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Freie Plätze in der Städtischen Kita Schwimmschulstraße

Anmeldungen für September sind noch möglich

Die neue städtische Kita Schwimmschulstraße 5 1⁄2 im Stadtjägerviertel hat für das kommende Kita- und Schuljahr noch freie Plätze für den Kindergarten und Hort. Bis September sind Anmeldungen möglich. Nach Rücksprache mit Einrichtungsleiterin Milada Rudzinski können auch aus anderen Stadtteilen Grundschulkinder vorgemerkt werden.



Stadt Augsburg stützt Kulturlandschaft in Corona-Krise

Die Stadt Augsburg unterstützt in der Corona-Krise auch die Kulturlandschaft. Dazu hat der Stadtrat beschlossen, Förderzwecke zu ändern, um das Geld weiterhin an die Empfängerinnen und Empfänger ausbezahlen zu können.

© DAZ

Ursprünglicher Förderzweck waren Kulturveranstaltungen, die jedoch ab Mitte März aufgrund des Infektionsgeschehens reihenweise abgesagt werden mussten. Auch Theater, Museen, Kultureinrichtungen und Livespielstätten wurden geschlossen. Damit konnten die Zuschussempfänger die Durchführbarkeit von Veranstaltungen als Förderzweck nicht einhalten. Um der Verunsicherung von Kulturschaffenden zu begegnen, möglicherweise sogar bereits ausbezahlte Zuschüsse zurückzahlen zu müssen, hat die Stadt Augsburg jetzt den Förderzweck geändert. Sie orientiert sich dabei am Vorgehen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst für die Zuschüsse des Freistaates.

Die Stadt Augsburg wird alle Zuschussempfänger per Brief über die neuen Regularien informieren und zu individuellen Beratungsterminen einladen.

„Kulturschaffenden Sicherheit geben“

„Mir ist wichtig, den Kulturschaffenden Sicherheit zu geben und mit den Zuschüssen unsere Kulturlandschaft zu erhalten. Eine Existenzgefährdung geförderter Einrichtungen muss unbedingt vermieden werden. Deshalb ist es gut, dass mit dieser Lösung Zuschüsse unabhängig von der Durchführbarkeit von Veranstaltungen ausbezahlt werden können“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber, die interimsweise das Kulturressort übernommen hat und darauf Wert legt, dass die örtliche Kulturpflege in Art. 83 der Bayerischen Verfassung verankert und ein hohes Gut sei. „Gerade in diesen Krisenzeiten zeigt sich deutlich, welchen wesentlichen Beitrag die Kultur in unserer Gesellschaft leistet. Dass wir den Förderzweck ändern, schafft die Voraussetzungen dafür, dass das vielfältige kulturelle Angebot in Augsburg auch nach dieser Krise weiterbesteht.“



Coronakrise: Tschamp geht Online

Das Ferienprogramm der Stadt Augsburg gibt es jetzt auch digital

Tschamp sorgt auch online für bunte Momente – Bildquelle: Stadt Augsburg

Aufgrund der Corona-Pandemie kann das städtischen Ferienprogramm Tschamp nicht wie gewohnt stattfinden. Aus diesem Grund hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie (AKJF) mit Tschamp Online eine digitale Aktion gestartet. Sie erlaubt, dass die regionalen Anbieterinnen und Anbieter des Tschamp-Ferienprogramms auch weiterhin aktiv die Ferienzeit mitgestalten können. Mit Tschamp Online kommt das Programm zu den Kindern und Jugendlichen nach Hause.

Selbst gestaltete Videos, Mal- und Bastelvorlagen

Bereits für die Pfingstferien bietet Tschamp Online statt einem regulären Ferienprogramm digitale Angebote, die zum Bewegen, Basteln, Spielen und Mitmachen einladen. Neben einer bunten Auswahl an selbst gestalteten Videos, die ab heute jeden Tag in Teilen auf www.tschamp.de freigeschaltet werden, sowie Mal- und Bastelvorlagen, gibt es auch eine Linkliste als Wegweiser zu kinderfreundlicher Unterhaltung im Internet aus vielen Bereichen. Auf diese Weise sorgt Tschamp Online bei Augsburger Kindern und Jugendlichen auch weiterhin für Spaß und jede Menge Abwechslung.

Kontakt für Rückfragen: Tschamp Team Tel.: 0821 324 2976 / 0821 324 2958 E-Mail: tschamp@augsburg.de



Stadtbücherei ab Juni auch wieder am Samstag geöffnet – Corona-Regelungen gelten weiterhin

Ab Juni hat die Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz auch samstags wieder zu den gewohnten Zeiten von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Es gelten auch an diesem Tag die Corona-Regelungen der Stadtbücherei, u.a. ist eine Mund-Nasen-bedeckung erforderlich, die Verweildauer ist auf ein Minimum zu beschränken.



Coronavirus in Augsburg: 401 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet zwei neue COVID-19-Fälle.

Insgesamt wurden bisher 401 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 371 von 401 Personen sind genesen. In den vergangenen sieben Tagen wurden sechs Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht 2,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das bedeutet im Vergleich zu Vorwoche einen leichten Anstieg.

Insgesamt wurden in Deutschland 181.815 laborbestätigte COVID-19-Fälle an das RKI übermittelt, darunter 8.511 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen. Bezogen auf die Einwohnerzahl (Fälle pro 100.000 Einwohner) wurden die höchsten Inzidenzen aus Bayern (359), Baden-Württemberg (314), Hamburg (276) und dem Saarland (275) übermittelt. Die meisten COVID-19-Fälle (67%) sind zwischen 15 und 59 Jahre alt. Insgesamt sind Frauen (52%) und Männer (48%) annähernd gleich häufig betroffen. Unter den Todesfällen sind jedoch etwas mehr Männer (55%) als Frauen (45%) betroffen. 86% der Todesfälle und 19% aller Fälle sind 70 Jahre oder älter.

COVID-19-bedingte Ausbrüche in Alters- und Pflegeeinrichtungen sowie in Krankenhäusern werden weiterhin berichtet. Darüber hinaus berichten verschiedene Bundesländer COVID-19-Ausbrüche u.a. in Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete oder in fleischverarbeitenden Betrieben.



Augsburger Museenlandschaft: Erfreuliche Bilanz nach Wiedereröffnung

Das Besucheraufkommen bei den städtischen Kunstsammlungen und Museen zeigt steigende Tendenz

© Bea Breunig

Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg blicken positiv auf die ersten beiden Wochen nach der Wiedereröffnung der Museen am 12. Mai. Bedingt durch die Maßnahmen des Hygienekonzepts sind die Besucherzahlen zunächst nur langsam wieder angestiegen. Bislang konnten über 1.700 Besucherinnen und Besucher gezählt werden – Tendenz steigend.

Möglich wurde dies aufgrund einer flexiblen Zusammenarbeit hauseigener wie anderer städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis zum 1. Juni unterstützt etwa das Sport- und Bäderamt das Aufsichtenteam der Kunstsammlungen mit zehn Kolleginnen und Kollegen, um den vermehrten Bedarf zu decken. Unterstützt haben die Kunstsammlungen und Museen auch eine Reihe von Sponsoren – darunter die Spardabank, die Stadtwerke Augsburg und die Stadtsparkasse Augsburg.



Coronavirus in New York: Wie Verharmlosung von COVID-19 den Zusammenbruch des Gesundheitssystems auslöste

Über 100.000 Todesfälle und fast zwei Millionen Infizierte – die Vereinigten Staaten sind weltweit am stärksten von der Pandemie betroffen. Fast ein Viertel der Infizierten und Todesfälle hat dabei allein der Bundesstaat New York zu beklagen – laut einer Antikörperstudie ist bereits ein Viertel der Einwohner infiziert. Warum es die Region so hart getroffen hat und was dies nun für Folgen für die Einwohner hat.

Von Annika Kögel

New York City Foto © Hanne Klein

Fast 400.000 Infizierte und 24.000 Todesfälle in New York – das sind dreimal so viele Tote wie in ganz Deutschland. Die Stadt hat mit einem solchen Ausmaß nicht gerechnet und war damit beim Ausbruch der Pandemie überfordert. Zeitweise musste die Stadt Kühllaster mieten, da sie die vielen Leichen nicht mehr unterbringen konnte. In den Kliniken fehlte es an Schutzausrüstung, Ärzte, Sanitäter und Pflegepersonal mussten tagelang die gleiche Maske benutzen, weshalb sich viele infizierten. Am 28. März war das 911-Notrufsystem der Stadt am zusammenbrechen und Rettungskräfte mussten entscheiden, welche Fälle priorisiert behandelt werden, und welche überhaupt keine Behandlung erhalten konnten. Auch die Kliniken mussten Patienten wieder nach Hause schicken, die normalerweise aufgenommen worden wären. Wie konnte es so weit kommen?

New York City verzeichnet 10.000 Menschen pro Quadratkilometer – und ist damit am dichtesten besiedelt in ganz Nordamerika. „Social distancing“ ist hier generell schwer durchzuführen. Auch zählt die Stadt als internationaler Knotenpunkt – unzählige Personen aus Ländern, in denen das Virus bereits grassierte, reisten hier täglich ein und aus. Als New York Anfang März seinen ersten Fall registrierte, hatte sich das Virus wohl schon wochenlang unbemerkt in der Stadt ausgebreitet, wie Wissenschaftler im Nachhinein festgestellt haben. Aufgrund von mangelnden Tests ist dies vorerst niemandem aufgefallen und Ärzte bemerkten im Januar und Februar nur ungewöhnlich hohe Zahlen an Patienten mit Lungenentzündungen, denen aber noch keine COVID-19-Diagnose zugeordnet werden konnte.

Auch die für Maßnahmen zuständige Regierung des Bundesstaates unter Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo haben viel zu spät reagiert: Als die Menschen Ende März angewiesen wurden, zuhause zu bleiben, war das Gesundheitssystem den hohen Zahlen an Infizierten bereits nicht mehr gewachsen. 

Am 2. März twitterte Bill de Blasio noch, dass die Menschen das Virus ignorieren sollen und in die Stadt gehen sollen. Auch der New Yorker Gesundheitskommissar sagte auf einer Pressekonferenz am 3. März, er ermutige die Menschen, ihrem Alltag nachzugehen. In den Tagen darauf bezeichneten die Behörden das Virus als „durch Angst verursacht“ und versicherten der Bevölkerung, dass das Gesundheitssystem die Lage unter Kontrolle hat. Es gebe keinen Grund, nicht mit Erkrankten zusammen in der U-Bahn zu sitzen, und ohne Symptome müsse auch niemand unter Quarantäne gestellt werden. Schätzungen zufolge waren zu diesem Zeitpunkt schon 10.000 New Yorker unwissentlich infiziert. Als dann Mitte März die New Yorker Schulen geschlossen wurden und am 20. März auch die Unternehmen, rief Bürgermeister de Blasio noch dazu auf, noch einmal seine Lieblingsbar zu besuchen, während er ins Fitnessstudio ging.

Jesse Rosas, der ein Bauunternehmen in New York betreibt, erzählt, dass viele Leute nicht auf die Maßnahmen hören – besonders in den ärmeren Regionen der Stadt. Dies könnte wohl auch am schlechten Vorbild der Regierung liegen. „Die Menschen geben der Regierung die Schuld“. 

Die Ausbreitung des Virus ist sehr von den sozialen Unterschieden in der Stadt geprägt – so trifft es wie überall auf der Welt die Armen heftiger. Auch kommen Menschen oft zu spät ins Krankenhaus, weil sie illegale Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung und ohne Versicherung sind. Diese Menschen leben hauptsächlich in dem besonders betroffenen Gebiet der Bronx in New York City – hier gab es teilweise 200 Infizierte in einem Häuserstockwerk. Abstandsregelungen einzuhalten ist nicht möglich, weil viele Menschen in engen Räumen leben. Laut Gesundheitsminister Alex Azar sei die amerikanische Bevölkerung sehr divers, und die afroamerikanische Bevölkerung sei besonders gefährdet, weil signifikante Gesundheitsschäden vorliegen. Medizinische Vorbedingungen, die sich bei einer Erkrankung mit dem Virus dramatisch auswirken. 

Währenddessen empfiehlt Präsident Donald Trump die prophylaktische Einnahme einer Kombination aus Malariamedikamenten, die er selbst einnehme, und gibt die Schuld für die missliche Lage in den USA der Vorgängerregierung unter Barack Obama, einem Missmanagement der Weltgesundheitsorganisation WHO und China, wo das Virus seinen Ursprung hat. China droht er mittlerweile, die Beziehungen abzubrechen und der WHO hat er mit dem Ausstieg der USA bereits den Rücken zugekehrt. Die „Vertuschung“ des Virus führte seiner Meinung nach dazu, dass es sich in der ganzen Welt verteilen konnte. Auch beschuldigt er China, das Virus im Labor gezüchtet zu haben. Eine Leuchttafel am New Yorker Times Square zeigt nun die Zahl der Corona-Toten an, für die US-Bundespräsident Donald Trump verantwortlich sein soll – Annahmen zufolge 60 Prozent der Todesopfer.

Foto: © Jesse Rosas

Dennoch schickte die Regierung in Washington ein Krankenhausschiff nach New York, um die Kliniken zu entlasten. Ebenso wurden viele Feldkrankenhäuser in Parks errichtet und die Tests stark hochgefahren. Die hohe Anzahl an Infizierten zeige an, dass die USA viel getestet habe, so Trump.

Heute verzeichnet die USA 40 Millionen Arbeitslose – die Arbeitslosenquote ist noch nie so hoch gewesen. Trump drängt die Gouverneure darauf, weiter Lockerungen durchzuführen, um die Wirtschaft aufzubessern. In New York konnte dies in neun Regionen bereits realisiert werden, in New York City selbst steht die Lockerung am 8. Juni an – ein Teil der Wirtschaft soll wieder hochgefahren werden, wenn die nötigen Bedingungen wie genügend Krankenhausbetten, ausreichende Tests und rückläufige Zahlen der Neuinfektionen es zulassen. 

Jesse Rosas berichtet, dass die letzten drei Wochenenden bereits wieder im Central Park Sport getrieben wurde –  als wäre nichts passiert.  

Falls es eine zweite Infektionswelle geben sollte, soll nicht wieder auf strenge Maßnahmen zurückgegriffen werden, um die Infektionen einzudämmen: „Um die Gesundheit unserer Bevölkerung zu schützen, brauchen wir eine funktionierende Wirtschaft“, so Donald Trump.