DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

An der Nagahama-Allee müssen neun Bäume gefällt werden

Insgesamt müssen an der Nagahama-Allee neun Bäume gefällt werden – acht Ahornbäume und eine Linde.

Baum in der Wolfzahnau © DAZ

“Die Bäume wurden regelmäßig kontrolliert, dabei wurden die nicht mehr zu behebenden Schäden festgestellt. Der Standort ist erfahrungsgemäß extrem schlecht für Alleebäume. Es ist davon auszugehen, dass die Hitzeperiode im Sommer letzten Jahres mit anhaltend hohen Temperaturen im Fahrbahnbereich von zum Teil über 40 Grad Celsius die Bäume nachhaltig geschädigt hat.” – So die Stadt Augsburg in einer Pressekonferenz.

Die Fällungen sind für diesen Herbst geplant und bereits beauftragt. Nachpflanzungen sind für den Winter 2021/2022 vorgesehen. Zuvor wird der Boden an den Baumstandorten ausgetauscht und verbessert. Es wird dann eine andere Baumart gewählt, die besser mit dem extremen Standort zurechtkommt. Über die Baumartenwahl wird dann vor der entsprechenden Beschaffung entschieden.



GESELLSCHAFT & GESUNDHEIT

Coronakrise: Zweite Welle erreicht Augsburg -Stadt erlässt neue Schutzverordnungen

Über das Wochenende hat das Augsburger Gesundheitsamt 93 neue Corona-Fälle registriert

Damit sind zirka etwa 49,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu vermelden. Damit ist der Signalwert von 35 jetzt weit überschritten und der Schwellenwert von 50 fast erreicht.  Man gehe davon aus, “dass spätestens am Mittwoch die 50 gerissen sein wird”, so Oberbürgermisterin Eva Weber.

Heute erklärten Oberbürgermeisterin Eva Weber, die zweite Bürgermeisterin Martina Wild und Thomas Wibmer (Gesundheitsamt Augsburg), welche Konsequenten wie die Stadt daruf reagiert. Aktuell gebe es keine speziellen Hotspots, mit Ausnahme eines Inninger Seniorenheims. Insgesamt handle es sich in Augsburg um ein “diffuses Infektionsgeschehen, das die gesamte Bevölkerung betrifft”, so Wibmer.

Bei den jüngeren Menschen, die sich seit Sommer vermehrt anstecken, sei es zudem oft schwierig, den Ansteckungsort auszumachen. So sei bei 49 der neu infizierten Personen vom Wochenende die Infektionsquelle unbekannt. Im Sommer hatten sich vor allem junge Menschen angesteckt, im Oktober aber seien auch wieder ältere Menschen dazugekommen. Das mache den Anstieg der Infektionen besonders problematisch.

Am morgigen Dienstag, erlässt die Stadt eine Allgemeinverfügung für sieben Tage. Bleibt der Wert 50, aber über 35 , gilt unter anderem Folgendes: Bei privaten Zusammenkünften sind maximal zehn Personen erlaubt, bei Veranstaltungen dürfen maximal 50 Teilnehmer in geschlossenen Räumen zusammenkommen, maximal 100 unter freiem Himmel. Im Sport sind keine Zuschauer mehr zugelassen. Zudem gilt ein Mund-Nasen-Schutz auf dem Stadtmarkt und unter anderem für die am Samstag startende Lechhauser Kirchweih. Verkauf und Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ist von Donnerstag bis Samstag unter anderem in der Maximilianstraße, auf dem Königsplatz und in anderen Bereichen der Innenstadt von 23 bis 6 Uhr untersagt.

Wird der Wert von 50 überschritten werden, gilt für sieben Tage Folgendes: Private Zusammenkünftewerden auf maximal fünf Personen begrenzt. Hochzeiten und ähnliche Feste in geschlossenen Räumen werden auf 25 Teilnehmer begrenzt, unter freiem Himmel werden 50 Personen zugelassen. An stark frequentierten Plätzen und Straßen in der Innenstadt wir für Fußgänger eine Maskenpflicht gelten. Maske wird dann auch in Kinos und im Theater am Sitzplatz Pflicht. Die Ausgabe von Speisen und Getränken wird von 23 bis 6 Uhr untersagt werden. Besuche von Alten- und Pflegeeinrichtungen werden täglich auf eine Person pro Heimbewohner beschränkt. “Unser Ziel ist es, komplette Schul- und Kitaschließungen so lange es geht, zu vermeiden”, so Bildungsreferentin Martina Wild.

Am Dienstag findet ein Runder Tisch mit dem Schulamt und dem Ministerialbeauftragten statt. Die Maskenpflicht soll danach wohl ab der fünften Klasse auch im Unterricht gelten. Im Kita-Bereich wird eine komplette Maskenpflicht für Erzieher gelten, es müsse in festen Gruppen gearbeitet werden und auf Feste verzichtet werden.



GESELLSCHAFT & GESUNDHEIT

FCA-Heimspiel gegen Leipzig ohne Zuschauer

Stadt Augsburg reagiert auf steigende Infektionszahlen und untersagt Zuschauer beim kommenden Bundesligaspiel des FCA

Steigende Fallzahlen: Ohne Zuschauer findet am Samstag das Spitzenspiel des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten statt Foto: DAZ-Archiv

Nach der Länderspielpause empfängt der FC Augsburg am Samstag, 17. Oktober, (15.30 Uhr) den Tabellenführer RB Leipzig in der WWK ARENA. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen kann das mit 6.000 Tickets bereits ausverkaufte Spiel leider nicht mit Zuschauern ausgetragen werden. Der Wert der 7-Tage- Inzidenz ist über das Wochenende in Augsburg auf 49,3 angestiegen. Deshalb haben die zuständigen Behörden der Stadt Augsburg dem FCA den Zuschauerausschluss am Montag mitgeteilt.

Es ist schade, dass wir als Tabellenzweiter dieses Spitzenspiel gegen den Tabellenführer nicht vor Zuschauern austragen dürfen. Natürlich hätten wir unserer Mannschaft wie beim ersten Heimspiel gegen Borussia Dortmund die Unterstützung durch 6.000 Zuschauer gerne ermöglicht. Selbstverständlich akzeptieren wir die Entscheidung der Stadt aufgrund der gestiegenen Zahlen und hoffen, dass sich der Trend der Neuinfektionen nicht weiter fortsetzt. In einer Diskussion um den Umgang von Zuschauerausschlüssen bitten wir aber auch zu berücksichtigen, dass es sich bei unseren Bundesliga- Spielen um Freiluftveranstaltungen handelt, wir ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet und entsprechende Schutzmaßnahmen umgesetzt haben. Die Bundesliga hat in den letzten Wochen gezeigt, dass die Spiele für Zuschauer sicher sind. Daher hoffen wir, dass diese zum Teil emotionale Diskussion um die Zulassung von Zuschauern zukünftig objektiver geführt wird“, sagt Michael Ströll, Geschäftsführer des FCA.

Alle Dauerkarteninhaber, die im exklusiven Vorverkauf ein Ticket für diese Begegnung erworben haben, werden auch noch einmal gesondert per Mail über den Zuschauerausschluss informiert. Das gebuchte Ticket entfällt ersatzlos. Da der FCA die Ticketkosten aber ohnehin erst nach dem Spiel abgebucht hätte, entstehen allen Käufern nun keine zusätzliche Kosten oder Mühen.

Auch keine Stadionbesucher bei der U23 und Nachwuchs zugelassen

Durch den Anstieg der Neuinfektionen sind auch keine Zuschauer bei der U23 des FC Augsburg in der Regionalliga Bayern möglich. Dies gilt auch für alle Spiele der FCA-Nachwuchsmannschaften. Das U23- Team von Josef Steinberger empfängt am Freitag, 16. Oktober (19.00 Uhr) in ihrem ersten Liga-Heimspiel seit März den TSV Aubstadt im Rosenaustadion. Der für den heutigen Montag geplante Ticket- Vorverkaufsstart muss entsprechend abgesagt werden.



Coronavirus in Augsburg: Schwellenwert fast erreicht

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg meldet über das Wochenende 93 neue Covid-19-Fälle – Stadt ergreift  Schutzmaßnahmen – Dazu informiert die Stadt heute ab 14 Uhr

Bei 49 infizierten Personen ist die Infektionsquelle (noch) unbekannt. Aufgrund der ermittelten Fälle hat das Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen für je eine Schulklasse der Bertolt-Brecht-Realschule und der Friedrich-Ebert-Grundschule veranlasst.

7-Tages-Inzidenz überschreitet Signalwert von 35

In den vergangenen sieben Tagen wurden 147 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 49,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Damit ist der Signalwert von 35 überschritten und der Schwellenwert von 50 fast erreicht.

Zur aktuellen Infektionslage und lokalen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie informiert die Stadt Augsburg deshalb am heutigen Montag, 12. Oktober, um 14 Uhr, im Rahmen einer Pressekonferenz.