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Zahlt die Stadt zu wenig Mietzuschuss?

Der OB-Kandidat der Linken Frederik Hintermayr hat herausgefunden, dass die Stadt Augsburg zirka 15 Prozent der Hartz-IV-Empfänger mit weniger Mietzuschuss versorgt als sie könnte.

Frederik Hintermayr

“Augsburg kürzt 15  Prozent der Hartz-IV Empfänger*innen den Mietzuschuss!  Langzeiterwerbslose, Aufstockende und insbesondere arme Rentnerinnen und Rentner sollen laut Gesetz die Wohnkosten ersetzt bekommen – jedoch nur in angemessener Höhe. Was als angemessen gilt, bestimmen die Städte und Landkreise selbst”, so Hintermayr. Eine Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung habe zutage gebracht, “dass Betroffene in Bayern im Jahr 2018 rund 49 Millionen Euro zu wenig für die Kosten der Unterkunft ausgezahlt bekamen.” In Augsburg waren es laut Hintermayr 1.289.878 Euro.”

Im Schnitt müssen in Augsburg demnach 15 Prozent der Hartz-IV Empfänger rund 85 Euro monatlich für ihre Wohnung von ihrem Hartz-IV Regelsatz selbst bestreiten. “Die Angemessenheit ist in Augsburg offensichtlich viel zu gering angesetzt. Wir reden hier von Menschen, die sowieso jeden Euro dreimal umdrehen müssen. Das Geld fehlt im täglichen Leben für Schulsachen, Reparaturen, gesunde Ernährung. Und wer diesen Betrag dauerhaft nicht zahlen kann, ist gezwungen umzuziehen, so Hintermayr.

„Wir als Linke fordern, dass bundesweite verbindliche Kriterien für die Kosten der Unterkunft und Heizung festgelegt werden, die auch tatsächlich ausreichen, um eine Wohnung zu bezahlen. Steigenden Mieten machen auch vor Hartz-IV-Betroffenen nicht halt.” Bei der Festlegung der Angemessenheit müsse die Kommune besser prüfen, ob tatsächlich Wohnungen unterhalb dieser Grenze frei verfügbar seien.



Schwäbischer Literaturpreis 2020 zum Thema „Heimat“

Der Bezirk Schwaben fördert schriftstellerisches Schaffen aus dem gesamten schwäbisch-alemannischen Sprachraum. 

2020 ist der Schwäbische Literaturpreis für einen unveröffentlichten Prosatext zum Thema „Heimat“ ausgeschrieben. „Mit Heimat verbindet jeder Mensch ganz individuelle Erfahrungen und Vorstellungen: Klänge, Gerüche, Sprache, Orte, Landschaften, Menschen, Erlebnisse, Ideen, Erinnerungen“, begründet der Initiator des Preises, Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl, das Motiv als literarische Herausforderung: „Das Thema „Heimat“ zeigt eine eigenartige Mehrdeutigkeit von Wandel und Beharrung“, so Fassl, „darin steckt viel Erzählstoff für Literaten.“

Zur Teilnahme berechtigt sind AutorInnen, die im schwäbisch-alemannischen Kulturraum leben oder in diesem ihre biographischen Wurzeln haben. Erster Preis 2.500 Euro (vormals 2.000 Euro), zweiter Preis 2.000 Euro (vormals 1.500 Euro), dritter Preis 1.500 Euro (vormals 1.000 Euro). Der „Sonderpreis für junge AutorInnen bis 25 Jahre“ wird unverändert als Einladung zur „Meisterklasse Literatur“ bei der Sommerakademie der Schönen Künste 2021 in der Schwabenakademie Irsee (Landkreis Ostallgäu) vergeben. Eine Anthologie mit Texten aus dem Wettbewerb soll veröffentlicht werden. Die Preisverleihung ist im November 2020 in Augsburg. Bezirkstagspräsident Martin Sailer und Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl freuen sich über eine rege Teilnahme. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2020. 

Ausschreibung www.bezirk-schwaben.de/Literaturpreis

 



Generation AUX: Stadtratsliste steht

Generation AUX präsentiert Stadtratskandidaten – Listen liegen in den Bürgerbüros aus

Der aktuelle Stadtrat © DAZ

„Wir freuen uns, dass es uns nur ein halbes Jahr nach Vereinsgründung gelungen ist, eine solch schlagkräftige Liste für die Stadtratswahl 2020 aufzustellen“, so Raphael Brandmiller, der dem Verein vorsitzt.

„Das eigentlich Spannende ist aber, dass es uns mit der Generation Aux-Liste gelungen ist, eine Vielzahl von Menschen zur politischen Partizipation zu motivieren, die sich das selbst vor einigen Monaten oft noch gar nicht vorstellen konnten. Die zwar in den unterschiedlichsten Bereichen in und für Augsburg aktiv waren und sind, aber nicht daran gedacht hätten, politisches Engagement für ihre Stadt zu zeigen“, so Brandmiller in einer Pressemitteilung.

Darunter sind die Gründer Sandra Haas (Kinderlachen.de), Wolfgang Schimpfle (Degree), Raimund Seibold (Boxbote), Christoph Steinle (August Gin) oder Daniel Gibisch (Little Lunch), Künstler und Kulturschaffende wie Michael Kamm und Burak Kücük oder Igor Dordevic, Mitglied im Augsburger Integrationsbeirat. Daneben aber auch Geschäftsführer und Gesellschafter traditioneller Augsburger Familienunternehmen, wie Lena Gronde (Optik Gronde) und Alexander Ferstl (Modehaus Jung) sowie Studenten, Streetworker, Lehrer und viele andere Berufsgruppen.

“Eines der Ziele von Generation Aux ist es, wieder mehr Menschen dafür zu gewinnen, sich bereit zu erklären, auch politische Verantwortung für eine Gesellschaft zu übernehmen und so unter anderem die Auswahl für den Wähler wieder spannender und repräsentativer zu gestalten. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich bei der letzten Kommunalwahl gerade noch 40 Prozent der WählerInnen für die Wahl interessiert haben und weit über die Hälft gar nicht erst teilgenommen haben, eine extrem wichtige Aufgabe”, wie es in dem Papier weiter heißt.

Am kommenden Samstag liegen alle Listen zum Unterzeichnen im Rathaus aus

Mit 60 Personen ist die AUX-Liste maximal besetzt und sie liegt auch bereits in vier Augsburger Bürgerbüros aus: Hochzoll (Friedbergerstr. 115), Haunstetten (Tattenbachstr. 15), Kriegshaber (Ulmer Str. 72) und in der Stadtmitte (An der Blauen Kappe 18), wo sich die Unterstützer der jeweiligen Listen eintragen können. Fünf Listen liegen seit gestern aus: V-Partei, Die Partei, Augsburg in Bürgerhand, WSA, und Generation AUX. Jede Liste benötigt 470 Unterschriften, um für den Stadtrat kandidieren zu dürfen. Das schreibt die Gemeindeordnung für Newcomer vor. Am kommenden Samstag, den 21. Dezember, liegen zwischen 9 und 15 Uhr alle Listen im Rathaus für Unterzeichner bereit. Das ist eine einmalige Angelegenheit. An allen anderen Werktagen stehen dafür nur die Bürgerbüros zur Verfügung. Ein Personalausweis ist ein vorzuweisendes Pflichtdokument für Unterzeichner, die in Augsburg gemeldet sein müssen. Auch EU-Bürger sind unterzeichnungsberechtigt.

Bis auf Die Partei sollten nach Einschätzung der DAZ alle Gruppierungen in der Lage sein, über ihre sozialen Netzwerke die nötige Anzahl der Unterschriften zu generieren. Die DAZ wird im dreitägigen Turnus Wasserstandsmeldungen bezüglich der Unterschriftenanzahl abgeben. Am 3. Februar ist der letzte Tag für die Unterzeichner, am 4. Februar 2020 tagt der Wahlausschuss, der über die Zulassung der Gruppierungen befindet.

 

 

 

 



BUNDESLIGA

FCA schlägt Düsseldorf und nähert sich den Europa-League-Plätzen

Der FCA setzt seine Serie fort und gewinnt in der Englischen Woche am Dienstagabend 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf in der heimischen WWK Arena vor 27.763 Zuschauern.

Nach der verdienten 1:0-Führung durch Maxs Abstauber (32.) sorgten zwei ruhende Bälle in Halbzeit zwei für den hoch verdienten Augsburger Sieg. Tin Jedvaj (61.) verwandelte eine Max-Ecke am kurzen Pfosten mit dem Kopf. Und der überragende Philipp Max besorgte in der 72. Minute mit einem leicht haltbaren 25-Meter-Freistoß das 3:0. Der Dreier in Runde 16 war verdient und sicherte dem FCA 16 Punkte aus den letzten sechs Spielen. In einem über weite Strecken zerfahrenem Spiel zeigte sich der FCA agiler und mit mehr Siegeswillen als die Rheinländer, die nach vorne kaum Durchschlagskraft entwickelten und im Tor einen Keeper hatten, der patzte. 

Trainer Martin Schmidt setzte auf die gleiche Elf, die in Hoffenheim beim 4:2-Sieg angefangen hat.

Die Partie stand von Beginn an unter der Maxime eines Augsburger Erfolges, da sie mit erhöhtem Selbstvertrauen und einer besseren Ballsicherheit Richtung Fortuna-Tor spielten, als das umgekehrt der Fall war: Die Düsseldorfer leisteten sich mehr Fehler als die Heimmannschaft, und so kamen die Augsburger zu ihren Chancen, die zunächst noch nicht nutzen konnten.   Den Abschlüssen von Frederik Jensen (2.) und Daniel Baier (16.) fehlte es an Präzision. Mit zunehmender Spieldauer agierte der FCA dann mit mehr Tempo und Genauigkeit im Spiel nach vorne. Florian Niederlechner tauchte nach einem Ball in die Tiefe vor Fortunas Torwart Zackary Steffen auf, scheiterte aber aus leicht spitzem Winkel am Fortuna-Keeper (21.). Auch Düsseldorf hatte eine Szene nach vorne: Eine Freistoßflanke verpasste Kaan Ayhan nur knapp (30.).

Niederlechner narrte wenig später Kasim Adam, hatte freie Bahn und legte sich das Leder im Sprint zurecht. Den Schuss des Torjägers konnte Fortunas Keeper Steffen parieren, und der heranbrausende Philipp Max bedankte sich und staubte zum 1:0 für den FCA ab (32.). Der dritte Treffer für den neuen FCA-Linksaußen innerhalb einer Fußballwoche, nachdem er bereits in Sinsheim zwei Kisten erzielt hatte. Der FCA dominierte im weiteren Verlauf das Geschehen und hätte unmittelbar vor der Pause erhöhen können: Nach einer Ecke kam Iago aus guter Position zum Schuss, schoss ab Niederlechner an und der Ball verfehlte das Ziel (45.).

Düsseldorf zeigte nach der Pause mehr Willen und Agilität nach vorne, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Doch plötzlich tauchte Düsseldorf richtig gefährlich vor dem Kasten der Augsburger auf: Dawid Kownacki köpfte eine scharfe Hereingabe am FCA-Tor vorbei (58.). Eine Ecke, bis dahin kein FCA-Ruhmesblatt in Sachen Torgefährlichkeit, sollte die Partie entscheiden: Max schlug eine Ecke scharf an den ersten Pfosten, wo Jedvaj stand und mit dem Kopf das 2:0 erzielte. (61.).

Im Gegenzug wäre Düsseldorf beinahe zum Anschlusstreffer gekommen, Augsburgs Koubek war gegen Nana Ampomah aufmerksam (63./70.). Stattdessen machte der FCA nach einem ruhenden Ball den Sack zu: Max probierte es bei einem Freistoß aus rund 25 Metern direkt, Fortunas Steffen ließ den schwach getretenen Ball durch die Hosenträger passieren: 3:0!(72.). Für Max der vierte Treffer in zwei Spielen. Danach sollte nichts mehr passieren, worüber zu berichten wäre. Beim FCA zeigte Koubek keine Schwäche und hielt, was zu halten war. Max war nicht nur wegen seinen Toren der beste Mann auf dem Platz. Er, Jensen und Niederlechner sorgten für Durchschlagskraft bei den Brechtstädtern, während Marco Richter nicht unbedingt in einem Formhoch ist.

Der FCA befindet sich nach dem 16. Spieltag nur noch zwei Punkte vom 6. Tabellenplatz entfernt, der für Europa qualifizieren würde, während zwischem einem möglichen Abstiegsplatz und dem FCA neun Punkte Abstand liegen.

Im letzten Spiel des Jahres und zum Abschluss der Englischen Woche ist der FCA am Samstag, 21. Dezember, (15.30 Uhr) bei RasenBallsport Leipzig zu Gast.

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1RB LeipzigRB Leipzig16104245:192634
2Bor. MönchengladbachM'gladbach15101431:181331
3Borussia DortmundDortmund1686240:221830
4FC Schalke 04Schalke 041584326:18828
5Bayern MünchenFC Bayern1583441:212027
6SC FreiburgSC Freiburg1574424:18625
7Bayer LeverkusenLeverkusen1674522:21125
81899 HoffenheimHoffenheim1673623:27-424
9VfL WolfsburgWolfsburg1565417:15223
10FC AugsburgAugsburg1665527:28-123
111. FC Union BerlinUnion Berlin1662819:22-320
12Eintracht FrankfurtFrankfurt1553724:23118
13Hertha BSCHertha BSC1653822:29-718
141. FSV Mainz 05Mainz 0516601025:38-1318
15Werder BremenSV Werder1635823:40-1714
16Fortuna DüsseldorfDüsseldorf16331016:35-1912
171. FC Köln1.FC Köln15321014:30-1611
18SC Paderborn 07Paderborn15231018:33-159