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Impro-Festival im martini-Park vom 12. bis 15. August

Improtheater: Alles entsteht spontan, nach Vorgaben der Zuschauer

4 Tage, 3 Impro-SpielerInnen und ein Musiker: Das ist das Rezept für eine ganz besondere Ausgabe des schon legendären Improtheater-Festivals im martini-Park. Zum 12. Mal gastiert das Sensemble bereits auf einer der schönsten Wiesen Augsburgs. Jeden Abend wird ein anderes Format gezeigt, nur eines ist immer gleich: Nichts ist geprobt, alles entsteht spontan nach den Vorgaben der Zuschauer  – nicht vorhersehbar, oftmals komisch und in jedem Fall einzigartig – jede Show ist absolut einmalig! Für alle Abende gibt es noch Karten – allerdings nur für draußen. Falls im Sensemble Theater gespielt werden muss, sind die Vorstellungen bereits komplett ausverkauft.

Infos und Reservierung unter www.sensemble.de oder 0821-3494666.



WOHNEN

Analyse: Jede zweite deutsche Großstadt für Familien kaum bezahlbar

Eine Analyse von immowelt zur Mietbelastung einer vierköpfigen Familie nach Berufsabschlüssen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern zeigt, dass Eltern mit anerkanntem Berufsabschluss in 46 von 79 Großstädten mehr als ein Viertel des Einkommens für Miete ausgeben müssen.

Noch nicht so lange her und dennoch längst Geschichte: Politisch umstrittene Werbeanzeige der Stadt Augsburg im Herbst 2013 – DAZ-Archiv

In elf Städten liegt die Belastung sogar über 33 Prozent. Die immowelt-Analyse  lässt sich einfach übersetzen:Für Familien ist das Wohnen in vielen deutschen Großstädten zur finanziellen Herausforderung geworden. Für Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluss erreichen die Mietkosten für eine familientaugliche Wohnung vielerorts die Grenzen des Leistbaren. In München und Berlin müssen selbst Eltern mit anerkanntem Berufsabschluss bei Neuvermietungen über 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete aufwenden.

Doch nicht nur Metropolen sind betroffen: In Heidelberg, Freiburg im Breisgau und Rostock beläuft sich die monatliche Belastung trotz Berufsabschluss auf 38 Prozent. Als Grundlage der immowelt-Analyse dienen die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Bruttoeinkommen, unterschieden nach Berufsabschlüssen (ohne, anerkannter, akademischer). Diese wurden in entsprechende Nettogehälter umgerechnet.

Hohe Wohnkostenbelastung in jeder zweiten deutschen Stadt

Ein Mietanteil von mehr als 25 Prozent am Haushaltsnettoeinkommen gilt als hohe Belastung. Mehr als 33 Prozent gelten gemeinhin als Überbelastung, weil dann nur noch wenig Geld zum Leben bleibt. In jeder zweiten untersuchten deutschen Stadt müssen sogar Eltern mit anerkanntem Berufsabschluss mehr als ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens aufwenden, um eine familientaugliche Wohnung anzumieten. Sind beide Elternteile ohne Berufsabschluss, trifft das gar in 71 von 79 untersuchten Städten zu.

Angesichts der hohen Mietkosten in deutschen Großstädten bliebt vielen Familien, wenn die Wohnung zu klein wird, oftmals nur noch Wohngeld zu beantragen, in der aktuellen Wohnung zu bleiben, oder aufs Land zu ziehen. Es mangelt in vielen Städten an Sozialwohnungen, die für Familien günstigen Wohnraum bieten. Trotz Berufsabschluss: Für Familien, in denen beide Elternteile einen anerkannten Berufsabschluss vorweisen können, ist eine geräumige Wohnung bei Neuvermietung in deutschen Großstädten fast nicht mehr zu bezahlen.

Tief im Westen ist die Miet-Situation entspannter

Selbst mit einem mittleren Verdienst belaufen sich in elf Städten die Wohnausgaben auf über ein Drittel des Budgets eines Haushalts mit einem Voll- und einem Halbverdiener – so etwa in Hamburg (36 Prozent), Frankfurt (37 Prozent), Berlin (42 Prozent) und München (46 Prozent). In kleineren Großstädten wie Heidelberg, Freiburg im Breisgau und Rostock (je 38 Prozent) sind es vor allem die geringeren Einkommen, die das Wohnen schwere bezahlbar machen. Das tendenziell höhere Einkommen in diesen Metropolen wird durch die hohen Mietpreise wieder aufgefressen – Eltern haben am Ende des Monats sogar oftmals weniger übrig als in kleineren Städten, obwohl sie dort weniger verdienen.

Im Ruhrgebiet hingegen sind familientaugliche Wohnungen mit einem Berufsabschluss noch bezahlbar. In Gelsenkirchen, Duisburg oder Recklinghausen beispielsweise liegt die Wohnquote bei unter 20 Prozent.

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Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung für Wohnungen mit einer Fläche von 80 bis 120 Quadratmetern wider, die im 1. Halbjahr 2020 angeboten wurden. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Als Nebenkosten wurden 217 Euro veranschlagt. Die Daten für die Bruttogehälter stammen von der Bundesagentur für Arbeit. Diese wurden in entsprechende Nettogehälter mit einem Vollverdiener (Steuerklasse 3) und Teilverdiener (Steuerklasse 5) umgerechnet. Lohnnebenkosten sowie Kindergeld für 2 Kinder wurden berücksichtigt.



Festival der Kulturen: Festival-Feeling auf der Freilichtbühne

Tim Allhoff und Karolina Cicha machen Musik gegen die Trägheit der Pandemie

Von Halrun Reinholz

 Karolina Cicha & Streicherensemble der Augsburger Philharmoniker – Foto: © Bayram Er

Die Freilichtbühne erweist sich in diesen restriktiven Zeiten als echter Segen für das auf Sparflamme köchelnde Augsburger Kulturleben. Das Festival der Kulturen fiel offiziell zwar aus, doch im Rahmen des Friedensfestes und des mit heißer Nadel gestrickten „Augsburger Stadtsommers“ konnte Girisha Fernando dem Augsburger Publikum doch ein bisschen Festival-Feeling vermitteln. Der laue Sommerabend tat sein übriges, die Stimmung in der übersichtlich und abstandsgerecht besetzten Freilichtbühne in gesittetem Rahmen anzuheizen.

Der in Augsburg wohlbekannte mehrfache Echo-Preisträger Tim Allhoff ließ seiner Rührung freien Lauf und wurde nicht müde, seine Freude über das Zustandekommen des Konzerts Ausdruck zu verleihen. In solchen Zeiten ist nichts selbstverständlich, weshalb er auch auf die streng begrenzte Zeit hinwies, die ihm für die vier eigenen Piano-Stücke zur Verfügung standen und die er dem begeisterten Publikum mit der gewohnten routinierten Hingabe präsentierte. Im Sinne der Multikulturalität des Konzepts begleitete er im Anschluss noch die Sängerin Aylin Yildirim, die mit warmem Timbre zwei kurdisch-alevitische Lieder aus Anatolien sang.

Im zweiten Teil des Konzerts war die als Multi-Instrumentalistin angekündigte (und den Augsburgern bereits vom letzten Jahr bekannte) Karolina Cicha mit ihrer Band zu Gast. Ihre Kompositionen verarbeiten die Musik ihrer multiethnischen Heimat in Ostpolen, einst Galizien, wo Polnisches mit  Jiddischem, Ukrainischem, Weißrussischem und vielem anderen zusammenkommt. Von Multi-Instrumentalismus war bei charismatischen der Band-Leaderin zwar nicht viel zu sehen – das dekorativ aufgestellte Akkordeon wurde nur gelegentlich mit der linken Hand genutzt, während die rechte das Keyboard bearbeitete – doch das machten die zwei weiteren (weiblichen!) Band-Mitglieder mehr als wett, die am E-Cello und am Schlagzeug den Gesang intensiv begleiteten.

Zum explosiven Klangerlebnis trug auch das Streicherensemble der Augsburger Philharmoniker bei, das von Tom Jahn präzise und schwungvoll geleitet wurde. Der „Riesenapplaus“, den die Moderatorin mehrfach einforderte, kam auch unaufgefordert von Herzen, auch wenn er nicht durch eine Zugabe belohnt werden konnte. Wieder mal ein bisschen Normalität im Kulturgenuss. Oder wenigstens ein Schritt in die Richtung.



Coronavirus in Augsburg: 580 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet zwei neue COVID-19-Fälle

Beide Neuinfektionen wurden bei Reiserückkehrenden festgestellt. Insgesamt wurden bisher 580 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 547 von 580 Personen sind genesen, 17 sind aktuell erkrankt, 16 Personen sind verstorben. In den vergangenen sieben Tagen wurden elf Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 3,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.