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KOMMUNALWAHL 2020

Das Rennen um die Unterstützerunterschriften ist gestartet – eine Momentaufnahme nach den ersten Tagen

Für Parteien und Listenvereinigungen, die 2020 erstmalig in die Bayerischen Rathäuser einziehen wollen, schreibt die Gemeindeordnung eine bestimmte Anzahl von Unterstützer-Unterschriften vor. In Augsburg müssen bis zum 3. Februar 470 Personen auf jeder Liste der fünf zur Auswahl stehenden Listen unterschrieben haben. Sind es weniger, fällt der Wahlkampf für diese Liste flach, da sie die erste Hürde nicht genommen haben.

Foto-Quelle: Stadt Augsburg

Eine Überraschung gibt es bereits beim Rennen um die Unterstützerunterschriften am 4-stündigen Rathaussamstag: Generation AUX gewinnt diesen Tag haushoch. In nur vier Stunden erhielt die Generation AUX-Liste am Samstag im Rathaus 247 Unterschriften. “Das sind mehr Unterstützerunterschriften als alle anderen Listen an diesem Tag zusammengenommen auf sich vereinen konnten”, wie es in einer Pressemitteilung der Gruppierung heißt. Bis zum Samstag erhielt diese Liste allerdings nur drei Unterschriften. Um bei der Kommunalwahl 2020 antreten zu dürfen, fehlen Generation AUX demnach noch 220 Unterschriften. Mit diesem Arbeitsauftrag sollten Brandmiller und Co. fertig werden, obwohl von nun an die Listen nur noch in den vier Bürgerbüros ausliegen: Hochzoll (Friedbergerstr. 115), Haunstetten (Tattenbachstr. 15), Kriegshaber (Ulmer Str. 72) und in der Stadtmitte (An der Blauen Kappe 18). Einen Bürgermeister schlägt Generation AUX als einzige Newcomer-Gruppierung nicht vor.

Ebenfalls gut im Rennen liegt an zweiter Position die WSA-Liste, die von Peter Grab und Anna Tabak angeführt wird. Sie freuen sich auf ihren Facebookseiten über insgesamt 176 Unterschriften. Keine Statements gibt es von der Gruppierung Augsburg in Bürgerhand, die bis einschließlich Freitag lediglich acht Unterschriften für Bruno Marcon als OB und sieben Unterschriften als Liste zu verbuchen hatte. Am Rathaussamstag sollen nach Informationen der DAZ noch 50 Listen-Unterschriften dazu gekommen sein, womit AIB auf knapp 60 Unterschriften kommt und laut Roland Wegner (OB-Kandidat der V-Partei) damit den vierten Rang belegt: “Ich weiß es nicht genau”, so Wegner zur DAZ, “aber mit den 30 Unterschriften vor dem Samstag, dürften wir insgesamt bei knapp 100 liegen.”

Wie es um Polit-Scherzkekse “Die Partei” bestellt ist, war für die DAZ nicht Erfahrung zu bringen. Lisa McQueen, die das Café Kätchens betreibt und Bürgermeisterkandidatin der Liste Die Partei ist, ist sich aber sicher, dass sie mit ihren Leuten diese Hürde überspringen wird. “Die ergibt sich täglich durch die vielen positiven Rückmeldungen, die ich erhalte”, so McQueen zur DAZ auf die Frage, woher sie diese Sicherheit nehme.

Das Bürgeramt gab gegenüber der DAZ an, den Stand der Unterschriften zweimal pro Woche auf der städtischen Homepage zu veröffentlichen. Am morgigen Montag soll das nächste update fällig sein. Hier der Link.

In der kommenden Woche haben die Bürgerbüros wegen der Weihnachtsfeiertage nur am Montag (8 bis 15 Uhr) und am Freitag (8 bis 12.30 Uhr) geöffnet.



AEV schlägt KEV mit Hängen und Würgen – aber verdient

Thomas Jordan Trevelyan bejubelt sein Tor © Siegfried Kerpf

Im Kellerduell der DEL besiegten die Augsburger Panther die Krefeld Pinguine in einem schwachen Eishockeyspiel im ausverkauften CFS-Stadion mit 3:0 (0:0, 1:0, 2:0). Die vorentscheidenden Tore der Augsburger erzielten Adam Payerl und Thomas J. Trevelyan. Verteidiger Patrick McNeill entschied mit einem Emty-Net-Goal eine Partie vielen Fehlpässen auf beiden Seiten.
Bemerkenswert – neben dem Geschehen auf dem Eis – ist das zum 6. Mal ausverkaufte Curt-Frenzel-Stadion sowie der Sachverhalt, dass nicht wenige AEV-Fans in AEV-Coach Tray Tuomie den Verantwortlichen für die eher durchwachsene DEL-Saison sehen: Zu Beginn gab es Pfiffe bei der Namensnennung gegen Tuomi, der den sportlich enttäuschenden White-Ersatz Mitch Callahan gescoutet haben soll.
Zum Sport: Die Augsburger Panther haben zwei Tage nach der deutlichen Derby-Niederlage in München in die Erfolgsspur zurückgefunden. Gegen die Krefeld Pinguine siegten die Panther am Ende nicht unverdient mit 3:0. Die Treffer für den AEV erzielten Adam Payerl (35.), T.J. Trevelyan (55.) und Patrick McNeill (58.). Für Olivier Roy war es der erste Shutout der laufenden DEL-Saison.

Zwei Veränderungen

Tray Tuomie veränderte sein Team dabei zweimal. Christoph Ullmann rückte für Alex Lambacher ins Lineup und im Tor erhielt Roy den Vorzug vor Markus Keller. Der Panthergoalie hatte dabei im ersten Drittel zweimal Glück.

Erst konnte er in der 11. Minute einen Schuss von Jacob Lagace gerade noch an die Latte abwehren und in der 18. Minute war er bereits geschlagen, aber der Innenpfosten rettete bei einem Schuss von Garrett Noonan für den Frankokanadier.

Auch die Panther hatten gute Möglichkeiten – so scheiterte beispielsweise Drew LeBlanc nach Zuspiel von Daniel Schmölz beim direkten Gegenzug nach dem Lagace-Lattenknaller an Dimitri Pätzold (11.). Insgesamt investierte der AEV im ersten Durchgang auch mehr ins Spiel, aber Krefeld wirkte gefährlicher und so ging es torlos in die erste Pause.

Payerl zum 1:0

Im zweiten Drittel wurden die Panther stärker, aber es dauerte bis zur 35. Minute, ehe die Zuschauer erstmals jubeln konnten. In Unterzahl fing Marco Sternheimer einen Angriff der Gäste ab, schickte Payerl auf die Reise, der Pätzold umspielte und zum 1:0 einschob.

Eine höhere Führung wäre möglich gewesen, aber Christoph Ullmann scheiterte praktisch mit der Sirene freistehend aus kurzer Distanz an Pätzold (40.). So blieb es auch im dritten Spielabschnitt spannend und beide Teams hatten Möglichkeiten.

Doppelschlag zur Entscheidung

Die Entscheidung fiel letztlich erneut in Unterzahl des AEV, als Trevelyan den Puck eroberte und den folgenden Alleingang kurz nach Ende der Strafe gegen McNeill eiskalt abschloss (55.). Und McNeill war es dann wenig später, der für die endgültige Entscheidung sorgte. Der Blueliner traf in der 58. Minute ins leere Krefelder Tor und konnte seinen ersten Saisontreffer bejubeln.

Für die Panther geht es nun mit einem weiteren Heimspiel am 2. Weihnachtsfeiertag gegen die Thomas Sabo Ice Tigers weiter, ehe man viermal in Serie auf fremdem Eis antreten muss.

 



BUNDESLIGA

Westwärts: Gregoritsch auf Leihbasis zu Schalke

Schalke 04 ist ist immer wieder für Hammer-Meldungen gut: Heute Vormittag verkündete Schalke den Abschied von Torhüter Alexander Nübel, nun soll laut laut übereinstimmenden Informationen von Sport1 und Bild Michael Gregoritsch vom FC Augsburg nach Gelsenkirchen wechseln. 

M. Gregoritsch Foto © Siegfried Kerpf

In 62 Bundesliga-Partien erzielte der österreichische Nationalspieler 19 Tore und bereitete sechs Treffer vor. In der laufenden Saison fiel Gregoritsch sportlich kaum auf. Er fiel in ein tiefes Formloch und schien beim FCA recht lustlos seiner Pflicht nachzugehen. Im November gab er ein Frust-Interview und war deshalb vom FCA kurzzeitig suspendiert worden.

“Für mich ist klar, dass ich im Winter unbedingt von Augsburg weg will, damit ich die Möglichkeit habe, regelmäßig zu spielen und mich fürs Nationalteam zu empfehlen”, hatte der Offensivspieler damals der Nachrichtenagentur APA gesagt. Im Vorsommer soll Gregoritsch mit einem Wechsel zu Werder Bremen geliebäugelt haben. Nun wird Gregoritsch, der den Pott  aus seiner Zeit beim VfL Bochum zwischen 2014 und 2015 kennt, wohl vom Süden wieder Richtung Westen wechseln.

Alexander Nübel soll dagegen ablösefrei zu Bayern München mit einem langfristigen Vertrag wechseln. Er wäre nach Manuel Neuer das zweite Schalker-Torhüter-Supertalent, das der Revierklub nach München ziehen lassen muss.