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AEV verliert in Düsseldorf

Die Augsburger Panther konnten den Vorsprung auf Tabellenplatz elf und die Kölner Haie nicht ausbauen. Bei der Düsseldorfer EG setzte es für den AEV eine unglückliche 0:1-Niederlage. Den einzigen Treffer des Abends erzielte Alexander Barta per Penalty (30.).

Die DEG hielt den AEV nieder und gewinnt 1:0 Foto: DAZ-Archiv/S. Kerpf

In einem recht chancenarmen ersten Drittel fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel und prüften Olivier Roy bereits in der ersten Spielminute zweimal. Dieser blieb jedoch Sieger und seine Vorderleute wurden von Minute zu Minute besser. Matt Fraser hatte dann die beste Möglichkeit des Durchgangs, als er alleine auf Mathias Niederberger zulief, aber am Goalie der DEG scheiterte (7.). Danach stellten die Panther das bessere Team, aber die Hausherren verteidigten clever und hielten so ein torloses Remis nach 20 Minuten.

Der AEV kam dann besser aus der Pause und hatte bereits 16 Sekunden nach Wiederbeginn durch Sahir Gill eine gute Möglichkeit (21.). Auch Scott Kosmachuk tauchte gefährlich vor dem Kasten der Düsseldorfer auf, aber es blieb beim 0:0 (23.). Auf der anderen Seite wurde es gefährlich, als sich Maximilian Kammerer den Puck im Slot auf die Rückhand legte, aber letztlich neben das Tor schoss (22.). Das aktivere Team waren jedoch die Gäste, die nach einer Unaufmerksamkeit aber in Rückstand gerieten. Nach einem langen Pass war Bernard Ebner durchgebrochen und wurde von Simon Sezemsky regelwidrig am Torschuss gehindert.

Den fälligen Penalty verwandelte Barta eiskalt zum 1:0 (30.). Die DEG wollte nachlegen und hatte dazu während einer doppelten Überzahl auch die Chance dazu, aber das Team von Tray Tuomie überstand diese Situation ohne größere Probleme und schickte sich anschließend an, den Ausgleich zu erzielen.

Panther bleiben ohne Treffer

Doch trotz einiger guter Möglichkeiten von Brady Lamb (36., 39.) ging es mit einem knappen Rückstand in den dritten Abschnitt. Dort drängten die Panther auf den Ausgleich, aber die DEG war bei Kontern brandgefährlich. Deshalb wollte der AEV erst in der Schlussphase volles Risiko gehen, aber dort brachten sich die Gäste mit zwei Strafen in den letzten fünf Minuten selbst um die Chance auf Punkte.

So blieb es letztlich beim 1:0 und die Panther haben damit weiter sieben Zähler Vorsprung auf die Kölner Haie auf Tabellenplatz 11. Die nächste Chance auf Punkte bietet sich am Freitag bei den Fischtown Pinguins und am Sonntag zu Hause gegen die Wolfsburg Grizzlys.



Wohnungsnot im Wahlkampf: FDP will das Umland stärker in die Pflicht nehmen

Die Augsburger FDP fordert eine regionale Lösung, um in Augsburg und den Umlandgemeinden mehr Wohnraum in allen Preisklassen zu schaffen. Damit Augsburg als Zentrum der Region auf Dauer handlungsfähig bleiben kann, müssten Stadt und die Umlandgemeinden gemeinsam darum bemühen, bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener zu schaffen, und Augsburg müsse mehr tun, um seine Einkommenssteuereinnahmen zu erhöhen.

Baugebiet südlich der Friedrich-Ebert-Straße – Luftbild von Hajo Dietz

Die Liberalen reagieren damit auf das Ergebnis einer Plenaranfrage des schwäbischen Landtagsabgeordneten Dr. Dominik Spitzer (FDP) an die Bayerische Staatsregierung. Danach werden in der Stadt Augsburg viermal so viel Sozialwohnungen gebaut wie im Landkreis. „Als Liberale stehen wir für Wettbewerb. Wenn es Neusäß und Stadtbergen besser verstehen als der Augsburger Baureferent Merkle, Gutverdiener als Einwohner anzuziehen, sei ihnen jeder Cent der Steuereinnahmen gegönnt“, sagt Lars Vollmar, der für die FDP als Oberbürgermeister-Kandidat antritt. Vollmar spielt darauf an, dass Kommunen 12 Prozent der Einkommenssteuer ihrer Bewohner behalten dürfen, was bedeutet, dass die Einnahmen einer Stadt mit der Anzahl von gut verdienenden Einwohnern stark steigen.

„Aber wenn unsere Nachbarn finanziell davon profitieren, dass Menschen mit guten Einkommen aus Augsburg ins Umland ziehen, sollten sie aber auch ihren Teil dazu beitragen, für die Menschen in der Region zu sorgen, denen es weniger gut geht. Und das geschieht ausweislich der Statistik zu wenig.“ Die Landtags-Anfrage von Vollmars Parteifreund Spitzer hat ergeben, dass in den Städten und Gemeinden des Landkreises Augsburg im Durchschnitt der letzten 10 Jahre nur 6,5 Sozialwohnungen für 1.000 Einwohner entstanden sind, während es in Augsburg 23 waren.

„Statistisch gesehen stellen wir in Augsburg also 3,6mal mehr Sozialwohnungen pro 1.000 Einwohner fertig als unsere Nachbarn, obwohl wir zum Beispiel ‚nur‘ 2,9mal mehr Sozialhilfe-Empfänger und 2,5mal mehr Arbeitslose haben. Ich will nicht das hässliche Wort vom Rosinenpicken verwenden, weil die unterschiedliche Sozialstruktur in Stadt und Landkreis teilweise beim kommunalen Finanzausgleich berücksichtigt wird. Aber ich sehe die Umlandgemeinden von Augsburg schon in der Pflicht, nicht nur Villenviertel auszuweisen, sondern auch beim geförderten Wohnraum aktiver zu werden.“

Gleichzeitig müsse Augsburg seine Bemühungen verstärken, Gutverdiener in der Stadt zu halten beziehungsweise Zuzügler dazu zu bewegen, ihren Wohnsitz hier zu nehmen. „Der derzeitige Überbietungswettbewerb um die höchste Sozialwohnungsquote in Neubauten, den sich SPD, Grüne und Linkspartei liefern, in den jetzt vor den Kommunalwahlen aber auch die CSU eingestiegen ist, halten wir für kurzsichtig. Wir müssen in Augsburg Wohnraum für alle Geldbeutel schaffen. Wir brauchen die Steuereinnahmen der Besserverdienenden, um den städtischen Haushalt wieder in Ordnung zu bringen. Nur dann können wir soziale Leistungen auf Dauer finanzieren.“



Demo gegen Piazolo-Paket

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft am kommenden Freitag zu einer Demonstration und Kundgebung auf

Wie bereits in anderen bayerischen Städten richtet sich der Protest gegen das sogenannte “Piazolo-Paket”. Mit den Maßnahmen des Kultusministeriums soll gegen den dramatischen Lehrkräftemangel an Grund- Mittel- und Förderschulen entgegengewirkt werden. Für die Lehrkräfte bedeutet das eine weitere Verschlechterung der Arbeitsplatzbedingungen. Erhöhte Stundenzahl ohne Bezahlung, Einschränkung der Teilzeitmöglichkeiten und Verlegung des Ruhestandsbeginns sind dabei zentrale Kritikpunkte. Die Demonstration beginnt am Freitag, den 14.02.2020 um 16 Uhr am Moritzplatz in Augsburg und endet gegen 17 Uhr mit einer Kundgebung am Rathausplatz.