Die Augsburger Zeitung

DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur

Mittwoch, 24.5.2017 • Nr. 144 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de

Theater: Letzter Vorhang für Kaspar Hauser

Am Mittwoch, 10. Mai 2017 findet um 19.30 Uhr die letzte Aufführung von Hans Thomallas „Kaspar Hauser“ unter der musikalischen Leitung von Lancelot Fuhry im Textilmuseum statt.

Aus dem Nichts taucht am 26. Mai 1828 ein verwahrloster junger Mann in Nürnberg auf. Er bewegt sich sonderbar und gibt wirre Antworten. Er trägt einen Brief bei sich, der ihn als Findelkind ausweist. Auf die Frage, wie er denn heiße, antwortet er: Kaspar Hauser.

In Hans Thomallas Oper „Kaspar Hauser“ steht jenes berühmt gewordene Findelkind im Mittelpunkt, das in der völligen Isolation eines Kellerlochs aufwuchs. Hauser ist der Mensch ohne Gedächtnis und Geschichte – bis heute ist unklar, wer er ist. Thomallas Oper erzählt keine Geschichte, sondern zeigt sechs Männer und zwei Frauen, die sich Hauser in einem Wechsel von Faszination und Abscheu zu nähern versuchen. Countertenor Xavier Sabata gestaltet die Hauptrolle des Kaspar Hauser in der konzertanten Aufführung mit szenischen Impressionen. DAZ-Kritikerin Halrun Reinholz zeigte sich von der Premiere beeindruckt: “ein überraschend dichter, eindrucksvoller Opernabend.”

Foto: Kaspar Hauser im tim - (c) A.T. Schaefer


Theater: Bücker stellt neues Team und Programm vor

Am vergangenen Dienstag stellte der künftige Intendant des Augsburger Stadttheaters André Bücker auf einer Pressekonferenz das neue Führungsteam und den Spielplan 2017/18 vor.

Neu im Team sind der Operndirektor Daniel Herzog, Ricardo Fernando als neuer Ballettdirektor und Sophie Walz als Leitende Musiktheaterdramaturgin. Domonkos Héja bleibt als Generalmusikdirektor am Theater Augsburg.
 Im Schauspiel werden Lutz Keßler [...]

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Kaspar Hauser im tim: Aus der Not eine Tugend gemacht

Als vorletzte Opernpremiere dieser Spielzeit zeigt das Theater Augsburg die zeitgenössische Oper „Kaspar Hauser“ von Hans Thomalla. Eine Produktion aus Freiburg, die dort im Herbst uraufgeführt wurde und in Koproduktion auf der Bühne des Großen Hauses ein Höhepunkt der Opernsaison sein sollte.

Von Halrun Reinholz

Die halb-szenische Aufführung im tim ist dennoch mehr als eine Notlösung. [...]

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Fulminantes Finale der Conn-Ära mit Carmen und Bolero

Die letzte Ballettproduktion der aktuellen Spielzeit ist auch der fulminante Abschied von Ballettdirektor Robert Conn und vermutlich dem größten Teil seines Ensembles, das noch einmal alle Facetten seines Potenzials zum Besten gibt.

Von Halrun Reinholz

Ravels Bolero gilt mit seinem rhythmischen und klanglichen Spannungsbogen als Inbegriff der musikalischen Erotik, prädestiniert für eine tänzerische Darstellung, für [...]

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Ballettfinale der Conn-Ära: Narzissmus und Erotik mit Bolero und Carmen

Die letzte Ballettproduktion der aktuellen Spielzeit ist auch der fulminante Abschied von Ballettdirektor Robert Conn und vermutlich dem größten Teil seines Ensembles, das noch einmal alle Facetten seines Potenzials zum Besten gibt.

Von Halrun Reinholz

Ravels Bolero gilt mit seinem rhythmischen und klanglichen Spannungsbogen als Inbegriff der musikalischen Erotik, prädestiniert [...]

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Name wechsle dich: WBG wird “Wohnbaugruppe Augsburg”

Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg GmbH (WBG) kümmert sich seit 90 Jahren um den Erhalt ihres bestehenden Wohnraums und um den Bau neuer Wohnungen. Dieses Jubiläum nimmt die WBG-Unternehmensgruppe zum Anlass, ihr Erscheinungsbild zu ändern.

Aus der WBG-Unternehmensgruppe wird die “Wohnbaugruppe Augsburg”. Die WBG stellt sich künftig als “Wohnbaugruppe Augsburg | Leben” unverändert der Aufgabe, breite Schichten [...]

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Das M.T.heatre auf dem Weg zu den Bayerischen Theatertagen

„Schule ist mehr“ - mit diesem Motto ist die Grafik (Nontira Kigle) zum Leitbild des städtischen Maria-Theresia Gymnasiums überschrieben. Einen wichtigen Baustein bilden hierbei Kreativprojekte, aus denen die Aufführungen des M.Theatres seit vielen Jahren herausragen. Nach der Verjüngung an der Spitze der MT-Theatertruppe – erstmals führte das Tandem Katja Bergmann und Markus Chech Regie – [...]

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Theater für alle: André Bücker verspricht für seine erste Spielzeit ein facettenreiches Programm

Im Kulturausschuss stellte der designierte Intendant André Bücker sein Programm für die Spielzeit 2017/2018 vor. Das Augsburger Publikum kann sich auf Vertrautes, Ungewöhnliches und Neues freuen. Und auf einen Augsburger “Tatort”.

Von Halrun Reinholz

Sechs Erstaufführungen und drei Premieren von lebenden Künstlern hat André Bücker in seinem Portfolio für die neue Spielzeit, seine erste am Theater Augsburg. [...]

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GAZ. Das Brechtfestival 2017 endet mit der großen poetischen Kraft des Theaters

Nach einem inhaltlich und künstlerisch eher schwachen Brechtfestival endete die zehntägige Veranstaltungsreihe am gestrigen Sonntag mit einem großartigen Theaterabend.

Von Siegfried Zagler

Die Frage, ob es stimme, dass man nach dem Lesen von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ein anderer Mensch sei, beantwortete Marcel Reich-Ranicki mit einem kurzen „Ja“ und fügte hinzu, dass [...]

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Brechtfestival: „Das Brot des Volkes” - Ein Versuch über die Gerechtigkeit

„Die Gerechtigkeit ist das Brot des Volkes. So wie das andere Brot muss das Brot der Gerechtigkeit vom Volk gebacken werden. Reichlich, bekömmlich, täglich.“ Bertolt Brecht

Von Andrea Huber

Was bedeutet „Gerechtigkeit“ und welchen Stellenwert hat Gerechtigkeit nicht nur hierzulande, sondern weltweit? Das herauszuarbeiten waren Aufgabe und Herausforderung für die Klasse 9b der Werner-von-Siemens-Mittelschule Augsburg zusammen [...]

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Brechtfestival: Brecht quält Benjamin

Mit „Krise ist immer“ beschreibt das Künstlerensemble um Regisseurin Friederike Heller die langjährige Freundschaft von Bertolt Brecht und Walter Benjamin als narzisstische Beziehung zwischen Zerstörung und Selbstzerstörung. Aufhänger sind Dokumente der zwischen Benjamin und Brecht geführten Debatten aus der Entstehungszeit des 1931 gescheiterten Zeitschriftenprojekts „Krise und Kritik“.

Von Bernhard Schiller

Was wäre geschehen, hätte Brecht die Pfingstrose [...]

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