Die Augsburger Zeitung

DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur

Montag, 22.1.2018 • Nr. 22 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de

Ballettgala: Großartige Zeugnisse der Tanzkunst

Die von Robert Conn eingeführte Ballettgala mit Gästen aus aller Welt wird zur Freude des Publikums auch unter der neuen Intendanz fortgesetzt

Von Halrun Reinholz

Foto: (c) Jan-Pieter Fuhr

Foto: (c) Jan-Pieter Fuhr

Der neue Ballettchef Ricardo Fernando erweist sich als guter Netzwerker mit internationalen Kontakten, nutzt aber auch die Gelegenheit, die Vielfalt des hauseigenen neu entstandenen Ensembles vorzuführen. Wenn auch das Ambiente im Martini-Park nicht mit dem „alten“ Theatergebäude mithalten kann, hat dieser sich dennoch in vieler Hinsicht als praktische Spielstätte bewährt und das Ballettpublikum trotz hoher Eintrittspreise angelockt.

Die Ballettgala hat sich seit ihrer Einführung als Publikumsmagnet schlechthin erwiesen. Durch sie erhält man einen Eindruck von der Vielfalt und Vielschichtigkeit der Sparte Tanz, der längst nicht mehr das einseitige Hupfdohlen- und Schwanensee-Image anhaftet. Namhafte Tänzer für eine (in den letzten Jahren wegen der Nachfrage zwei) Aufführungen nach Augsburg zu holen, ist nicht nur eine logistische, sondern auch eine finanzielle Herausforderung. Fernando konnte da auf das bereits vorhandene Sponsoren-Netz zurückgreifen, über das sein Assistent Armin Frauenschuh seit der Ära Conn verfügt. Und wenn da etwas dazwischen kommt, müssen, wie Frauenschuh in der Moderation bekannte, „die Drähte in die Tanzwelt“ kurzfristig heiß laufen. So geschehen mit den bereits angereisten Gästen vom Holländischen Nationalballett, wo sich der weibliche Part Anna Ol bei der finalen Bühnenprobe verletzte und der Programmpunkt (Pas de deux aus „Esmeralda“) wegfiel. Als „Einspringer“ kamen die Solisten vom Aalto Ballett Essen und statt Esmeralda gab es Don Quichote. Die Veranstalter hatten da tatsächlich ein Déja-vu, denn das gleiche war im letzten Jahr schon mal passiert – auch bei „Esmeralda“, die wohl in Augsburg definitiv unter keinem guten Stern steht.


Alarm im Gaswerk beim zweiten Augsburger Tatort

Das Augsburger Gaswerk eignet sich hervorragend als Schauplatz für das mysteriöse Geschehen beim “Tatort”

Von Halrun Reinholz

Folge II: Unter spannenden Umständen hat das Theaterpublikum Gelegenheit, das neue Kulturareal zu erkunden: Man wird zunächst von einem Maitre d`hote edel empfangen, mit Glühwein bewirtet und an Tischen platziert. Danach folgt eine Filmvorführung, denn die Geschichte spielt vor genau [...]

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Theatersanierung: Orchesterprobengebäude soll Öffnung des Theaters manifestieren

Ein Vorentwurf für das Orchesterprobengebäude, das neben dem Theater entstehen soll, wurde im Stadtrat öffentlich vorgestellt. In Sachen Denkmalschutz scheint die “funktional-ästhetische Ergänzung eines Ensembles” (Architekt Achatz) keine Probleme zu bereiten: Der Baukunstbeirat und das Landesdenkmalamt haben Zustimmung signalisiert.

Dort, wo derzeit beim Theater die Archäologen graben, entsteht ab etwa 2021 über dem zweigeschossigen Technikkeller [...]

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Operette im Martini-Park: Roxy und ihr Wunderteam

Zweifellos ein guter Ansatz des Regisseurs Martin G. Berger, die Handlung der Operette aus den 1930er Jahren in die Gegenwart des deutschen Fußballs zu transponieren. Denn der Hype um das runde Leder ist per se operettentauglich. In Bergers Konzept erhält die Soap einen aktuellen und einen lokalen Bezug: Es geht um die Deutsche Nationalmannschaft im [...]

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Theater für alle: Wer erhält das Augsburger Kultursozialticket?

Kultur sollte für alle zugänglich sein. So die Prämisse, die jedoch in der Praxis oft schwer realisierbar ist, nicht zuletzt aufgrund sprachlicher, sozialer oder kultureller Barrieren. Das Theater Augsburg möchte seinen Beitrag hierzu leisten und bietet gemeinsam mit der Stadt Augsburg ein Kultursozialticket an.

Mit diesem soll sozial anerkannten, bedürftigen Personen finanziell der Zugang zum Theater [...]

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Brechtfestival 2018: Endlich ein Programm, das Qualität verspricht

„Egoismus versus Solidarität“ so der Leitspruch des Brechtfestivals 2018, das das Werk Brechts in den Dialog mit der Gegenwart setzen möchte.

Vom 23. Februar bis zum 4. März stehen beim kommenden Brechtfestival Theatergastspiele, Theaterpremieren, Konzerte, Lesungen, Literaturveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Workshops für Erwachsene und junges Publikum auf dem Programm. Das Festival steht 2018 unter dem Motto „Egoismus [...]

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„We love you“ – Musical-Projekt des Theter-Ensembles als Uraufführung

Das Theter-Ensemble hat sich längst einen  Namen gemacht in der Stadt – mit ungewöhnlichen Produktionen und einem sehr engagierten Ensemble. Nun haben sich die Theaterfreaks etwas Neues vorgenommen: Die Uraufführung eines Musicals. Geschrieben hat es der junge Musiker Florian Hartz, der auch die Aufführung  in der Kradhalle als Bandleader und Bassist der eigens zusammengestellten Band [...]

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Luther, Münzer und Fugger – Satire und Reflexion

Luther, Münzer und Fugger als Satire und Reflexion am Stadttheater Augsburg: Eine andere Sicht auf die Reformation

Von Halrun Reinholz

Noch was zum Lutherjahr!? Eigentlich war das doch schon abgeschlossen, meinte man. Aber dann noch dieses seltsame Stück in der Brechtbühne: „Martin Luther & Thomas Münzer oder die Einführung der Buchhaltung“. Kein Auftragswerk zum Lutherjahr, wie man [...]

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Theaterpredigt: Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung

Im Rahmen einer gottesdienstlichen Feier wird bei der zweiten Augsburger Theaterpredigt am Sonntag, den 26. November 2017, in St. Moritz zur aktuellen Schauspielpremiere »Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung« gepredigt.

Zu Beginn werden Schauspieler kurze Ausschnitte aus der Inszenierung präsentieren. Referent der zweiten Theaterpredigt ist Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche. Vor [...]

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Momo: Erlösung vom Zeitmanagement der Grauen Herren

Eine stringente Inszenierung des Augsburger Stadttheaters mit viel Tempo und großartigen Schauspielern überzeugt im martini-Park

Von Halrun Reinholz

Bei der Neuinszenierung von Michael Endes Momo versetzt Regisseurin Jule Kracht die Handlung nach Italien – in das Ambiente eines alten Amphitheaters. Vielleicht, weil diese Atmosphäre am ehesten geeignet scheint, den „Grauen Herren“ Paroli zu bieten, [...]

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Schwanensee: Gut und Böse sind einander täuschend ähnlich

Der neue Ballettdirektor startet die Saison mit einem frisch aufpolierten Klassiker

Der „Schwanensee“ ist der Inbegriff eines abendfüllenden Balletts. Ein Klassiker, der in der traditionellen Choreographie von Marius Petipa für Solisten und Ensemble höchste Herausforderungen bietet. Dass ein kleines  Ballettensemble wie das des Theaters Augsburg sich an diesen Gipfel heranwagt, zeigt, dass der neue Ballettdirektor [...]

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