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AEV verliert gegen Ingolstadt in Overtime

Die Augsburger Panther haben nach drei Heimsiegen in Folge einen bitteren Rückschlag erlitten. Gegen den ERC Ingolstadt führten die Panther vor 5878 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion bereits mit 3:0, kassierten in der Schlussminute aber noch den Ausgleich und unterlagen letztlich mit 3:4 nach Verlängerung. Die Treffer für den AEV erzielten T.J. Trevelyan (18.), Adam Payerl (20.) und Daniel Schmölz (24.). Für Ingolstadt waren Fabio Wagner (38.); Maurice Edwards (46., 62.) und Michael Collins (60.) erfolgreich. 

© sport-in-augsburg.de

Erstmals seit seiner Verletzung beim CHL-Aus in Biel stand dabei Olivier Roy wieder zwischen den Pfosten und auch Marco Sternheimer konnte wieder mitwirken. Zudem rückte Jaroslav Hafenrichter ins Lineup, da Henry Haase kurzfristig krank passen musste. Mitch Callahan und Alex Lambacher nahmen als überzählige Akteure auf der Tribüne Platz.

Und von dort sahen sie ein über weite Strecken ausgeglichenes erstes Drittel, das zu Beginn vor allem von den Abwehrreihen dominiert wurde. Die erste richtig gute Möglichkeit hatten die Panther nach feiner Kombination durch Thomas Holzmann, aber Timo Pielmeier im Tor der Gäste blieb Sieger (11.).

Doppelschlag durch Trevelyan und Payerl

Der AEV tat anschließend etwas mehr für das Spiel, es dauerte aber bis kurz vor der ersten Sirene, ehe es wieder richtig gefählich wurde. Das erste Powerplay der Gastgeber überstanden die Schanzer trotz einiger Möglichkeiten noch unbeschadet, aber kurz danach war es soweit. Brady Lamb beförderte die Scheibe einfach zum Tor und Trevelyan fälschte unhaltbar zum 1:0 ab (18.). Und es kam noch besser, denn 72 Sekunden später legten die Panther nach. Die Augsburger erkämpften sich die Scheibe im Drittel der Gäste, Tölzer hatte an der blauen Linie ein wenig Platz, lief noch einen Meter und bediente dann Payerl mit einem Traumpass, so dass dieser nur noch den Schläger hinhalten musste (20.).

Schmölz im Powerplay zum 3:0

Der Doppelschlag sorgte auch dafür, dass die Panther voller Selbstvertrauen ins Mitteldrittel starteten und es dauerte nicht lange, bis der AEV den dritten Treffer erzielte. Dieses Mal bediente David Stieler in Überzahl den freistehenden Schmölz und der traf mit einem platzierten Schuss genau ins kurze Kreuzeck (24.). Sternheimer hätte kurz danach sogar das 4:0 erzielen können, aber der Pfosten rettete für den bereits geschlagenen Pielmeier (26.).

Die Gäste konnten sich offensiv erst ab etwa der 30. Minute entfalten, bauten dann jedoch durchaus Druck auf. Die Panther überstanden die erste Drangphase und auch ein durchaus gefährliches Powerplay des ERC, aber kurz nachdem der AEV wieder komplett war, gelang Wagner aus der Distanz der Anschlusstreffer (38.).

Ingolstadt kommt ins Spiel zurück und gleicht aus

Und auch im dritten Drittel waren die Schanzer das bessere Team. Ein Augsburger Überzahlspiel überstanden die Gäste ohne größere Probleme und als es wieder mit fünf gegen fünf weiterging traf Edwards zum mittlerweile nicht unverdienten 3:2 und sorgte spätestens damit wieder für Spannung (46.). Nach diesem Gegentor gelang es dem AEV besser, die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten, aber in der Schlussminute gelang Ingolstadt tatsächlich noch der Ausgleich. Torschütze war Collins mit einem verdeckten Schuss aus dem Rückraum (60.).

ERC holt den Extrapunkt

Und in der Overtime sicherte Collins mit seinem zweiten Treffer nach einer Einzelleistung den Extrapunkt (62.). Für die Panther geht es nun am Freitag beim EHC Red Bull München weiter, ehe Krefeld zwei Tage später seine Visitenkarte in Augsburg ab 14:00 Uhr abgibt.



Schaezlerpalais: Über allen Türen ist Unruh…

Zwei weitere restaurierte Supraporten sind an ihrem Platz im Schaezlerpalais zurück

Erzherzog Philipp von Österreich führt Susanne Neithart zum Tanz auf dem Fronhof, 1496 Bildnachweis: Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg freuen sich, dass es mit der Restaurierung der Supraportengemälde im 2. Stock des Schaezlerpalais vorangeht. Anfang dieser Woche wurden zwei weitere dieser über den Türen hängenden Gemälde an ihren ursprünglichen Platz im Raum 25 zurückgebracht.

„Ein Stück unbekannte Augsburger Geschichte harrt noch ihrer Wiederherstellung. Die Supraporten des zweiten Stockwerks sind exquisite und kostbare Geschichtsdokumente, die wir in Zukunft wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen wollen“, so Kunstsammlungsleiter Dr. Christof Trepesch.

Nach ihrer Restaurierung wieder aufgehängt wurden jetzt die Bilder mit den Titeln: „Der Geschlechtertanz in Augsburg im Jahre 1480“ und „Erzherzog Philipp von Österreich führt Susanne Neithart zum Tanz auf dem Fronhof, 1496“. Möglich wurde dies durch den finanziellen Einsatz des Vereins Augsburger Geschlechtertanz e.V. für das erstgenannte Bild und einer Privatperson für das zweite Bild.

Somit hängen im 2. Stock des Schaezlerpalais inzwischen immerhin schon neun von insgesamt 32 entsprechenden Gemälden an ihrem alten Platz. Genau, wie die Gemälde des 1. Stocks sind auch die des 2. Stocks von Joseph Christ um 1770 gemalt worden. Die Kunstsammlungen hoffen, auch für die noch fehlenden Gemälde die nötigen Unterstützer gewinnen zu können.

Zu besichtigen sind die neu aufgehängten Gemälde in Raum 25, wie auch der Rest des Haues, sonntags bis dienstags von 10 bis 17 Uhr.



Ein festliches Hallelujah! Zum Abschluss des Mozartjahres 2019

Mit einem festlichen Konzert zur Weihnachtszeit verabschiedete sich die Mozartstadt Augsburg für das Jahr 2019 von ihrem Publikum. Unter dem Titel „Hallelujah!“ bot das Berliner Ensemble für Alte Musik gemeinsam mit der Audi Jugendchor-Akademie einen Streifzug durch feierliche geistliche Musik.

Von Halrun Reinholz

Elbphilharmonie Großer Saal; das Philharmonische Staatsorchester ( Dirigent Kent Nagano) , UrauffŸührung `Arche`(von Jšörg Widmann) Foto: © Michael Zapf Pressefotografie www.michael-zapf.de

Dabei hob sich die Programmgestaltung angenehm ab vom gängigen Repertoire der Vorweihnachtszeit, war aber dennoch außerordentlich festlich und der Adventszeit angemessen. In der gut besetzten evangelischen St.Ulrichs-Kirche erklang vor der Pause der erste Teil von Händels Oratorium „Messiah“. Im zweiten Teil kamen so unterschiedliche Werke wie Mozarts „Exsultate“, Carl Friedrich Emanuel Bachs „Magnificat“ und zum krönenden Abschluss das titelgebende „Hallelujah“ aus Händels Messias. In kongenialem Zusammenspiel überzeugten die Akademie für Alte Musik Berlin („Akamus“), in dieser Saison Orchester in Residence der Mozartstadt Augsburg, der kolossale hoch qualitative Chor der Audi Jugendchorakademie und die hochkarätigen Solistinnen und Solisten des Abends unter der Gesamtleitung von Martin Steidler. 

Es war der krönende Abschluss des Mozartjahres 2019, das vor allem den 300-jährigen Jubilar Leopold im Fokus hatte und erneut ein Beweis für die hohe Qualität der Aufführungen, die unter diesem Label in der Mozartstadt Augsburg im Jahr 2019 zu sehen und hören waren. Die Audi Jugendchorakademie mit Sängerinnen und Sängern von 16 bis 27 Jahren ist ein reifer, hoch professionell wirkender Klangkörper, der auf der Bühne Leichtigkeit und Präzision zeigte und nicht von ungefähr auf den großen Bühnen wie kürzlich der Elbphilharmonie gastierte. 

Von den Solisten ragte die Sopranistin Sophie Klussmann nur deswegen besonders heraus, weil sie bei Mozarts „Exsultate“ einen Einzelauftritt mit dem traditionell stehenden Kammerorchester ohne Dirigat hatte. In den anderen Programmpunkten kamen neben ihr auch die Mezzosopranistin Sophie Harmsen, der Tenor Patrick Grahl und der Bass Matthias Winckhler in klanglicher Harmonie zum Einsatz.

Trotz des etwas überlangen Programms war das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt durch die saubere, präzise und klangharmonische Darbietung, die das Mozartstadt-Team unter Simon Pickel auch diesmal wieder ermöglicht hatte. Im Jahr 2020 kommt auch die Mozartstadt nicht an dem jubilierenden Beethoven vorbei: In dem steten Bemühen um Bezüge und Vernetzungen in der Musikgeschichte steht das Programm mit der vokalsparenden Überschrift MZRT & BTHVN dann unter dem Motto „Vollendung und Aufbruch“. 

Eröffnet wird es zum neuen Jahr am 11. Januar wieder vom Orchester in Residence „Akamus“ mit Mozarts Gran Partita B-Dur. Nach diesem Mozartjahr-Abschluss kann man sich als Konzertbesucher nur voller Ungeduld freuen auf die erlesenen Mozart-Kugeln des neuen Jahres!