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Kommt ein Corona-Testzentrum nach Augsburg?

Der Augsburger Bundestagsabgeordnete bittet Staatsminister Florian Herrmann zu prüfen, ob neben München Hbf und Nürnberg Hbf auch am Augsburger Hbf ein Corona-Testzentrum möglich ist.

“Durch die Corona-Pandemie haben wir massive Einschnitte in unsere Wirtschaft und auch im gesellschaftlichen Zusammenleben hinnehmen müssen. Wir müssen unbedingt eine zweite Welle verhindern, die durch eine Vielzahl an Reiserückkehrern leider immer wahrscheinlicher wird. Die Corona-Test-Strategie der Bayerischen Staatsregierung ist richtig und wichtig. Die Testzentren am Flughafen München und an den Hauptbahnhöfen in Nürnberg und München begrüße ich sehr. – Meiner Meinung nach ist darüber hinausgehend ein weiteres Testzentrum am Augsburger Hauptbahnhof notwendig. Bezogen auf die Frequenz ist Augsburg der drittgrößte Bahnhof in Bayern und hat Verbindungen nach Österreich, der Schweiz und Frankreich.

Ullrich hat deshalb den Krisenkoordinator Staatsminister Herrmann gebeten, zu prüfen, inwieweit auch ein Corona-Testzentrum am Augsburger Hauptbahnhof eingerichtet werden kann.



Iran: Zweite Infektionswelle – bereits fast jeder dritte Iraner mit Corona infiziert

Schätzungen zufolge sollen sich bisher bis zu 25 Millionen Menschen im Iran mit dem Virus infiziert haben, wie der iranische Präsident Hassan Ruhani in einer Fernsehrede mitteilte. Damit hätten sich mehr als 30 Prozent der 80 Millionen Einwohner des Landes infiziert. Diese Zahl entstammt einem geschätzten Szenario eines Forschungsberichts des iranischen Gesundheitsministeriums und ist weitaus höher als die offizielle Anzahl der Infizierten von 301.500. 

Unterricht in Teheran – Foto: © DAZ

Bereits im Dezember soll es laut Berichten der New Yorker Fälle des Virus im Iran gegeben haben – die Ärzte beschwerten sich, dass in den folgenden Wochen, als die Anzahl der Infizierten bereits zunahm und erste Todesopfer forderte, keine Maßnahmen ergriffen wurden. Im Gegenteil: Krankenhausbeamten sagten ihren Mitarbeitern, sie müssten schweigen, Statistiken zu Infektionszahlen dürften nicht veröffentlich werden und die Mitarbeiter keine Masken oder Schutzkleidung tragen. Die Angst in der Gesellschaft sollte um jeden Preis verhindert werden, um die Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen am 21. Februar nicht zu gefährden. Zwei Tage vor den Wahlen wurden die ersten beiden offiziellen Todesopfer bekannt gegeben – bevor überhaupt Infektionen gemeldet worden waren. Die Krankenhäuser waren zu diesem Zeitpunkt bereits voll mit Corona-Infizierten, ebenso die Friedhöfe.  

Auch als die Epidemie in China im vollen Gange war, wurden die iranischen Medien von ihren Redakteuren dazu angehalten, die Nachrichten in den sozialen Medien nicht weiter zu verfolgen. Am 25. Februar teilt auch die iranische Regierung den Bürgern mit, dass die USA das Virus hochgespielt haben, um eine Wahlbeteiligung zu unterdrücken, und dass bestraft werden würde, wer Gerüchte über eine Pandemie verbreite. 

Anfang März wurden dann jedoch Maßnahmen ergriffen – Schulschließungen, Desinfektionsmaßnahmen in Straßen und öffentlichen Einrichtungen, das Absagen von kulturellen Veranstaltungen und die Empfehlung an die Bevölkerung, zuhause zu bleiben. Das Horten von Atemschutzmasken und anderen Vorräten wurde mit der Todesstrafe belegt. Ende März waren dann in der Hauptstadt Teheran nur noch Apotheken und Supermärkte geöffnet. Die Maßnahmen erzielten die gewünschte Wirkung – die Infektionskurve begann deutlich abzuflachen. 

Mina ist Englisch-Lehrerin in Teheran und erzählt, wie die Menschen aus Angst ungefähr zwei Monate lang freiwillig zuhause blieben. Bis es nicht mehr ging – sie mussten zum Arbeiten, um sich ihre Lebensmittel zu finanzieren. Auch sie verdient seit Monaten nur noch die Hälfte ihres normalen Gehalts. „Viele meiner Bekannten haben sich schon mit dem Virus infiziert. Und auch hier waren die Krankenhäuser bereits so überfüllt, dass Leute nicht mehr aufgenommen werden konnten.“

In den Monaten April und Mai begann das heute am stärksten von der Krise betroffene Land im Nahen Osten aufgrund der fallenden Infektionszahlen Restriktionen zu lockern. Shoppingzentren, Restaurants, Parks wurden wieder geöffnet und die Menschen begannen langsam zu einer Art Normalität zurückzukehren. Weniger als die Hälfte der Iraner hat sich im Juni noch an Abstandsregelungen und Isolation gehalten. Mit Folgen: Die Infektionszahlen begannen wieder rasant anzusteigen und die iranische Regierung gerät langsam unter Druck – einen erneuten Lockdown könne man sich infolge der durch US-Sanktionen angeschlagenen Wirtschaft nicht leisten.

Stattdessen wurde ein Tragen von Gesichtsmasken im öffentlichen Verkehr und überfüllten Orten Pflicht. Die neuen, hohen Infektionszahlen sollen jedoch durch vermehrtes Testen zustande gekommen sein, so die Regierung. 

Das Gesundheitsministerium steht den Lockerungen dennoch kritisch gegenüber. Besonders nachdem für Ende August große Menschenansammlungen bezüglich der religiösen „Aschura-Feiern“ erwartet werden, gibt es derzeit große Meinungsverschiedenheiten in der iranischen Regierung. 

 



DEL: Ein weiteres Talent für den AEV

Die Augsburger Panther haben sich die Dienste eines weiteren Offensivtalents gesichert. Von den ECDC Memmingen Indians wechselt der 21 Jahre junge Angreifer Samir Kharboutli in die Brechtstadt. Mit der Verpflichtung des Deutsch-Tschechen hat der Club der PENNY DEL nun bereits sechs U23-Spieler in seinem Kader für die Saison 2020-21.

Foto © Siegfried Kerpf

Samir Kharboutli, geboren in Chomutov, Tschechien, ist seit kurzem im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft. Des Eishockey wegen kam der 178 cm große und 83 kg schwere Linksschütze im Alter von 14 Jahren nach Deutschland. Über die Stationen Weißwasser und Chemnitz wechselte Kharboutli zur Saison 2016-17 in den Nachwuchs des ERC Ingolstadt, wo er 2018 auch die Saisonvorbereitung mit dem DEL-Team bestritt.

Hohe Punkteausbeuten in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) ermöglichten dem läuferisch hervorragend ausgebildeten Flügelstürmer zur Saison 2019-20 den Wechsel in den Seniorenbereich. Für die Memmingen Indians verbuchte Kharboutli als Importspieler in der Oberliga Süd in acht Partien zwölf Punkte, ehe ihn eine Verletzung lange Zeit stoppte und erst kurz vor Saisonende wieder ins Team zurückkehren ließ. Dennoch war er eine der absoluten Entdeckungen der Oberliga-Saison und ein Garant für den starken Saisonstart des Panther-Kooperationspartners Memmingen.

Panthercoach Tray Tuomie: „Im Rahmen unserer Kooperation war uns Samir Kharboutli schnell aufgefallen. Vor seiner Verletzung war er trotz seines jungen Alters ein dominierender Spieler in der Oberliga. Wir sind davon überzeugt, dass er noch viel besser werden kann und das Talent besitzt, mittelfristig auch in der DEL Fuß zu fassen. Auf diesem Weg wollen wir ihn unterstützen.“

„Ich bin sehr stolz und dankbar, dass ich nun der Organisation der Panther angehöre und meinem Traum, DEL-Spieler zu werden, wieder ein Stück nähergekommen bin. Der Wechsel nach Augsburg ist für mich eine große Karrierechance. Ich werde alles dafür geben, sie zu nutzen und mir einen Stammplatz im Team zu erarbeiten“, so der vierte Panther-Neuzugang.

Die medizinischen Untersuchungen bei den Mannschaftsärzten der Augsburger Panther hat Samir Kharboutli ohne Einschränkungen bestanden. Er wird für den DEL-Club mit der Rückennummer 18 auflaufen. 



Coronavirus in Augsburg: 564 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet einen neuen COVID-19-Fall

Insgesamt wurden bisher 564 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 512 von 564 Personen sind genesen, 36 sind aktuell erkrankt, 16 Personen sind verstorben. In den vergangenen sieben Tagen wurden 18 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 6,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den ergangenen sieben Tagen. Die nächste Fallmeldung folgt voraussichtlich am Montag, 3. August. Weitere Informationen unter www.augsburg.de/fallzahlen