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Schaezlerpalais: Neue Sonderausstellung „Wort – Schrift – Verwandlung“ des Augsburger Künstlers Zaven Hanbeck

Eine bemerkenswerte Sonderausstellung „Wort – Schrift – Verwandlung“ ist ab kommenden Freitag, 21. August bis zum 11. Oktober 2020 im Café und im Liebertzimmer des Schaezlerpalais zu sehen

Wort-Metamorphose Fisch – Mahi, Öl auf Hartfaser (1984) Bildnachweis: Zaven Hanbeck

Die künstlerischen Arbeiten von Zaven Hanbeck (*1938 in Teheran, Iran) zeigen sowohl Motive aus Flora und Fauna, als auch seine stete Auseinandersetzung mit dem geschriebenen Wort. Dem Sohn einer Deutschen und eines Armeniers gelingt es, zwei Kulturen in seinem Werk zu vereinen. Auf klare Weise kombiniert der Augsburger Künstler traditionelle orientalische Ornamente mit der abendländischen Bilderwelt. Seine Beschäftigung mit der Schrift, von den 1970er Jahren bis heute, wird zum ersten Mal umfassend in der Ausstellung „Wort – Schrift – Verwandlung“ in Café und Liebertzimmer des Schaezlerpalais präsentiert. Die von Hanbeck als Wort- Metamorphosen titulierten Arbeiten bilden einen thematischen Schwerpunkt.

Zaven Hanbeck lebt seit 1970 in Augsburg

Hanbeck verbrachte seine Jugend im Iran. Nach seinem Studium der Malerei an der Fakultät für die Schönen Künste an der Universität von Teheran und seinem erfolgreichen Studium zum Diplom-Übersetzer an der Universität des Saarlandes, kam er im Jahr 1970 nach Augsburg. Seitdem widmet er sich parallel unterschiedlichen Werkgruppen und Techniken. Inspiration für seine bildnerischen Umwandlungen fand Hanbeck in den Arbeiten des niederländischen Künstlers und Grafikers M.C. Escher (1898-1972), dessen Werk sich durch komplexe Bildkompositionen und geometrisch-künstlerische Methoden zur Flächenfüllung auszeichnet. Zaven Hanbecks erste Wortmetamorphose „Mahi – Fisch“ entstand im Jahr 1975. Aus dem iranischen Wort für Fisch, Mahi, entsteht schrittweise eine gegenläufige Reihe von Fischen.

Persisches Sprichwort wird deutsches Sprichwort

Wort-Metamorphose Ahu – Reh, Öl auf Leinwand (2007) Bildnachweis: Zaven Hanbeck

Anhand Addition, Linearismus oder Symmetrie entwickelt er eine eigenständige moderne Formensprache und lässt aus Schriftinhalten Bildinhalte entstehen. Hanbeck entwirft zunächst eine Systematik im Raster des Millimeterpapiers und überträgt diese anschließend in seine Reinform. Sein spielerischer Umgang mit der arabischen Schrift, die er selbst als bildhaft geschmeidig und bildnerisch formbar beschreibt, führte Zaven Hanbeck weiter zu den Sprichwort-Metamorphosen. Hierbei verwandelt sich ein persisches Sprichwort in den entsprechenden deutschen Sinnspruch.

Strenge äußere Form, aber auch Witz und Ironie

Durch die Verwendung von Motiven und Schriftzeichen, die bereits selbst abstrakte Merkmale aufweisen, kann die Wirkung des Ergebnisses für den Betrachter wiederum ungegenständlich sein. Die strenge äußere Form der Arbeiten lässt den Witz und die Ironie Zaven Hanbecks beinahe in den Hintergrund treten. Sein jüngstes Werk „Eule – Djoghd“ aus dem Jahr 2020 entstand durch die Verschiebung zweier Schriftsysteme zueinander. Sowohl in die eine als auch in die gegenläufige Richtung entstehen neue, imaginäre Schriften, die den Betrachter an das Kyrillische oder die Schriftzeichen der Mayas erinnern lassen.

 

Zaven Hanbeck
Wort – Schrift – Verwandlung (21.8.- 11.10.2020) – Schaezlerpalais (Liebertzimmer und Café)

 



FCA: Langfristige Bindung von Sergio Córdova und Leihe nach Bielefeld

Der FC Augsburg hat den Vertrag von Sergio Córdova langfristig bis 30. Juni 2025 verlängert. Gleichzeitig hat sich der FCA mit Aufsteiger Arminia Bielefeld auf eine Ausleihe des Venezolaners, der seit 2017 in Augsburg unter Vertrag steht, für eine Saison bis 30. Juni 2021 verständigt. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

„Ich fühle mich in Augsburg sehr wohl, benötige für meine weitere Entwicklung aber Spielpraxis“, sagt Sergio Córdova. „Ich bin sehr glücklich über die langfristige Bindung an den Verein und den Verantwortlichen dankbar, dass ich durch meine Leihe nach Bielefeld die Möglichkeit bekomme, weiterhin in der Bundesliga zu spielen, um möglichst viel auf dem Platz stehen zu können.“

„Wir haben gemeinsam mit Sergio eine Lösung gesucht, mit der wir ihn langfristig an uns binden, ihm aber gleichzeitig die Chance auf regelmäßige Spielpraxis auf Top-Niveau geben können. Mit der Vertragsverlängerung und der gleichzeitigen Ausleihe nach Bielefeld haben wir einen sehr guten Weg gefunden“, sagt Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA.

Neben Sergio Córdova hat der FCA zuletzt auch Nachwuchs-Talent Maurice Malone mit einem langfristigen Profi-Vertrag ausgestattet und für mehr Spielpraxis zum Drittligisten SV Wehen Wiesbaden verliehen.



Coronavirus in Augsburg: Besorgniserregende Zunahme von Neuinfektionen – 617 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet seit Freitag,14. August, 21 neue COVID-19-Fälle.

16 Neuinfektionen wurden bei Reiserückkehrenden aus Kroatien, Bosnien, dem Kosovo, Spanien, Italien, Rumänien und der USA festgestellt. Bei fünf Personen ist der Infektionsort aktuell noch unbekannt. Insgesamt wurden bisher 617 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 558 von 617 Personen sind genesen, 43 sind aktuell erkrankt, 16 Personen sind verstorben.

In den vergangenen sieben Tagen wurden 47 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 15,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.