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KUNST

Auf zum Paradies: Johann Elias Ridinger und sein Paradies-Zyklus

Das grafisches Kabinett im Höhmannhaus zeigt eine bemerkenswerte Ausstellung vom 31. Oktober 2019 bis zum 2. Februar 2020

Johann Elias Ridinger, Denn als Gott der Herr gemachet hatte von der Erde allerlei Getier…(Th. 810), Kupferstich Bildnachweis: © Kunstsammlungen und Museen Augsburg

In den neunziger Jahren konnte von den Städtischen Kunstsammlungen aus Privatbesitz ein Bestand von zwölf gut erhaltenen Kupferdruckplatten mit der Darstellung der Geschichte von Adam und Eva im Paradies von Johann Elias Ridinger (1698 – 1767) erworben werden. Exemplarisch und typisch für sein künstlerisches Schaffen dekoriert Ridinger seine Paradiesdarstellungen mit einer Vielzahl von seltenen, damals fast unbekannten exotischen Tieren. Mit ihrem Verhalten, durch die dramatische geschilderte Natur und die Lichtführung werden sie kommentierend in die Geschichte der Menschen im Garten Eden eingebunden.

Schon länger waren zahlreiche Vorzeichnungen bis hin zu einem einzelnen Plattenvorentwurf sowie die ausgeführten Druckgrafiken im Bestand der Grafischen Sammlung vorhanden. Durch die Druckplatten, die zeichnerischen Entwürfe und die druckgrafischen Exponate soll die Entstehung der Paradies-Serie Ridingers interessierten Besucherinnen und Besuchern anschaulich gezeigt werden.

 



Ansichten eines Totengräbers

Die Theaterwerkstatt Augsburg (Regie: Jürg Schlachter, Spiel: Matthias Klösel) bringt »Die Maske des Roten Todes« auf die Bühnen der Werkstattgalerie Krüggling und des City Clubs.

Edgar Allan Poe, Meister der schwarzen Romantik, feiert mit seiner Schauerstory »Die Maske des Roten Todes« eine apokalyptische Orgie zur Zeit der großen Pestepidemie. Während der Sensenmann reiche Ernte hält, gibt Prinz Prospero in seinem Schloß eine rauschende Party. In seiner Hybris meint er, dem Tod ein Schnippchen schlagen zu können.

Im Zwiegespräch mit einem Totenschädel erzählt der Augsburger Totengräber Christian Voigt alias Schauspieler Matthias Klösel diese Schauergeschichte, während er sich ein kleines Päuschen vom Schaufeln gönnt. Haben ja sowieso alle nur was auszusetzen an ihm. Der Probst von St. Georg schimpft dass die Gräber nicht tief genug ausgehoben sind – und saufen soll er auch nicht bei der Arbeit.

Die Maske des Roten Todes ist ein pralles Stück Volkstheater, ein Totentanz der besonderen Art, sinnlich und überbordend barock.

Termine: 8. November, 20:30 Uhr, Werkstattgalerie Krüggling // 10. November, 20:30 Uhr, Werkstattgalerie Krüggling // 14. November, 20:30 Uhr, City Club // 15. November, 20:30 Uhr, City Club // 17. November, 20:30 Uhr, City Club // 24. November, 20:30 Uhr, Werkstattgalerie Krüggling.



AEV verliert in Ingolstadt

Die Augsburger Panther haben einen neuen Rekordspieler. Steffen Tölzer bestritt bei der unglücklichen 1:2-Niederlage beim ERC Ingolstadt sein 706. Spiel für den AEV und löst damit Duanne Moeser ab. Das einzige Tor für die Panther erzielte dabei David Stieler (52.). Für die Schanzer waren Mirko Höfflin (38.) und Wayne Simpson (40.) erfolgreich.

Drew LeBlanc (Nr. 19) fehlt den Panthern gewaltig Foto: DAZ-Archiv © Siegfried Kerpf

Trainer Tray Tuomie musste dabei weiter auf Drew LeBlanc und T.J. Trevelyan verzichten. Kurzfristig musste auch Jakob Mayenschein passen. Dafür feierte Dennis Miller sein DEL-Debüt.

Im Tor begann Markus Keller und der gebürtige Augsburger hatte im ersten Drittel auch reichlich Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Nach einer weitestgehend ausgeglichenen Anfangsphase wurden die Hausherren immer stärker und hatten durch Michael Collins freistehend vor Keller die große Chance auf den ersten Treffer (16.).

Keller im Mittelpunkt

Augsburgs Goalie hielt aber stark und wehrte wenig später auch in Unterzahl sehenswert gegen Brett Olson ab (17.). Kurz vor Drittelende hatten die Gastgeber den Jubelschrei bereits auf den Lippen, aber Keller konnte zweimal den Einschlag mit unfassbaren Paraden verhindern.

Erst fälschte Brandon Mashinter einen Schuss stark ab und anschließend hatte Matt Bailey das leere Tor vor sich, aber Keller warf sich dazwischen (je 20.) und sorgte dafür, dass es torlos in die erste Pause ging.

Nach Wiederbeginn waren die Panther dann jedoch deutlich besser im Spiel und erarbeiteten sich ein Übergewicht. Zwar traf Bailey den Pfosten des Augsburger Tores (26.), aber beim AEV verpasste Fraser bei einem Alleingang (27.) ebenso das 0:1 wie beispielsweise Thomas Holzmann kurz danach (29.).

AEV besser – Ingolstadt trifft doppelt

Beide scheiterten am hervorragend aufgelegten Jochen Reimer im Tor des ERC. Doch die Panther spielten weiter nach vorne, hatten auch noch mehr Gelegenheiten, aber der Treffer fiel auf der anderen Seite.

Tölzer wurde am eigenen Tor zu Fall gebracht, die Schiedsrichter ließen weiterspielen und so kam der Puck zu Höfflin, der Ingolstadt in Führung schoss (38.). Kurz vor Drittelende fiel sogar noch das 2:0, als Simpson den Puck von hinter dem Tor einfach Richtung Slot beförderte und dieser dann von Henry Haases Schlittschuh ins eigene Tor ging (40.).

Stieler netzt in Überzahl ein

Die Panther gaben sich aber nicht geschlagen und dominierten das letzter Drittel. Fraser konnte jedoch auch seinen zweiten Alleingang gegen Reimer nicht verwerten. Und so blieb es weiter beim 2:0 für die Hausherren (43.).

Der AEV drückte aber immer weiter und belohnte sich schließlich in Überzahl durch Stieler mit dem überfälligen 2:1 (52.). Wenig später hatte Mitch Callahan zudem die große Chance auf den Ausgleich, als er nach einem schönen Angriff völlig frei vor Reimer auftauchte, aber am ERC-Schlussmann scheiterte (54.).

So blieb es letztlich bei der unglücklichen Niederlage, aber die Panther haben am Sonntag gegen die Wolfsburg Grizzlys im letzten Spiel vor der Länderspielpause wieder die Chance auf Punkte. Das Eröffnungsbully im Curt-Frenzel-Stadion steigt um 19:00 Uhr.