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Dienstag, 28.3.2017 • Nr. 87 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Ullrich kandidiert für den Bundestag

Augsburgs Ordnungsreferent Volker Ullrich hat sich dazu entschlossen, im Wahlkreis Augsburg als CSU-Direktkandidat für den Bundestag zu kandidieren. Dass es bei der CSU-Nominierungsaufstellung im März zu einer Kampfabstimmung kommen könnte, gilt als unwahrscheinlich.

Dr. Volker Ullrich

Dr. Volker Ullrich

Ullrich ist nach DAZ-Recherchen ein sicherer Kandidat. Sein möglicher Kontrahent, der aktuelle Bundestagsabgeordnete der Augsburger CSU, Christian Ruck dürfte im Falle einer Kampfabstimmung chancenlos sein. Ruck, der am 24. Dezember seinen 58. Geburtstag feiert, gehört seit 1990 dem Bundestag an und hat sich noch nicht entschieden, ob er es auf eine Kampfabstimmung ankommen lassen will. „Kursierenden Gerüchten, wonach ich meinen Verzicht erklärt haben soll, widerspreche ich“, so wird Ruck von der Augsburger Allgemeinen zitiert. Ullrich will sich offiziell im Januar in einer Pressekonferenz erklären.

In Bayern werden die 44 Direktmandate üblicherweise von den CSU-Kandidaten gewonnen. 36 CSU-Kandidaten sind bayernweit bereits nominiert. Christian Ruck ist der einzige amtierende CSU-Bundestagsabgeordnete, der sich noch nicht erklärt hat. Gegenüber der DAZ äußerte sich Ullrich (37) gestern, dass er es für wichtig halte, dass Augsburg den anstehenden Generationswechsel in der CSU-Bundestagsfraktion mitgehe. Die Bundestagswahlen finden voraussichtlich eine Woche nach den Bayerischen Landtagswahlen, also am 22. September statt. Falls Ullrich in den Bundestag einziehen sollte, werde er „den Fokus auf die harten Politikfelder richten“, so Ullrich zur DAZ. Darunter versteht Ullrich Steuer- und Sozialpolitik sowie Innen- und Rechtspolitik. Selbstverständlich würde er auch die Augsburger Belange in der Verkehrspolitik einfordern. Der Augsburger Stadtrat müsste, falls Ullrich in den Bundestag einzöge, ein halbes Jahr bis zur Kommunalwahl ohne Ordnungsreferent auskommen.


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