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Lokalpolitik

Stadtrat: Hauptamt und Regierung von Schwaben genehmigen zwei Fraktionsanträge

Die SPD und Die Linke dürfen sich in Zukunft “SPD/Linke Soziale Fraktion” nennen. Die FW, FDP und PA heißen in Zukunft “Fraktion Bürgerliche Mitte”. Diese Beschlüsse wurden den Parteien gestern zugesandt. Interessanterweise dürfen die beiden Parteinamen in der neuen SPD/Linke Fraktion angeführt werden. 

Sitzungsort des Augsburger Stadtrats © DAZ

Das Hauptamt prüfte, ob die beiden Parteien genügend Schnittmengen hatten und dort, wo es Differenzen gab, Kompromisse gefunden wurden, was offensichtlich der Fall war. Bei der Bildung einer neuen Fraktion gilt die Annahme, dass sich die beiden Partner möglicherweise von ihrem alten Wählerklientel abwenden und einem neuen zuwenden. Deshalb muss in Zukunft auch stets die Fraktionsbildung in einem neuen Namen abgebildet sein. Der Fraktionsvorstand ist bereits seit Dienstag gewählt: Erster Fraktionsvorsitzender ist Florian Freund, Stellvertreter sind Dirk Wurm, Frederik Hintermayr, Jutta Fiener. Schatzmeisterin ist Anna Rasehorn.

Es mache Sinn, so Florian Freund, wenn sich die Grünen Richtung CSU orientieren, dass sich die sozialorientierten Parteien nicht mehr gegenseitig die Welt erklären müssten und eine klare Kante in der Opposition zu bilden hätten. Ganz ohne Reibungsverluste ging das neue linke Oppositionsbündnis allerdings nicht über die Bühne. Nach Informationen der DAZ wurde bei den Linken darüber intensiv gestritten, bei der SPD war damit sogar ein prominenter Parteiaustritt einer Stadträtin (M. Heinrich) verbunden.

Den zweiten Fraktionsantrag haben die Freien Wähler, Pro Augsburg und die FDP gestellt. Auch dieser Antrag wurde nach ausführlicher Prüfung genehmigt. Im Gegensatz zu den Linken und der SPD darf die Dreiergruppe die Parteinamen nicht übernehmen. Streng genommen gibt es somit nur noch die “Fraktion Bürgerliche Mitte”. Weder die Kürzel FDP, FW oder PA dürfen in diese Namensnennung einfließen. Ob diese juristische Vorgabe im politischen Alltag bestand haben wird, darf bezweifelt werden. Erster Fraktionsvorsitzender wird Hans Wengenmeir (FW) sein. Die Fraktion beschloss, die Fraktionsvorsitzenden alle 14 Monate zu wechseln.

Nun muss der Stadtrat am kommenden Montag den Anträgen zustimmen. Eine Ablehnung gilt als unwahrscheinlich.



Stadtregierung: Bündnispartner unterzeichnen Koalitionsvertrag

Oberbürgermeisterin in spe Eva Weber (CSU) und Vertreter der neuen Rathauskoalition CSU/Grüne haben am gestrigen Mittwoch ihren 44-seitigen Koalitionsvertrag unterzeichnet.

Fotoquelle: Homepage der Augsburger Grünen

Aufgrund der nicht absehbaren Folgen der Corona-Krise seien Vorbehalte zu berücksichtigen, wie Weber hervorhob: “Klimaschutz, Mobilität, Augsburg als Wirtschaftsstandort – diese Themen dürfen nicht hinten runterfallen, aber es ist offen, was in welcher Form möglich ist.”

Den  Koalitionsvertrag findet man hier zum Download.



Coronakrise: Staatstheater streamt

Mit der dritten Folge von »ananas@home« bietet das Staatstheater Augsburg am Samstag, den 2.5.20 um 20:15 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Künstler*innen im Live-Stream an. Moderiert wird die Sendung dieses Mal von Schauspieler Julius Kuhn. Im Nachhinein nicht mehr aufrufbar, ist auch diese Episode so einmalig wie es eigentlich nur ein Theaterabend sein kann.

Extra für das Publikum zu Hause haben sind die Theaterpädagoginnen Nicoletta Kindermann und Imme Heiligendorff eine Theateraktion zum Mitmachen ausgedacht, nämlich den »Theatersturm im Wohnzimmer«, den jede*r selbst mit Topfdeckel, Kochlöffel, Taschenlampe & Co. entfachen kann. Mit Sally du Randt sitzt ein Liebling des Opern-Publikums auf dem Wohnzimmer-Sofa und stellt sich gemeinsam mit Sänger-Kollege Erik Völker den kniffligen Quiz-Fragen des Schauspiel-Ensembles bei »Keine Ahnung – Das SpartenQuiz«. Auch die Reihe »Das Staatstheater empfiehlt« wird mit aktuellen Lese-Empfehlungen fortgeführt. Abgerundet wird der Abend von Gast-Regisseurin Gianna Formicone, deren Corona-Texte »jetzt.zusammen.allein« präsentiert werden.

Alle Infos zum Programm, die Besetzung des Abends und eine Liste der für das Mitmach-Theater vorzubereitenden »Requisiten« gibt es unter:

https://staatstheater-augsburg.de/ananas_at_home

»ananas@home« Sa 2.5.20 20:15 Uhr

live auf www.staatstheater-augsburg.de

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Das Format »ananas@home« ist in den »Club & Kultur Stream Augsburg« integriert, eine Initiative der Club & Kulturkommission Augsburg e.V. mit Unterstützung der Stadt Augsburg und des Staatstheater Augsburg. Damit wird das vielseitige Kulturprogramm aus Augsburg ins Netz und zum Publikum nach Hause gebracht.

 



Coronavirus in Augsburg: 381 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet einen weiteren COVID-19-Fall.

Insgesamt wurden somit 381 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 295 von 381 Personen sind genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.



Episode 7 – Der neue Podcast zur Kommunalpolitik nach der Wahl ist online: Was bringt die neue Stadtregierung?

Als ich an einem warmen Herbstabend Jürgen Kannler im proppenvollen Biergarten vor meiner Haustür fragte, ob er Lust hätte, einen Podcast zur Kommunalwahl zu machen, sagte er ohne eine Sekunde zu zögern: “Klar!”

Von Siegfried Zagler

Foto: DAZ-Screenshot

Darauf stießen wir an und nachdem Kannler seinen Krug geleert hatte, sah er zwinkernd in den Nachthimmel, fischte sich einen Fussel aus dem Auge und sagte: “Aber nach der Wahl – und ich weiß auch schon den Titel: Jetzt geht Kurt.”

Ich war weder mit dem Termin noch mit dem Titel einverstanden: “Titel banal, Termin langweilig”, da nach der Wahl die Luft raus sei und nichts Spektakuläres mehr geschehen würde. Wir redeten uns in Rage und kamen zu keinem Ergebnis. Dass es dann nach gefühlten 50 Stunden Diskussion genauso kommen sollte, wie Jürgen Kannler nach fünf Sekunden vorschlug, hatte mit der Überzeugung eines Machers zu tun: “Egal, wie schlecht das Ding wird, viel schlechter als die Produkte der anderen lokalen Podcast-Player kann es gar nicht werden.”

Im Januar rief er schließlich an und sagte nur: “Hey, ich habe die Technik und weiß wie es geht, bist du du noch dabei?” Am Sonntag nahmen wir nun relativ routiniert den siebten Podcast auf, der seit heute im Netz seht. Wer “Jetzt geht Kurt” googelt, wird sofort fündig.



Na dann, auf ins virtuelle Theater! Zwischen VR-Brille, Live-Stream und Musikervideos – Ein Erfahrungsbericht!

Der zweite Versuch, Theater mittels Live-Stream ins Wohnzimmer zu bringen, stand leider technisch unter keinem guten Stern. Nicht nur bei mir blieb das Bild immer wieder stehen, gab es Aussetzer und Unterbrechungen. Auch in den Chats wurde Entsprechendes moniert.

Von Halrun Reinholz

Roman Pertl als Judas: Man möchte ihn berühren – © Jan-Pieter Fuhr

Und ehrlich gesagt, die Chats am Rande sind bei diesen Live Streams mindestens so interessant wie das Geschehen im Theater-Wohnzimmer, doch sie standen immer wieder still. Diesmal saß als Moderator der routinierte Podcast-Macher David Ortmann im Sessel, ihm gegenüber (mit dem obligaten Abstand) zwei Musiker der Augsburger Philharmoniker:  Judith Müller und Fabian Heichele. 

Der Clou dabei: die sehr gegensätzlich anmutenden Instrumente der beiden – eine Piccolo-Flöte und eine Tuba. Das unterhaltsame Geplänkel vermittelte Wissenswertes und mündete dann selbstverständlich in einem gemeinsamen Spiel der beiden Ungleichen. Im zweiten Teil des Streams wurde es dann richtig dynamisch, als nämlich Ballettdirektor Ricardo Fernando und seine  Frau Carla Silva eine Salsa-Choreografie zum Mitmachen vorführten. Etwas schwierig, das bei einem Live-Stream ohne Wiederholungsmöglichkeit tatsächlich nachzumachen und womöglich zu üben, aber angeblich soll der „Kurs“ später auch abrufbar vorliegen. Im sehr ruhigen dritten Teil las Ute Fiedler Texte von Margaret Atwood. 

Der Abend endete schließlich mit einem DJ-Set von DJ Cutvibe live aus dem Martini-Park. Ein nettes Sammelsurium, diese Live-Streams, aber kein Vergleich mit einem echten Theater-Erlebnis.

Bückers 3D-Offensive: “Judas” – Ein beeindruckendes Realerlebnis

Da kommt ein anderes Angebot des Staatstheaters der Sache doch näher: Die 3D-Brillen frei Haus! Judas – der Monolog von Lot Vekemans  ist schon seit Mai 2019 im Repertoire des  Staatstheaters. Man konnte die Auseinandersetzung Roman Pertls mit einer der bekanntesten Gestalten der Geschichte bereits auf der Freilichtbühne am Moritzplatz sehen, danach im Moritzsaal und viermal in der frisch renovierten Goldschmiedekapelle von St. Anna. Dann kam die Schließung des Theaters. 

Für Intendant Bücker war es naheliegend, gerade mit dieser bereits vorliegenden Ein-Mann-Produktion in die 3D-Offensive zu gehen. Zu den Zuschauern ins Wohnzimmer. Nicht nur als Stream, sondern in diesem Fall als beeindruckendes  Real-Erlebnis. Virtual Reality mit 3D-Brillen ist besonders in den USA sehr beliebt – ob in den Vergnügungsparks von Disneyland oder in seriösen Museen, wo Geschichte erlebbar gemacht wird, indem einem die Ratten vermeintlich vor die Füße krabbeln. Warum nicht für das Theater nutzen? Der Service beim Staatstheater funktioniert wunderbar: Nach telefonischer Bestellung fährt eine nette Mitarbeiterin , mit Mundschutz und Handschuhen bewehrt, mit dem Fahrrad vor und übergibt uns pro Person eine Tasche mit den für den Theaterabend nötigen Utensilien.  Außer Kopfhörern, die sollte jeder  selbst haben – eine Selbstverständlichkeit mittlerweile in dieser medial bestimmten Corona-Zeit. Die Anwendung ist einfach: Brille aufsetzen und los geht`s!

Man möchte ihn berühren und ihm antworten  

Beim Absetzen wird unterbrochen. Ach ja, den kleinen Rat, einen drehbaren Stuhl zu benutzen, haben wir ignoriert, woher auch so schnell einen Drehstuhl nehmen? War aber ein guter Rat. Oder zumindest ein Hocker ohne Lehne, das wäre auch nicht so schlecht gewesen. Im Sessel oder auf der Couch tut man sich eventuell etwas schwer, dem Geschehen mit Verrenkungen über 360 Grad zu folgen. Trotzdem – ein Tiefenerlebnis: Roman Pertl sieht einem tief in die Augen, stellt Fragen, man möchte ihm antworten, ihn berühren. So nah dran ist man in keinem Zuschauerraum. Zum Glück sind alle anderen Familienmitglieder auch hinter den Brillen verborgen. Für eventuell unbedarft Eintretende muss der Anblick sich hin- und her drehender Monster mit Geräten vor dem Gesicht äußerst skurril wirken.  Die persönliche Nähe zum Darsteller lässt aber auch den Text viel intensiver wirken.

Keiner würde sein Kind so nennen

Der Name Judas ist heute ein Tabu, “keiner würde sein Kind so nennen“,  er wird im Stück auch nicht ausgesprochen. Ein Name, der für Verrat steht, für fehlende Loyalität, für Käuflichkeit. Der Text stellt einiges klar, zeigt eine andere Sichtweise. Vieles ist bekannt, nachvollziehbar. Und doch    so  eindringlich erlebt man es sonst nicht. So direkt angesprochen. Ein Theatererlebnis, das sich lohnt. Und sei es auch nur, um die Goldschmiedekapelle in ihrer ganzen Pracht als atemberaubende Kulisse intensiv zu erleben.

Mitten im Ballett-Geschehen, ein irres Erlebnis

Für die zweite 3D-Produktion hat sich das Theater etwas Besonderes einfallen lassen: Einen VR-Ballett-Abend unter dem Motto „shifting perspective“. Einzelne Aufnahmen von Tänzern werden zusammengefügt, als Zuschauer findet  man sich mitten im Geschehen. Klingt irre. Das wird auch noch ausprobiert. Was nach so einem VR-Erlebnis trotz allem fehlt: Der Applaus, der den Abschluss signalisiert, die Rückkehr in die „echte“ Realität. Man nimmt die Brille ab und sitzt etwas verwirrt im eigenen Wohnzimmer.

Unglaubliche Geigentradition der Familie Orthofer

Die Augsburger Philharmoniker stellen unterdessen nach und nach weitere Videos auf ihre Facebook-Seite, um dem Motto „Lernen wir uns kennen“ gerecht zu werden. Immer ein interessanter Zeitvertreib, der teils Erstaunliches enthüllt: Etwa, dass es tatsächlich eine hundertjährige  „Familientradition“ bei dem  Geiger Karl Orthofer  gibt, dessen Vater und Großvater bereits Geiger im Augsburger Orchester waren. Oder dass ein ehemaliges Orchestermitglied zum 100. Geburtstag ein Kollegen-Ständchen  bekam – mit Abstand vor dem Balkon natürlich.

Am 2. Mai kommt die dritte Folge von ananas@home als Live-Stream in die Wohnzimmer. Wieder mit einem Quiz, diesmal müssen Sänger (Sally du Randt und Erik Völker), sozusagen als Revanche zur ersten Folge, ihr Wissen zum Schauspiel beweisen. Im zweiten Teil geht es (interaktiv!) um Shakespeares „Sturm“.  Es gibt wieder Lese-Empfehlungen, inklusive einer aktuellen Präsentation von Corona-Texten  („jetzt.zusammen.allein.“) von  Gianna  Formicone. 

Na dann, auf ins virtuelle Theater!



Coronakrise: Staats- und Stadtbibliothek öffnet wieder

Im Zuge der Wiedereröffnung der bayerischen regionalen Staatlichen Bibliotheken bietet die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg ab Mittwoch, 29. April 2020, montags bis freitags, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, wieder einen Ausleih-, Rückgabe- und Informationsschalter mit Recherche-, Scan- und Kopiermöglichkeit an.

Jedoch gelten dann Sonderbedingungen:
– Die Nutzung der Bibliothek ist ausschließlich für Träger eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet,
– ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen allen Personen im Haus muss eingehalten werden,
– Einlass in den Informationsbereich ist nur für eine Person gleichzeitig möglich,
– Schreibutensilien (Kugelschreiber, Bleistift) müssen mitgebracht werden,
– die Benutzung der Desinfektionsspender ist verpflichtend beim Eintreten und Verlassen des Gebäudes.



FDP fordert Wiederfreigabe der vier Fahrspuren auf der Friedberger Straße

Nach den kurzfristig verschobenen Abbrucharbeiten an der Fußgängerbrücke in der Friedberger Straße fordert die Augsburger FDP die Wiederfreigabe aller vier Fahrspuren.

Das unzulängliche Projektmanagement im Hause von Baureferent Gerd Merkle (CSU) dürfe nicht dazu führen, dass es in einer Hauptverkehrsachse der Stadt über mehrere Wochen einen sinnlosen Flaschenhals gebe. “Herr Merkle muss sich die Frage stellen lassen, ob im Baureferat die linke Hand weiß, was die rechte macht”, so Dr. Jürgen Geppert aus dem Vorstand der FDP Augsburg. Dass Vorarbeiten für eine Baustelle begonnen und Fahrstreifen gesperrt würden, bevor das beauftragte Bauunternehmen die notwendigen statischen Berechnungen beendet habe, werfe ein schlechtes Licht auf das Projektmanagement im Baureferat.

“Dass die Firma wegen Corona mit Personalengpässen zu kämpfen hat, ändert daran nichts. Der erste Schritt muss vor dem zweiten erfolgen.” Da es wegen der Pandemie noch einige Wochen dauern kann, bis das Unternehmen seinen Vertrag erfüllen kann, fordern die Liberalen eine vorübergehende Freigabe der für die Baustelle gesperrten Fahrstreifen in der Friedberger Straße. “Die Menschen im Augsburger Osten dürfen nicht die Leidtragenden davon sein, dass beim Abbruch der Fußgängerbrücke etwas schiefgelaufen ist.”


Update: Die Friedberger Straße ist seit Montag wieder vierspurig. Baureferent Gerd Merkle hat auf dem Facebookaccount der DAZ darauf aufmerksam gemacht. Die sarkastisch vorgetragene FDP-Forderung ist somit obsolet.



Augsburger Stadtregierung: Grüne Mitglieder stimmen mit großer Mehrheit für Schwarz-Grün

Die Schwarz-Grüne Regierungskoalition in spe hat eine weitere Hürde genommen: Von 388 Mitgliedern des Grünen Kreisverbandes haben 212 Mitglieder für die Umsetzung des ausgehandelten Koalitionsvertrages zwischen der CSU und den Grünen gestimmt.

Bei einer Wahlteilnahme von 57,6 Prozent der Mitglieder (224) heißt das, dass der Koalitionsvertrag mit 96,36 Prozent der gültigen Stimmen angenommen wurde. Es gab acht Nein-Stimmen und vier ungültige Stimmen. “Augsburg wird in den kommenden Jahren moderner, sozialer, klimafreundlicher und Grüner werden. Jetzt haben wir die Chance unsere Ziele zu realisieren”, so kommentierte der Grünen-Sprecher Peter Rauscher das Ergebnis, während  Sprecherin Melanie Hippke ankündigte, dass die neue Fraktion dafür sorgen werde, “dass die vereinbarten Punkte umgesetzt werden. Augsburg muss zur lebenswertesten Stadt in Bayern werden”.

Auch der Parteichef der CSU Volker Ullrich kommentierte das Ergebnis und kündigte Umsetzungswillen an: “Ich freue mich über das klare und eindeutige Votum des Mitgliederentscheids der Grünen zu unserem gemeinsam vereinbarten Koalitionsvertrag. Nach dem einstimmigen Ergebnis des CSU-Bezirksvorstands ist das Ergebnis des Mitgliederentscheids der Grünen ein weiteres starkes Signal der Zustimmung und des politischen Gestaltungswillens. Das zeigt, dass CSU und Grüne einen sehr guten und tragfähigen Vertrag ausgehandelt haben. Jetzt gilt es ab dem 1. Mai die Inhalte dieses Vertrags gemeinsam verantwortungsvoll umzusetzen.”



Coronavirus in Augsburg: 379 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet drei weitere COVID-19-Fälle.

Insgesamt wurden somit 379 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 286 von 379 Personen sind genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden. 12 Todesfälle sind bisher zu verzeichnen – von älteren Personen mit Vorerkrankungen. Wie die Grafik von Markus Arnold erkennen lässt, gibt es seit Ausbruch der Infektion keinen Tag, an dem nicht mindestens ein Neuinfinzierter zu vermelden war. Doch insgesamt lässt sich feststellen, dass die Stadt Augsburg mit 81 akut infizierten Personen einen konstant fallenden Wert vorzuweisen hat.