DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Öffentlicher Nahverkehr in Augsburg: Erneuter Warnstreik am Freitag, 9. Oktober, ab 4 Uhr

Massive Behinderungen für den Bus- und Tramkverkehr wird ein Warnstreik der Nahverkehrsbeschäftigten am kommenden Freitag haben

Foto: DAZ

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Nahverkehr am Freitag, 9. Oktober zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Mitarbeitende der Stadtwerke Augsburg (swa) sollen demnach von Betriebsbeginn, 4 Uhr, bis 14 Uhr die Arbeit niederlegen. Dadurch muss mit massiven Einschränkungen bei Bus- und Straßenbahnlinien bis hin zum Ausfall ganzer Linien gerechnet werden. Nach Streikende ab 14 Uhr werden die Busse und Straßenbahnen schnellstmöglich ausrücken. Es wird jedoch mindestens zwei Stunden dauern, bis der Regelbetrieb nach Fahrplan aufgenommen sein wird.

Die swa bitten die Fahrgäste, sich darauf einzustellen und ihre Wege frühzeitig mit anderen Verkehrsmöglichkeiten zu plane.

Nachdem die swa keine Angaben haben, wie viele Mitarbeitende den Streikaufrufen folgen werden, kann im Vorfeld keine Aussage drüber getroffen werden, wie viele Fahrzeuge ausrücken können. Beim ersten Warnstreik am 29. September waren nur sehr wenige Busse und Trams im Einsatz. Ein Notfall-Fahrplan kann deshalb im Vorfeld nicht erstellt werden. 

Verdi ruft ihre Mitglieder bei den Stadtwerken Augsburg Verkehrs GmbH und der AVG Augsburger Verkehrs-GmbH zu dem Warnstreik auf. Ebenso aufgerufen zu einem Solidaritätsstreik sind die Mitglieder bei der asg Augsburger Verkehrs Servicegesellschaft mbH.



Rätsel der Welt

Schatz im Schilderwald – oder wie man “Baukultur” auch verstehen kann

Der ehemalige FDP-Stadtrat Toni Resch schickte der DAZ dieses Leser-Foto, das er bei den Jakoberwallanlage in Dult-Nähe gemacht hat. Ihm erschließe sich das nicht auf Anhieb, aber auch nicht dann, wenn man länger darüber nachdenke.

Dabei ist das ganz einfach, Herr Resch: Ab hier müssen Radler und Fußgänger 100 Meter Abstand halten! –  Oder? Könnte man diese postmodern Kunst-Installation auch so verstehen, dass die Verwaltung den Fußgängern ab hier das Weitergehen verbietet, während die Radler noch 100 Meter fahren dürfen?

Es ist ja bekannt, dass zur Stammleserschaft der DAZ  ein Großteil der 6.000 städtischen Mitarbeiter zählt, weshalb die Bedeutungssuche dieser verschlüsselten städtischen Botschaft an die treue Leserschaft weiter gegeben wird. Dazu zählen auch die Radaktivisten, von deren Bürgerbegehren zuletzt wenig zu lesen war. Die Radfahrer haben sich in Augsburg formiert und sich bezüglich ihrer Forderungen gut aufgestellt. Das ist zu begrüßen. Doch wie viele der Radaktivisten fahren auch motorisiert durch die Stadt? 50 Prozent oder gar 70? Das spielt in diesem Zusammenhang nur deshalb eine Rolle, weil sich offenbar niemand darüber aufregt, dass man mit dem politisch unkorrekten Automobil, wenn man von der Friedberger Str. kommend bei der Ampel an der FH steht 13 Ampeln zu überqueren hat, um über den Wall an der Freilichtbühne vorbei Richtung T. Heuss-Platz in die Schießgrabenstr., Königsplatz, Schaezler Str. zum alten Gerichtsgebäude zu kommen. Die Streckenlänge beträgt zirka 1,3 km. Alle 100 Meter eine Ampel. Das ist eine Konsequenz des Kö-Umbaus und vermutlich Weltrekord sowie eine nette Story für das BR-Satire- Magazin quer.

Aber wer regt sich darüber auf? Nur Taxifahrer? Oder gibt es noch andere weiße Ritter des MIV?
In einem ganz anderen Sinn, aber ebenfalls very, very crazy, ist die Schildbürger-Temporegulierung, wenn man die Blücherstr. von Lechhausen kommend Richtung Friedberg mit dem Auto fährt, Tempo 50, Tempo 30, Tempo 50, Tempo 70, Tempo 50, Tempo 70 und schließlich nach dem Kreisverkehr Tempo 100, zirka 3oo Meter, dann Tempo 80. Und zirka 50 Meter vor der Kreuzung darf man noch 60 km/h fahren. Dies alles im 200-300 Meter Abstand. Das sind prähistorische Verkehrszeichen einer Zeit, als das Automobil als Fetisch aller Bewegung galt. Ein Irrwitz und ein Beweis dafür, dass sich die deutsche, bayerische und städtische Verkehrspolitik nur sehr langsam bewegt.
Wie schön und kunstsinnig ist dagegen eine Verkehrsregulierung dieser Art, die von DAZ-Leser Toni Resch fotografiert wurde:

Foto: Toni Resch



Gesellschaft & Gesundheit

Coronavirus in Augsburg: 7 Neuinfektionen bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg meldet sieben neue Covid-19-Fälle. Vier Neuinfektionen wurden bei Kontaktpersonen bestätigter Covid-19-Fälle festgestellt. Bei drei infizierten Personen ist die Infektionsquelle (noch) unbekannt. 

Aufgrund der ermittelten Fälle hat das Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen für eine Schulklasse der Löweneckschule veranlasst. Insgesamt hat das Gesundheitsamt in Augsburg 1129 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 1021 Personen gelten als genesen, 92 sind aktuell infiziert, 16 Personen sind verstorben.

In den vergangenen sieben Tagen wurden 80 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 26,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Weitere Informationen stehen unter www.augsburg.de/fallzahlen.

Zur Veranschaulichung die von Markus Arnold erstellten Grafiken: