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Coronavirus in Augsburg: 183 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet 11 weitere COVID-19-Fälle.

Insgesamt wurden somit 183 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Weitere elf Personen konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden. Damit gelten 40 von 183 Personen als genesen.



Die beste Kandidatin gewählt: Kommentar zur OB-Wahl

Warum mit Eva Weber die beste Kandidatin zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde – und dennoch nicht damit zu rechnen ist, dass sich in Augsburg etwas zum Besseren wendet

Kommentar von Siegfried Zagler 

Augsburger Stadtrat © DAZ

Mit großer Mehrheit ist von der Bürgerschaft so deutlich wie nie in einer Stichwahl Eva Weber zur Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg gewählt worden. Bei der Kommunalwahl am 15. März lag sie als OB-Kandidatin mit 43,2 Prozent knapp 11 Prozentpunkte vor ihrer Partei – der CSU. Sie ist in der langen Geschichte der Stadt Augsburg die erste Frau, die dieses hohe Amt bekleiden darf.

Die Juristin Eva Weber durfte in der ersten Stadtratsperiode der Ära Gribl den glücklosen Wirtschaftsreferenten Andreas Bubmann ablösen und übernahm 2014 das neu zusammen gelegte Superreferat Finanzen/Wirtschaft, ohne dabei zu glänzen, fleißig und ohne große politische Negativleistungen, wie das zum Beispiel in der zweiten Gribl-Periode beim Sozialreferat, Kulturreferat, Umweltreferat und Bildungsreferat der Fall war.

Von allen Mitbewerbern war Eva Weber die beste OB-Kandidatin. Daran gibt es nichts zu zweifeln! Sie kann die Stadt Augsburg lesen – und sie hat das Herz am richtigen Fleck. Sie ist zu Beginn ihrer Amtszeit wesentlich weiter als es Kurt Gribl zu Beginn seiner Amtszeit war. Falls sie die gleiche Lernkurve wie ihr Vorgänger hinlegen sollte, könnte sie in das Amt wachsen und eine ausgezeichnete Oberbürgermeisterin werden. Das sollte zu erwarten sein und muss auch der Fall sein, denn vor ihr liegt eine schwierige, ja schwere Zeit.

Eva Weber steht als Bürgermeisterin und Finanzreferentin für eine umstrittene Schuldenpolitik mit einer Rekordverschuldung von zirka 420 Millionen Euro. Man muss nicht die apokalyptischen Reiter der Corona-Krise ins Feld führen, um darauf zu verweisen, dass über der Stadt Augsburg dunkle Wolken hängen – und damit ist vorläufig “nur” die drohende städtische Finanzkrise gemeint, mit der wohl zu rechnen ist, wenn die Einkommenssteuereinnahmen, die Gewerbesteuereinnahmen und die Schlüsselzuweisungen des Freistaats nicht mehr so sprudeln werden, wie das vor der Corona-Krise der Fall war. Die Stadt Augsburg wird kleinere Brötchen backen müssen. Daran, dass man in Zukunft in Augsburg noch kürzer treten muss als in anderen bayerischen Städten, trägt auch Eva Weber ein Stück Verantwortung mit.

Nach dem Terroranschlag 9/11 schrieben viele US-Kommentatoren, dass nichts mehr so sein wird, wie es vorher war. Davon war auch während der Finanzkrise 2008/09 in Deutschland die Rede. Verständlich und auch nicht falsch, doch immer auch übertrieben, denn schließlich pendelte sich die Normalität schneller wieder ein, als man sich das damals vorstellen konnte. Aktuell ist zu hoffen, dass die unheilsvolle Vorstellung, dass uns die Corona-Krise noch lange beschäftigen wird – und nichts mehr so sein wird, wie es vorher war, eine Übertreibung ist.

In Augsburg ist vieles unvollendet, vieles in die Zukunft gerichtet: Die Theatersanierung, die Schulsanierung, der ÖPNV-Ausbau samt Tarifreform, der Königsplatzumbau (Fuggerboulevard), die Fertigstellung der Mobilitätsdrehscheibe (Bahnhof samt Tunnel und Linie 5), die Fahrradstadt u.v.m. Was davon und wie viel davon zu Ende gebracht werden kann, steht aktuell in den Sternen.

Es ist Eva Weber zu wünschen, dass sie bei der Besetzung der Referate ein glücklicheres Händchen hat als ihr Vorgänger. Für wenige Referate gibt es in Augsburg innerhalb der politischen Kaste geeignete Kandidaten. Weit und breit sind derzeit keine qualifizierten Persönlichkeiten für das Wirtschaftsreferat, das Finanzreferat, das Kulturreferat in Sicht. Mit Ausnahme des Baureferats (Gerd Merkle) und des Ordnungsreferats (Dirk Wurm) gilt das für alle Referate.

Morgen Abend beginnen die ersten Telefonkonferenzen, beginnt das Ringen um Koalitionen, beginnt das Posten-Geschacher, werden die ersten Verlierer ausgewiesen, die ersten Sieger ins Gespräch gebracht. Möglicherweise wird das aktuelle Regierungsbündnis unter anderen Vorzeichen fortgesetzt. Alles wird fast so sein, wie es immer war. Es ist bedauernswerterweise nämlich nicht damit zu rechnen, dass sich nach der Kommunalwahl 2020 in der Augsburger Lokalpolitik etwas zum Besseren wendet.



OB-Wahl in Augsburg: Eva Weber gewinnt Stichwahl

Die Kommunalwahl in Augsburg ist entschieden: Eva Weber (CSU) setzt sich mit 62,3 Prozent der Wählerstimmen gegen ihren Konkurrenten Dirk Wurm (SPD) durch und ist somit zur neuen Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg gewählt.

Eva Weber – Bildquelle: CSU

In einer kurzen wie emotionalen Stellungnahme bedankte sich eine sichtlich ergriffene Eva Weber bei ihren Wählern, bei der CSU, ihrem Wahlteam, ihrem Ehemann und beim zukünftige Alt-OB Dr. Kurt Gribl sowie bei den Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf. Die Corona-Krise, so Weber, sei derzeit das Thema, das uns noch lange beschäftigen werde, doch bereits Morgen werden die ersten Sondierungsgespräche mit den Parteien stattfinden. Die Grünen würden als zweitgrößte Fraktion nach “parlamentarischer Kleiderordnung” der erste Gesprächspartner sein.



Oberbürgermeisterwahl in Augsburg: Ken vs. Coco Chanel

Am heutigen Sonntag haben die Augsburger Bürger gewählt und darüber befunden, ob in Augsburger eine Frau oder ein Mann Oberbürgermeister(in) wird.

Eva Weber (CSU) und Dirk Wurm (SPD) haben sich zur Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters gestellt, da sie bei der Kommunalwahl am 15. März bei unter 50-Prozent blieben. Eva Weber hatte 43,2 Prozent der Stimmen geholt und damit mehr als doppelt so viele Wähler zu verzeichnen hatte wie Dirk Wurm, der mit 18,8 Prozent denkbar knapp die Grüne Mitbewerberin Martina Wild (18,5 Prozent) aus dem Rennen warf. Die Stichwahl fand erstmalig wegen der Corona-Pandemie bayernweit als reine Briefwahl statt. Laut Medienberichten soll die Wahlbeteiligung bei den Stichwahlen in zahlreichen Bayerischen Kommunen höher sein, als sie es bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen war.

Seit 18 Uhr zählen  in Augsburg rund 600 Wahlhelfer die abgegebenen Stimmen aus, wegen des Sars-CoV-2 in verschieden Räumen und in Dreierteams. Die Wahlhelfer tragen Schutzmasken und Handschuhe. Die erste Hochrechnung ist in wenigen Minuten zu erwarten. Alles andere als ein haushoher Sieg von Eva Weber wäre eine große Überraschung.

Da in Augsburg sechs Jahre eine übergroße Koalition (CSU, SPD, Grüne) die Stadtregierung bildete, traten sich die großen Parteien im Wahlkampf nicht auf die Füße. Im verengten Bewusstseinskorridor der Coronakrise verflüchtigte sich der Stichwahlkampf zu einem reinen Plakatwettbewerb in Verbindung mit Videotalks, die wenig Inhaltliches zutage förderten.

“Coco Chanel versus Ken im Werbemodus”, so könnte man den Nichtwahlkampf der vergangenen zwei Wochen beschreiben. And the winner is: Vermutlich Eva Weber, die um 19.30 Uhr mit 62 Prozent vorne liegt, so die erste Trendmeldung.

 

 

 



Covid-19 in Augsburg: 21 weitere Fälle

Die Stadt Augsburg hat 21 neue Coronafälle gemeldet

Insgesamt wurden damit 157 in Augsburg lebende Menschen positiv auf das Virus getestet. 29 Männer und Frauen gelten inzwischen als genesen und haben die häusliche Isolierung damit hinter sich.



Lebenszeichen von Bob Dylan

Seit Tagen habe ich der DAZ versprochen, eine Art Corona-Tagebuch zu schreiben. Tagelang schob ich dies vor mir her.

Von Udo Legner

Dass es mir schwer fällt und nicht so leicht von der Hand geht, könnte vielleicht damit zu tun haben, dass die Welt aus den Fugen ist und die aktuellen Nachrichten alles ersticken. Gegen die Corona-Bedrohung hilft zunächst nur bescheidener Rückzug und Kontaktarmut. Wie lange ist das auszuhalten? Schwierig ist auch der Umstand, dass sich Ursache und Wirkung der Katastrophe nicht erkennen lassen, der Killer unsichtbar ist, keine Klarheit über Anfang, Verlauf oder Ende besteht.  

Das Corona-Virus verändert freilich nicht nur die Welt für sich, sondern auch uns selbst und damit unseren Blick auf uns, werfen die verhängten Verbote uns doch auf uns selbst zurück. Ich tu nichts, also bin ich. Das Mehr an Zeit, dem wir plötzlich ausgesetzt sind, wirkt beinahe auch wie ein unbekanntes Virus, zwingt uns geradezu dazu, alles und vor allem uns selbst zu hinterfragen. Was war, ist und bleibt einem wichtig ?

Die Zeit heilt alle Wunden

Angesichts der herrschenden Endzeitstimmung war klar, dass es bei meinem ersten Corona-Tagebucheintrag um ein Herzblut-Projekt gehen musste. Also sondierte ich in meinem DVD-Regal die Filmsammlung aus der Vor-Streaming Ära und sortierte die DVDs nach ihrer Corona-Relevanz. 

Gerade hatte ich mich – trotz aller Zweifel, ob es mit meinen Ergüssen – mögen sie mit noch so viel Herzblut geschrieben sein – für ein Thema erwärmt, da wurde meine Karriere als Tagebuchautor durch eine WhatsApp-Message von meinem Kollegen Antonio aus dem fernen Murcia jäh beendet: “Heard the new Dylan song?“

Werke mit Corona-Relevanz © Udo Legner

Die prophetisch-apokalyptischen Botschaften Bob Dylans

Der Twitter-Intro des Nobelpreisträger Bob Dylan zu seinem neuen 17-minütigen Masterpiece “Murder Most Foul” haftet fast etwas Präsidiales und unverkennbar Fürsorgliches an: “Greetings to my fans and followers with gratitude for all your support and loyalty across the years. This is an unreleased song we recorded a while back that you might find interesting. Stay safe, stay observant and may God be with you.“

Fans und Followers des Liedermachers aus Minnesota fällt es nicht schwer, Parallelen zu Dylans letzter DVD  zu entdecken, die 2012 unter dem Titel Tempest erschien. Sowohl in “Murder Most Foul”  als auch in dem gleichnamigen Song des Doppelalbums geht es um menschliche Tragödien –  In Dylans neuem Lied um die Ermordung des amerikanischen Präsidenten JF Kennedys, in Tempest um den Untergang der Titanic.

Die apokalyptische Stimmung des Tempest Songs kommt am besten in den folgenden Versen zum Ausdruck:

They waited at the landing

And they tried to understand

But there is no understanding

On the judgment of God’s hand

Das Ende der JFK-Ballade “Murder Most Foul”, die vom Spiegel  treffend als Requiem für Amerikas Seele bezeichnet wird, klingt ebenso prophetisch und nicht weniger pessimistisch. 

Play “Marching Through Georgia“ and „Dumberton’s Drums“

Play darkness and death will come when it comes

Play “Love Me Or Leave Me“ by the great Bud Powell

Play “The Blood-stained Banner“, play “Murder Most Foul“ 

Wer vom Erscheinungsdatum des neuen Bob Dylan Songs überrascht ist, dem ist womöglich mit diesem Hinweis gedient. Dylans 31. Studioalbum “Love and Theft“ erschien am 9. September 2011, genau an dem Tag, an dem sich die  9/11 World Trade Center-Tragödie ereignete.

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Coronavirus in Augsburg: 136 Fälle bestätigt

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg verzeichnet sechs weitere COVID-19-Fälle.

Insgesamt wurden somit 136 in Augsburg wohnhafte Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 24 der 136 positiv getesteten Personen sind genesen und konnten aus der häuslichen Isolierung entlassen werden.

Weitere Informationen, auch zu aktuellen Entwicklungen und den eingerichteten Hotlines für Bürgerinnen und Bürger unter: www.augsburg.de/Coronavirus



Corona-Krise

IHK zur Corona-Krise: “Aderlass ist enorm”

Die Folgen des Shutdowns durch Corona seien deutlich spürbar: Mehrere zehntausend Arbeitsplätze seien in Gefahr, der wirtschaftlicher Schaden gehe in die Milliarden, so die IHK Schwaben. 

IHK-Gebäude mit Park © DAZ

Vor einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder große Teile des öffentlichen und damit auch wirtschaftlichen Lebens erheblich eingeschränkt, mit dem Ziel die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. „Dieser notwenige Schritt trifft die regionale Wirtschaft schwer. Quer über alle Branchen hinweg brechen die Verkaufszahlen ein, Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit oder müssen ganz zu Hause bleiben“, so beschreibt Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, die wirtschaftlichen Auswirkungen der ersten Woche nach dem Shutdown.

Deutschlandweit spüren acht von zehn IHK-Mitgliedsunternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen die Auswirkungen der Corona-Krise in einem erheblichen Umfang. Liquiditätsengpässe sind die Folge, teilweise verbunden mit der Sorge bald in die Insolvenz gehen zu müssen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), die sich für den Freistaat ähnlich darstellen.

„Die Politik hat frühzeitig erkannt, dass die wirtschaftlichen Schäden der Pandemiebekämpfung immens sein werden. Um die Folgen zu mindern, haben sowohl die Bundes- als auch die Landesregierung weitreichende Förderprogramme beschlossen, die grundsätzlich den Bedarf der Unternehmen treffen“, so Lucassen. Belegt wird dies durch die Rückantworten der IHK-Mitgliedsunternehmen auf die DIHK-Umfrage. So werden die Angebote zum Kurzarbeitergeld oder die in Bayern bereits angelaufenen Soforthilfen bereits intensiv nachgefragt. Rund 20.000 bayerisch-schwäbische Unternehmen haben ihren Soforthilfe-Antrag bei der Regierung von Schwaben schon eingereicht.

Wie tief die Umsätze einbrechen und die Beschäftigtenzahlen sinken werden, lässt sich derzeit schwer beziffern. Fest steht für die IHK aber, dass das Ausmaß der Rezession das der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 weit übersteigen werde.

„Der kurz- und mittelfristige Rückgang des bayerisch-schwäbischen Bruttoinlandsproduktes wird in die Milliarden gehen, mehrere zehntausend Arbeitsplätze werden wegfallen. Der wirtschaftliche Aderlass ist also enorm. Daher ist es nötig, mit einfachen, schnellen und unbürokratischen Hilfen die wirtschaftliche Substanz zu erhalten, damit sich daraus nach der Krise neue Geschäftsmodelle und damit Arbeitsplätze entwickeln können”, so Dr. Lucassen abschließend.


Die IHK Schwaben vertritt im Regierungsbezirk Schwaben 140.000 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Sie ist seit 1843 das Selbstverwaltungsorgan der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts berät sie Unternehmen, bündelt und vertritt deren Interessen und bildet Menschen in der Region aus und weiter. Sitz der IHK Schwaben ist Augsburg. Darüber hinaus gibt es acht Regionalbüros in Donauwörth, Günzburg, Kaufbeuren, Kempten, Lauingen, Lindau, Memmingen und Neu-Ulm. Ihr gewählter Präsident ist Dr. Andreas Kopton. Als Hauptgeschäftsführer fungiert Dr. Marc Lucassen.



Radentscheid: Mehr als 6000 Unterschriften gesammelt

Mehr als 6.000 Unterzeichner haben in den ersten Märzwochen für einen Bürgerentscheid unterschrieben, den die Initiatoren “Radentscheid” nennen.

“Da das Unterschriftensammeln überwiegend von Angesicht zu Angesicht erfolgte, hat die Corona-Virus-Pandemie eine Neubewertung der Situation erzwungen mit dem Ergebnis, dass das Unterschriftensammeln im öffentlichen Raum sowie alle geplante Veranstaltungen schon seit vergangener Woche ausgesetzt wurden. Was aktuell aber stattfindet, ist die genaue Zählung der bis dato eingegangenen Unterschriften”, so die Intiatoren in einer aktuellen Pressemitteilung.

Um weiter für das Radbegehrens unterschreiben zu können, ist der Download des Unterschriftenflyers von der Webseite www.fahrradstadt-jetzt.de vereinfacht worden. Der unterschriebene Flyer kann in den Briefkasten der Sammelstellen eingeworfen oder an eine Postadresse in der Fuggerstraße verschickt werden – alle nötigen Daten dafür finden sich ebenfalls auf der Webseite.

Was die aktuelle Situation betrifft, beobachtet das Aktionsbündnis, dass das Fahrrad von vielen Augsburgern “intensiver denn je für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und für die notwendige körperliche Bewegung genutzt wird”. Das Radfahren ist uneingeschränkt erlaubt in der Region, solange alleine oder mit Familienmitgliedern geradelt wird. Nur von Radreisen rät das Aktionsbündnis ab – schon weil Übernachtungsangebote laut Empfehlung der Bundesregierung nicht mehr zu touristischen Zwecken genutzt werden sollen.

 



AEV vermeldet ersten Neuzugang

Vom Ligakonkurrenten Iserlohn wechselt Stürmer Michael Clarke in die Fuggerstadt. Der 25-jährige Deutschkanadier, der keine Kontingentstelle belegen wird, absolvierte die letzten beiden Spielzeiten am Seilersee.

Clarke, der gebürtig aus London, Ontario stammt, bestritt bislang insgesamt 73 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga. Dabei stehen für den Linksschützen, der in Iserlohn überwiegend als Center eingesetzt wurde, 17 Tore und neun Assists zu Buche. Mit 13 Treffern war er in der abgelaufenen Hauptrunde gar der beste Torjäger seines Teams und nahm sportlich eine sehr gute Entwicklung.

Vor seiner Zeit im Sauerland lief Clarke drei Jahre für die St. Francis Xavier University in der kanadischen Uni-Liga USports auf. Mit 102 Scorerpunkten in 108 Partien hatte er sich vor zwei Jahren nachhaltig für einen Wechsel in die Heimat seiner Vorfahren empfohlen. Gekrönt wurden seine starken Leistungen in der USports-Liga mit der Wahl ins All-Star-Team der Saison 2017-18.

Nun sucht der 183 cm große und 85 kg schwere Zwei-Wege-Stürmer eine neue Herausforderung bei den Augsburger Panthern. „Augsburg hat sich sehr um mich bemüht. Ich freue mich, dass es nun mit dem Wechsel geklappt hat. Ich habe die Panther in den letzten beiden Jahren als vielversprechende Organisation wahrgenommen, die eine unglaubliche Fanbasis hinter sich hat. Es wird sicher großartig, bald für das Heimteam im Curt-Frenzel-Stadion aufzulaufen“, so Michael Clarke über seinen neuen Arbeitgeber.

Panthercoach Tray Tuomie ergänzt: „Michael Clarke hat sich in den beiden vergangenen Spielzeiten in Iserlohn kontinuierlich gesteigert und den Sprung aus einer Universitätsliga zu den Profis ohne große Anlaufzeit geschafft. Speziell in der letzten Saison gehörte er in Iserlohn zu den absoluten Leistungsträgern seines Teams.“

Clarke weilt seit einigen Tagen bereits wieder in seiner kanadischen Heimat. Dort befindet er sich, wie von den kanadischen Behörden nach einer Rückkehr aus Deutschland vorgegeben, in häuslicher Quarantäne. Er wird Anfang August in Augsburg erwartet und dann mit der Rückennummer 44 für die Panther auflaufen.