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Großbaustelle im Zuge der Generalsanierung: Olympiapark am Eiskanal wird gesperrt

Stadt sperrt Olympiagelände am Eiskanal vom 20. Mai bis voraussichtlich Frühjahr 2022

Foto © DAZ

Im Zuge der Generalsanierung des Olympiaparks am Eiskanal wird das Areal ab Mittwoch, 20. Mai, für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Sperrung der Großbaustelle erfolgt im Süden ab Zugang zum Hochablass und im Norden ab Höhe Kegelzentrum.

Die Zufahrtsstraße „Am Eiskanal“ ist ab Kreuzung Friedberger Str. als Sackgasse ausgewiesen. Am Kegelzentrum besteht keine Park- oder Wendemöglichkeit. Für Fußgänger und Radfahrer ist eine Umleitung über die Spickelstraße (Kegelzentrum-Historisches Wasserwerk-Hochablass) eingerichtet. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis zum Frühjahr 2022.



Augsburger Kulturförderung: Kunst trotz(t) Corona

Das Augsburger Kulturamt legt besonderen Schwerpunkt auf Projekte, die in Corona-Zeiten das Erleben von Kultur möglich machen

Motto einer vergangenen lange Kunstnacht © Stadt Augsburg/ Leonie Pichler

Die Kulturprojektförderung des Kulturamts der Stadt Augsburg legt in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf Konzepte, die sich mit den geänderten Rahmenbedingungen für die Rezeption von Kunst und Kultur während der Corona-Krise auseinandersetzen und kreative Perspektiven aufzeigen.

OB Eva Weber: Die Corona-Krise erfordert ein Umdenken

Wie Oberbürgermeisterin Eva Weber ausführt, habe sich im Frühjahr 2020 für die Kunst- und Kulturszene alles verändert:„Kinos und Theater wurden geschlossen, Konzerte abgesagt, Projekte auf Eis gelegt. In vielen Bereichen trennt die Corona- Pandemie Kulturschaffende und ihr Publikum, das erfordert ein Umdenken. Deshalb sind neue Ideen, Strukturen und Kanäle für die analoge und digitale Verbreitung von Kunst und Kultur gefragt. Auf diese Weise können zum Beispiel originelle Konzertformate entstehen, die alle gebotenen Abstandsregeln berücksichtigen, aber auch Streaming-Angebote im Internet oder Kunstaktionen im öffentlichen Raum“, so die Oberbürgermeisterin.

Corona-taugliche Projektvorhaben

Kulturelle Vereine, Gruppen, Initiativen sowie Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler mit Sitz oder Wohnort Augsburg sind aufgerufen, Projektvorhaben einzureichen, deren Realisierung unter Einhaltung aktueller Kontaktregeln möglich ist. „Es werden daher bevorzugt neue Projekte gefördert, die mehrere Künstler, Künstlerinnen oder Ensembles miteinbeziehen und Zugang zu neuen Formen des öffentlichen Kulturlebens und Kulturerlebens für ein breit gefächertes Publikum in der Stadt Augsburg schaffen“, so Kulturamtsleiterin Elke Seidel. Sie weist darauf hin, dass das Kulturamt auch in der Konzeptionsphase gerne in Bezug auf die Realisierbarkeit der angedachten Projekte berät. Die Genehmigungsfähigkeit durch die Ordnungsbehörde entsprechend der geltenden Auflagen wird vorausgesetzt. Um baldmöglichst neue Formate zu ermöglichen, wird die Förderung nach dem Windhund-Prinzip und der Konzeptqualität vergeben.

Anstelle von Großveranstaltungen neue Förderprojekte

Möglich wird die Förderung aufgrund der Absage von Großveranstaltungen bis zum 31. August. Davon ist unter anderem auch das Festival der Kulturen betroffen, das in diesem Jahr nicht in seiner gewohnten Form stattfinden kann.

Ansprechpartner für die Projektförderung ist das Kulturamt der Stadt Augsburg, Förderungen: Andrea Müller und Julia Lange Telefon: 0821 324 3251, kulturamt@augsburg.de. Unter www.augsburg.de/kulturfoerderung finden sich Förderanträge und detaillierte Förderrichtlinien.



Augsburger Stadtrat formiert sich

Am vergangenen Donnerstag wurden im Augsburger Stadtrat die Fachausschüsse besetzt.

Kulturausschuss der vergangenen Stadtratsperiode © DAZ

Seit vergangenen Donnerstag steht fest, wer die Ausschüsse besetzt: Die CSU erhält fünf Ausschusssitze, die Grünen drei, die Soziale Fraktion (SPD/Linke) zwei, die Bürgerliche Mitte (FW/FDP) einen, die AfD einen. Damit sind 12 von 13 Ausschusssitze verteilt. Unter den sieben Einzelstädträten Lisa McQueen, Bruno Marcon, Roland Wegner, Peter Grab, Christian Pettinger, Raphael Brandmiller und Margarete Heinrich wurde der jeweils 13. Sitz verlost. Neu ist, dass die OB die Ausschussvorsitzenden bestimmen kann. Früher wurden diese vom Stadtrat gewählt. Eva Weber betonte aber in der Stadtsratspressekonferenz, dass sie sich Vorschläge hat machen lassen und es auch gern sieht, wenn Ausschüsse von Stadträten der Opposition geleitet werden. Aktuell sind die Vorsitze noch nicht berufen, weil die SPD noch verhandelt, da die Genossen um den Vorsitz im Sozialausschuss feilschen.

Die wichtigsten Ausschüsse der Stadt Augsburg:

Kulturausschuss:

Bernd Kränzle,  Benedikt Lika, Matthias Fink, Andreas Jäckel, Claudia Haselmeier (alle CSU) – Dr. Pia Haertinger, Prof. Dr. Kerstin Kipp, Verena von Mutius-Bartholy (alle Bündnis 90/Die Grünen) – Sieglinde Wisniewski (SPD) Christine Wilholm (Die Linke) – Peter Hummel (Freie Wähler) – Dr. Friedrich Baur (AfD) – Peter Grab (WSA). – Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Mutius-Bartholy (Grüne).

Finanzausschuss:

Ruth Hintersberger, Ralf Schönauer, Bernd Kränzle, Leo Dietz, Claudia Haselmeier (alle CSU) – Christine Kamm, Verena von Mutius-Bartholy, Franziska Wörz (alle Grüne) – Dr. Florian Freund, Dr. Stefan Kiefer (beide SPD) – Lars Vollmar (FDP) – Dr. Friedrich Baur (AfD) – Margarete Heinrich (parteilos). Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Tatjana Dörfler (SPD).

Bauausschuss:

Peter Uhl, Leo Dietz, Josef Hummel, Rolf Rieblinger, Astrid Gabler (alle CSU) – Dr. Deniz Anan, Christine Kamm, Verena von Mutius Bartholy (alle Grüne) – Dr. Florian Freund, Gregor Lang (beide SPD) – Beate Schabert-Zeidler (PA) – Markus Striedl (AfD) – Margarete Heinrich (parteilos). Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Vanessa Scherb-Böttcher (CSU).

Umweltausschuss:

Peter Uhl, Peter Schwab, Sabine Slawik, Dr. Hella Gerber, Horst Hinterbrandner (alle CSU) – Sabrina Koch, Peter Rauscher, Dr. Stefan Wagner (alle Grüne) – Anna Rasehorn (SPD) – Christian Pettinger – Lars Vollmar (FDP) – Raimond Scheirich (AfD) – Bruno Marcon (AiB). Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Josef Hummel (CSU).

Wirtschaftsförderungsausschuss:

Peter Uhl, Peter Schwab, Thomas Lidel, Rolf Rieblinger, (alle CSU) – Margarete Heinrich (parteilos) – Dr. Deniz Anan Matthias Lorentzen (beide Grüne) – Raphael Brandmiller (G. A.) –  Dirk Wurm, Tatjana Dörfler (beide SPD) – Regina Stuber-Schneider (FW) – Andreas  Jurca (AfD), Lisa Mc Queen (Die Partei). Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Matthias Fink.

Bildungsausschuss:

Ruth Hintersberger, Sabine Slawik, Dr. Hella Gerber, Astrid Gabler, Bernd Zitzelsberger (alle CSU) – Serdar Akin, Marie Rechthaler, Franziska Wörz (alle Grüne) – Tatjana Dörfler (SPD) – Frederik Hintermayr (Linke) – Regina Stuber-Schneider (FW) – Andreas Jurca (AfD) – Bruno Marcon (AiB). Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Bürgermeisterin Martina Wild (Grüne).

Sozialausschuss:

Ruth Hintersberger, Benedikt Lika, Sabine Slawik, Max Weinkamm, Thomas Lidel (alle CSU) – Dr. Pia Haertinger, Melanie Hippke, Dr. Stefan Wagner (alle Grüne)- Anna Rasehorn, Jutta Fiener (beide SPD) – Beate Schabert-Zeidler (PA) –  Andreas Jurca (AfD) – Peter Grab (WSA). Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Dr. Pia Haertinger (Grüne).

Allgemeiner Ausschuss (Ordnungsausschuss): 

Peter Uhl, Leo Dietz, Peter Schwab, Bernd Zitzelsberger, Horst Hinterbrandner (alle CSU) – Prof. Dr. Kerstin Kipp, Dr. Pia Haertinger, Marie Rechthaler, Dr. Stefan Wagner (alle Grüne) – Frederik Hintermayr (Linke) – Sieglinde Wisniewski (SPD) – Beate Schabert-Zeidler (PA) – Dr. Friedrich Baur (AfD). Vorgeschlagen für den Ausschussvorsitz ist Beate Schabert-Zeidler (PA).

Erklärung: Im Ordnungsausschuss sitzen vier Grüne Stadräte, weil Raphael Brandmiller (Gen. Aux) den ihm zugelosten Ausschusssitz an die Grünen abtrat, die dafür für Brandmiller einen Sitz im Wirtschaftsförderungsausschuss freimachten.


Um dem Stadtrat die Arbeit zu erleichtern, gibt es Fachausschüsse für bestimmte Themenbereiche. In den jeweiligen Ausschüssen sitzen nicht alle Stadtratsmitglieder, sondern Vertreter unterschiedlicher Fraktionen im Verhältnis zu deren Fraktionsstärken. Bevor der Stadtrat über einen Antrag entscheidet, berät meist ein Ausschuss darüber und gibt dem Stadtrat eine Beschlussempfehlung. Bei kleineren Projekten, wie zum Beispiel der Erschließung des Fünffingerlesturms, muss der Beschluss dem Stadtrat nicht vorgelegt werden, wenn er einstimmig getroffen wurde. Einstimmig “beschlossene” Projekte, die eine bestimmte Budgetgröße übersteigen, werden im Stadtrat oft via Sammelabstimmung “durchgewinkt”.  Zu den Ausschüssen der Stadt Augsburg.

Neu ist nach Gemeindeordnung, dass in Augsburg jeder Ausschuss 14 Mitglieder hat, also 13 Stadträte + Oberbürgermeisterin. OB Eva Weber lässt sich in den meisten Ausschüssen durch einen Ausschussvorsitzenden vertreten, der auch Stimmrecht hat. Falls es sich dabei um eine Person handeln sollte, die bereits im Ausschuss sitzt, dann rückt für diese Person der gemeldete Nachrücker nach. Augsburgs OB könnte demnach jeden Ausschuss mit einem weiteren von ihr bestimmten Ausschussmitglied erweitern, doch Weber will das nicht selbst ausschließlich bestimmen, sondern wartet aktuell Vorschläge ab, um diese dann anzunehmen – oder abzulehnen. In Frage kommen nur gewählte Stadträte oder Bürgermeister. Die Oberbürgermeisterin hat auch das Recht, einen Ausschussvorsitzenden während der Stadtratsperiode abzuberufen, um einen neuen zu benennen. Ein Referent darf nach Gemeindeordnung einem Ausschuss nicht vorsitzen.