Die Augsburger Zeitung

DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur

Montag, 1.5.2017 • Nr. 121 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de

Macht ein gutes Theater und scheitert daran, wenn es sein muss

Warum die künstlerische Weiterentwicklung des Augsburger Stadttheaters möglich ist

Kommentar von Siegfried Zagler

Das Augsburger Stadttheater befindet sich seit Jahrzehnten in einer Relevanzkrise. Es gibt weder soziale noch künstlerische Messlatten dafür, was und wie viel das Theater in Augsburg in der Vergangenheit in Sachen Aufklärung, Bildung und humanistischer Sensibilisierung für die Stadtgesellschaft geleistet hat. Doch darum scheint es offenbar nicht zu gehen. Wichtiger scheint vielmehr die Haltung, dass sich eine Stadt in der Größenordnung Augsburgs ein Theater leisten muss - was immer es auch leistet.

Das Brecht-Wort, dass man das Augsburger Stadttheater aus künstlerischen Gründen schließen sollte, hat im Grunde wenig an Aktualität verloren. Seit 40 Jahren, also von Stromberg über Thoma, Baumgardt und schließlich von Peters bis Votteler lieferten die wechselnden künstlerischen Leiter des Augsburger Stadttheaters ihrem Abonnenten-Publikum auf den Punkt genau, was es von ihnen erwartete. Natürlich gab es zwischendurch mal eine Dekonstruktion, einen Skandal oder eine in der Abweichung von der Norm künstlerisch herausragende Arbeit, doch von der unausgesprochenen kleinbürgerlichen Erwartungshaltung einer gehobenen Abendunterhaltung wich das Augsburger Stadttheater selten ab. Dem 12. Augsburger Intendanten (seit 1945) stünden dafür nun viele Türen offen. Das Große Haus mit knapp 1.000 Plätzen muss nicht gefüllt werden. André Bücker könnte jenseits aller Mainstream-Zwänge ein neues Augsburger Stadttheater erschaffen. Ein Stadttheater, das nicht zuvorderst den Publikumsgeschmack bedient, sondern sich ein Publikum schafft, das von einem Theater mehr erwartet als die ewige Wiederkehr der bürgerlichen Selbstvergewisserung mittels einer verbrauchten Ästhetik.


“Horst für Horst” ist mehr als ein müdes “Weiter wie bisher”

Nun ist es offiziell: Horst Seehofer wird sein eigener Nachfolger. Heute Nachmittag gab diese “unerwartete Personalrochade” Horst Seehofer der Öffentlichkeit bekannt.

Kommentar von Siegfried Zagler

Nachdem die CSU-Spitze fast vier Stunden getagt hatte, gab Horst Seehofer heute auf einer Pressekonferenz die Fakten bekannt. Er werde wieder für das Amt des Parteivorsitzenden kandidieren und erneut bei der Landtagswahl [...]

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FCA: Management hätte sich zusammen mit Baum selbst freistellen müssen

Die FCA-Verantwortlichen haben sich entschieden, zusammen mit Manuel Baum unterzugehen. Das ist die späte Erkenntnis einer grauenvollen englischen Woche.

Kommentar von Siegfried Zagler

Aus Sicht der Verantwortlichen ist das eine nachvollziehbare Entscheidung. Nachvollziehbar deshalb, weil sich Reuter, Hofmann und Co. zusammen mit Baum gleich selbst freistellen hätten müssen. Schließlich haben sie sich dafür entschieden, in der Winterpause [...]

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FCA: Baum muss gehen!

Die gezeigten Leistungen des FCA lassen keinen anderen Schluss zu: Der FCA braucht für den Endspurt einen kräftigen Schub. Dass dieser ausgerechnet noch von dem Trainerstab kommen könnte, der die Augsburger Fußballer zutiefst verunsichert hat, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Kommentar von Siegfried Zagler

Man muss keine große Analyse anstellen, wenn es darum geht, die Situation beim FCA zu [...]

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Dietz unter Druck

In der Augsburger CSU brennt es wieder unterm Dach: Leo Dietz und Volker Ullrich stehen schwer unter Druck.

Kommentar von Siegfried Zagler

Wer die Verhältnisse in der Augsburger CSU kennt, weiß, dass diese Meldung eine parteipolitische Sensation ist: Eine in der CSU-Nomenklatura unbedeutende Persönlichkeit wagt sich in eine Kampfkandidatur gegen den amtierenden Vorsitzenden, der sich erst [...]

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FCA: So gehts direkt in die 2. Liga

Der FCA hat in München deutlich schlechter gespielt als der Hamburger SV, der dort mit 0:8 gedemütigt wurde. Dafür muss man auch FCA-Trainer Manuel Baum zur Verantwortung ziehen.

Kommentar von Siegfried Zagler

Gefühlt hat der FCA mit 0:10 bzw. 0:12 verloren. Die Leistung der Augsburger war desolat und indiskutabel. Phasenweise hatte man den Eindruck, es könnte sich [...]

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Kränzle, wer sonst?

Welcher Augsburger Politiker im Herbst 2018 in den Bayerischen Landtag einzieht, steht noch nicht fest, denn das entscheidet der Wähler. Wer sich aber für die beiden großen Parteien CSU und SPD in den Augsburger Wahlbezirken aussichtsreich als Kandidat für den Landtag bewirbt, steht in Stein gemeißelt.

Kommentar von Siegfried Zagler

Für die Augsburger SPD werden Harald Güller [...]

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SPD Augsburg: Sichtbarwerdung eines Untergangs

Wie kann es sein, dass seit vielen Jahren von der Spitze der Augsburger SPD das Gegenteil von Glanz und Überzeugungskraft ausgeht? Könnte es sein, dass die Führungsakteure sich gegenseitig und die Partei lähmen?

Kommentar von Siegfried Zagler

Die Augsburger SPD-Fraktion hat sich von rund 26 Stadtratssitzen in den siebziger Jahren auf 13 Sitze im heutigen Stadtrat halbiert. [...]

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FCA vs. Freiburg: Wem die Stunde schlägt

Für den FCA folgen in den kommenden Wochen zehn Bundesligaspiele, die man alle als Endspiele zu betrachten hat. Sollten die Augsburger in diesen Endspielen zehn Punkte holen, wäre der Abstieg über die Relegation vermieden.

Von Siegfried Zagler

Aktuell liegt vor dem heutigen Heimspiel der FCA mit 28 Punkten zwei Punkte vor dem prekären 16. Platz. Mit [...]

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“Eigenlob stinkt”

Warum in Augsburg die Kulturpolitik über Selbstbeweihräucherung nicht hinauskommt

Kommentar von Siegfried Zagler

Kaum ist das Brechtfestival aus, schwingt sich die Stadt zusammen mit Patrick Wengenroth und der scheidenden Theaterintendantin mit Erklärungen über das vergangene Brechtfestival auf die heiligen Höhen der Selbstbewertung. Besser gesagt: Diejenigen, die das Brechtfestival zu verantworten haben, loben sich selbst in den Himmel [...]

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Brecht: Ändere das Festival, sonst stirbt es!

Eine “Maßnahme”, bei der der Chor zu einem Hintergrundrauschen verdonnert wurde, eine hölzerne Gender-Debatte und eine Trash-Revue, die den “Säulenheiligen Bertolt” in ein Fass voll Lachgas taucht. Der letzte Vorhang ist noch nicht gefallen, doch bereits jetzt steht fest, dass sich das Brechtfestival selbst abzuschaffen droht.

Von Helge Busch

Einmal im Jahr zehn Tage Brecht - [...]

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