bis 19. Januar Unterstützerunterschriften für die Kommunalwahl.
