7. April: Warnstreik legt ÖPNV erneut lahm – Tarifpartner noch weit auseinander
Die Gewerkschaften Ver.di und die Nahverkehrsgewerkschaft haben die Beschäftigten der Stadtwerke Augsburg (swa) für Dienstag, 7. April, zum nächsten Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind Fahrpersonal, Werkstätten und Leitstelle. Der Nahverkehr in Augsburg wird dadurch weitgehend zum Erliegen kommen.
Dies meldeten die swa am Ostermontag. Nur wenige Linien werden voraussichtlich fahren: die Stadtteillinien 21 im Bärenkeller, 24/25 in Haunstetten sowie 38 in Göggingen, Inningen und Bergheim. Diese Linien sind an private Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt werden.
Die swa empfehlen Fahrgästen, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen – etwa auf Regionalbahnen, Buslinien des AVV, das eigene Fahrrad oder Fahrgemeinschaften. Das Leihradsystem swabi ist am Streiktag kostenlos nutzbar (30 Minuten pro Fahrt, mehrmals täglich). Auch Neukunden können sich per App registrieren und losfahren.
Ein kurzfristiger Einsatz externer Busse auf swa-Linien ist nicht möglich – es fehlt an technischer Ausrüstung und swa-spezifisch geschultem Personal.
Noch ein weiter Weg
Der heutige Warnstreik ist bereits der fünfte in dieser Tarifauseinandersetzung. Gewerkschaften und Arbeitgeber liegen bei ihren Gehaltsvorstellungen noch weit auseinander: Ver.di fordert in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten 550 Euro mehr im Monat – das entspricht bei einem Durchschnittsgehalt von rund 3.500 Euro brutto einer Steigerung von knapp 16 Prozent. Die Arbeitgeber hatten zuletzt bei gleicher Laufzeit gut 6 Prozent in zwei Stufen (rund 210 Euro) angeboten.
