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Corona-Liga: Heiko Herrlich suspendiert sich selbst

FCA-Trainer Herrlich verstößt gegen Quarantäne-Regeln und fällt vorläufig aus dem Bundesliga-Spielbetrieb, der am Samstag starten soll.

Auf der heutigen Pressekonferenz des FC Augsburg vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) hat Trainer Heiko Herrlich berichtet, dass er das Mannschaftshotel kurzzeitig verlassen hat. Damit hat er gegen die Quarantäne-Regeln des Hygiene-Konzepts verstoßen, das die Deutsche Fußball-Liga durch die Task-Force erarbeitet hatte, um den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können.

„Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich das Hotel verlassen habe. Auch wenn ich mich sowohl beim Verlassen des Hotels als auch sonst immer an alle Hygienemaßnahmen gehalten habe, kann ich dies nicht ungeschehen machen. Ich bin in dieser Situation meiner Vorbildfunktion gegenüber meiner Mannschaft und der Öffentlichkeit nicht gerecht geworden“, bedauert Heiko Herrlich. „Ich werde daher konsequent sein und zu meinem Fehler stehen. Ich werde aufgrund dieses Fehlverhaltens das Training morgen nicht leiten und die Mannschaft auch nicht am Samstag im Spiel gegen Wolfsburg betreuen.“

In den nächsten Tagen werden weitere Corona-Tests durchgeführt. Nach zwei negativen Testergebnissen wird Heiko Herrlich die Trainingsarbeit beim FC Augsburg wieder aufnehmen.



SPD/Die Linke – die soziale Fraktion: “Beschämende Szenen auf dem Rathausplatz”

Die Fraktion „SPD/Die Linke – die soziale Fraktion“ lehnt jede Ansicht der Verschwörungstheoretiker, Nationalist*innen, Antisemiten und Reichsbürger ab, die die Corona-Pandemie nutzen, um sogenannte „Fake-News“ und ihr Gedankengut digital und analog zu verbreiten. 

Samstagsdemo: Beschämende Szenen auf dem Rathausplatz – Foto: privat

Versammlungsfreiheit und die Möglichkeit der öffentlichen Meinungsäußerung sind elementare Bestandteile unserer Demokratie. Die Szenen, die sich aber am vergangenen Samstag auf dem Rathausplatz abgespielt haben, sind beschämend.

Es haben sich deutlich mehr als 500 Menschen auf dem Rathausplatz versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu demonstrieren. Sie missachteten die vorgeschriebenen Abstandsregelungen bewusst. „Es ist inakzeptabel, dass bei Demonstrationen bzw. Kundgebungen durch die fehlende physische Distanz und das Nicht-Bedecken von Mund und Nase jede positive Entwicklung des Infektionsgeschehens konterkariert und weitere Lockerungen eher gefährdet als ermöglicht werden“, so Anna Rasehorn.

„Nicht zuletzt würdigt es auch die Bemühungen der Ärzt*innen, des Pflege- und medizinischen Personals herab, die seit Wochen unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit pflegen, behandeln und Leben retten“, so Frederik Hintermayr,  stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Zwar sei es „ein notwendiges Zeichen für Meinungsfreiheit, dass öffentliche Kundgebungen – auch diese – wieder erlaubt sind, nachdem zuletzt bundesweit etwa Kundgebungen für die Aufnahme von Geflüchteten nicht genehmigt wurden. Die Teilnehmer*innen von Samstag sind es jedoch, die mit ihrem Verhalten Diskussionen über Versammlungsverbote überhaupt erst wieder in Gang bringen“, so Hintermayr weiter.



Coronakrise: Naturmuseum öffnet wieder

Ab Dienstag, den 19. Mai öffnet das Naturmuseum Augsburg mit Einschränkungen zur Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen wieder.  Alle Ausstellungsbereiche sind dann wieder zugänglich, außerdem wird die Sonderausstellung „Ganz schön giftig! – Teil 1: Reptilien“ bis zum 27. September verlängert.

Foto: Naturmuseum Augsburg © R. Jäckel

Die Besichtigung des Museums ist vorerst maximal 60 Personen zur selben Zeit gestattet. Um Wartezeiten zu vermeiden empfiehlt das Museumsteam daher, sich vorab telefonisch unter 0821 324-6740 über die Besuchssituation zu informieren. Führungen können aufgrund von Abstandsregelungen und Maskenpflicht derzeit noch nicht wieder angeboten werden, außerdem werden Kontakte im Museum durch einen Einbahn-Rundgang reduziert. Das Museum weist auf die Maskenpflicht hin, weiter muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und auf Essen und Trinken verzichtet werden. Desinfektionsmittel stehen im Eingangsbereich zur Verfügung. Hinweis: Es ist nur Barzahlung möglich. (kög)

Zeit: dienstags bis sonntags von 10-17 Uhr. Ort: Ludwigstr. 14 / Ecke Grottenau



Stadtrat: Kommt Kurzarbeit für städtische Angestellte?

Der Stadtrat Augsburg beschäftigte sich heute mit einer Beschlussvorlage zur Kurzarbeit. Es regt sich Widerstand in der Opposition. 

Augsburger Stadtrat © Lina Mann

In der heutigen Stadtratssitzung steht eine Beschlussvorlage zur Kurzarbeit auf der Agenda. Die Verwaltung soll beauftragt werden, Kurzarbeit für Mitarbeiter der Stadt Augsburg zu ermöglichen.

Außerdem soll eine Programmlizenz zur Eingabe und Abrechnung von Kurzarbeit erworben werden. Begründet wird dies damit, dass die öffentlichen Dienstleistungen aufgrund der Corona-Krise eingeschränkt oder vorübergehend geschlossen wurden und wirtschaftlicher Schaden des Arbeitgebers vermieden werden soll.

Die “SPD/DIE LINKE – soziale Fraktion” wird der Beschlussvorlage nicht zustimmen. „Anstatt  aufgrund der Corona-Pandemie Beschäftigte in Kurzarbeit zu schicken, sollte das Personal in den Ämtern eingesetzt werden, wo es brennt“ so Fraktionsvorsitzender Dr. Florian Freud. So soll durch die Lockerungen beispielsweise im Gesundheitsamt ein gesteigertes Arbeitsvolumen entstehen. Die Kurzarbeit bedeute außerdem eine erhebliche Arbeits- und Kostenbelastung im Personalamt. (kög)