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FCA verpasst Befreiungsschlag gegen Aufsteiger Union Berlin

Der FC Augsburg steht weiter unter Druck. Auch gegen den Aufsteiger Union Berlin reichte es beim Heimspielauftakt in der mit 27.703 Zuschauern nicht ausverkauften WWK-Arena nur zu einem enttäuschenden 1:1 Unentschieden. 

Von Udo Legner

Alfred Finnbogason: „Sein Einsatz kam zu spät“, so FCA-Experte Udo Legner — Foto: © Siegfried Kerpf,

Beim FCA standen die nach dem 1:5-Debakel in Dortmund  neu verpflichteten Abwehrspieler Stephan Lichtsteiner und Tin Jedvaj umgehend in der Startelf. Zusammen mit Rani Khedira komplettierte der zuletzt verletzte Philipp Max die Augsburger Defensive.

Auch wenn beim FCA der Einsatz stimmte, taten sich die Augsburger gegen die gut gestaffelte Defensive von Union Berlin in der Anfangsphase schwer. Insbesondere das Offensivspiel der Augsburger war trostlos und ohne erkennbares Konzept. Immer wieder rannten sich die Schwaben fest, so dass es bis zur ersten Halbchance von Florian Niederlechner geschlagene 26 Minuten dauerte.

Reisende soll man nicht aufhalten

Mit zunehmender Spieldauer wurde klar, dass Trainer Martin Schmidt mit der Aufstellung der abwanderungswilligen Michael Gregoritsch und Philipp Max alles andere als ein glückliches Händchen hatte. Während am österreichischen Nationalspieler das Spiel völlig vorbeilief, war auch der einst so erfolgreiche Vorbereiter Philipp Max nur ein Schatten früherer Tage und fiel lediglich durch seine vielen Fehlpässe und unpräzise getretenen Eckbälle auf. Mit zunehmender Spieldauer zeigten die Eisernen gute Ansätze im Angriff und drängten – angetrieben von ihren stimmgewaltigen Fans – in der Schlussphase der ersten Halbzeit auf das Führungstor. Ingvartsens Schuss aus spitzem Winkel konnte von  Lichtsteiner (41. Min.) gerade noch geblockt werden. Beim Volley von Robert Andrich  aus dem Rückraum stand Rani Khedira im Weg (44. Min.).

Fazit zur Halbzeit: Trotz verbesserter individueller Qualität im Vergleich zum Pokaldebakel gegen den Viertligisten Verl und der 1:5 Klatsche in Dortmund blieb beim FCA viel zu vieles Stückwerk. Folge der fehlenden Harmonie und der Schwäche in der Offensive: Gegen den Tabellenletzten waren hochkarätige Torchancen Fehlanzeige!

Mit mehr Schwung und Biss startete der FCA in die zweite Halbzeit. Doch die erste Chance gehörte den Gästen aus Berlin: Auf dem rechten Flügel gab Becker Philipp Max das Nachsehen, doch die Hereingabe des Niederländers konnte Neuzugang Jedvaj gerade noch vor dem anstürmenden Anthony Utah abwehren (48. Min.). Wenige Minuten später ein brillanter Spielzug der Augsburger, wie man ihn gar nicht mehr erwartet hatte. Florian Niederlechner setzte sich auf dem rechten Flügel gegen Schlotterbeck durch und der Schweizer Vargas vollendete unhaltbar für Union-Keeper Gikiewicz zur 1:0 Führung für den FCA (59. Min.). In der Folge versäumte es der FCA die Führung auszubauen. Die größte Chance hierzu vergab Niederlechner (72. Min.). Auf der Gegenseite profitierten die Eisernen vom glücklichen Händchen ihres Trainers Urs Fischer. Die in der 71. Minute eingewechselten Sebastian Andersson und Sebastian Polter sollten für die Köpenicker die Wende bringen. 

Kurz nach seiner Einwechslung hätte Polter bereits per Kopfball den Ausgleichstreffer markieren können, doch FCA-Keeper Koubek konnte gerade noch parieren (73. Min.). In der Augsburger Hintermannschaft begann nun das  das große Zittern, das in der 80. Minute sein unglückliches Ende fand. 

Dummes Gegentor

Nach einem katastrophalen Patzer von Jedvaj im Aufbauspiel war die Bahn frei für Polter, dessen Zuspiel Joker Andersen mühelos zum keineswegs unverdienten Ausgleichstreffer für Union Berlin einschob (80. Min.). Beim FCA flammte noch einmal Hoffnung auf, als Schlotterbeck nach grobem Foulspiel an Niederlechner die rote Karte sah. Doch trotz Überzahl reichte es für den FCA auch mit dem (zu spät!) eingewechselten Finnbogason (88. Min.) nicht mehr zum Siegtreffer.

Durch den ersten Punktgewinn klettert der FCA vorerst auf den 13. Tabellenplatz, den es beim nächsten Auswärtsspiel in Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr) zu halten gilt.

FCA: Koubek – Lichtsteiner, Jedvaj, Khedira, Max – Gruezo, Baier – Hahn, Gregoritsch,Vargas – Niederlechner

Einwechslungen:

68. Minute Richter (für Vargas)

74. Minute Oxford (für Gruezo)

88. Minute Finnbogason (für Niederlechner)



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