Wendejahre
Maximilian I.
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Tauschgeschäft: Augsburgs Jonathan Schmid geht nach Freiburg

Nach drei Jahren und 78 Bundesligaspielen für den FC Augsburg wird bei Jonathan Schmid kein weiterer Einsatz im FCA-Trikot dazu kommen. Der 28- jährige Franzose, der noch einen Vertrag bis 2020 besaß, wechselt ab dem 1. Juli zum SC Freiburg. Über die Ablösesumme haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

„Mein Sohn kommt in den nächsten Monaten in die Schule. Daher haben wir uns als Familie entschlossen, uns wieder Richtung Heimat zu orientieren“, begründet Jonathan Schmid seinen Wechselwunsch. „Ich habe mich beim FCA unheimlich wohl gefühlt, doch es ist für uns an der Zeit, wieder näher ans Elsass zu ziehen. Ich bedanke mich dafür, dass der FCA mir dies durch die Zustimmung zum Wechsel ermöglicht.“

„Wir bedanken uns bei Jonathan Schmid für seinen Einsatz für den FCA in den letzten Jahren. Johnny ist ein Familienmensch und hat seinen Wechselwunsch mit familiären Gründen untermauert. Da sein Vertrag nach der kommenden Saison ausgelaufen wäre und eine Verlängerung aus genannten Gründen nicht möglich war, haben wir eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung angestrebt und nun auch gefunden“, sagt Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA.

Wie längst vom Kicker und der DAZ berichtet, ist anzunehmen, dass Schmids Abgang als Teil der Augsburger Verpflichtung von Niederlechner zu verstehen ist, der quasi im Tausch gegen Schmid von Freiburg zum FCA kommt. „Jonny“ Schmid war in der vergangenen Saison ein Lichtblick beim gebeutelten FCA: formstabil und nicht verletzungsanfällig.



Gesellschaft

Europa, Deutschland, Augsburg: Wie lebendig ist die Sozialdemokratie?

Die Sozialdemokratie liegt im Sterben, doch ohne sozialdemokratische Konzepte ist weder ein europäisches Denken noch eine kommunale Politik vorstellbar

Kommentar von Siegfried Zagler

Europa hat gewählt. Was bedeutet das Wahlergebnis für die Menschen in Schweden, Deutschland oder Rumänen? Nichts! Das Europäische Parlament bleibt für die meisten Europäer eine kafkaeske Einrichtung, ein Verordnungsparlament ohne ernstzunehmende Exekutive, ohne politische Kraft, ohne Ansehen und Gestaltungskraft. Und dennoch ist die europäische Idee durch die Wahl am zurückliegenden Sonntag durch die hohe Wahlbeteiligung gestärkt worden. 

Klimaschutz und Flüchtlingspolitik lassen sich nur auf europäischer Ebene in ein wirksames Konzept gießen. Die Wähler wissen das, spüren das und haben Brüssel und ihren jeweiligen Regierungen einen Auftrag gegeben. Das ist das Positive dieser Wahl. Besorgniserregend dagegen ist der Sachverhalt, dass die extremen Nationalkonservativen wie die Rechtspopulisten weiterhin einen zu starken Block in dem 751-Sitze-Parlament darstellen. Ein Jamaika-Bündnis (nach deutschem Verständnis) ließe sich jedoch bilden – mit einer soliden Mehrheit. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Grünen innerhalb des gesamteuropäischen Hauses deutlich unter 10 Prozent liegen.

Es gibt eine klare Wählerbotschaft an die Merkel-Nahles-SPD

Europawahlen sind immer national-motivierte Abstimmungen und somit für die Parteien in den Europäischen Ländern brisante Meinungsbilder. Die Botschaft für die deutsche Regierungskoalition CDU/CSU und SPD fällt nach der Bundestagswahl 2017, der Bayernwahl 2018, der Hessenwahl 2018 und schließlich nach der Europawahl 2019 so deutlich aus, dass sie selbst die Einfältigen und die Taubstummen unter den sozialdemokratischen Machthaltern verstehen müssten: Hört auf! 

Für Angela Merkels Schwarz-Rote-Koalition gibt es in Deutschland längst keine Mehrheit mehr. Angesichts der zunehmenden Arbeitsunfähigkeit der deutschen Regierung ist es eher verwunderlich, dass sich die Verluste der Union im Verhältnis zur SPD in Grenzen halten. Die Union stellt schließlich die Kanzlerin, die sich von der einst mächtigsten europäischen Politikerin zur einer mitleidserweckenden Lame Duck verwandelte.

Die Auflösungserscheinungen der SPD sind mit den Friedhöfen der sozialen Ungerechtigkeit erklärbar

Die Auflösungserscheinungen der SPD sind anhaltende politische Erdbeben, die mit dem gesellschaftlichen Wandel der Zeit zu erklären sind, die mit Gerhard Schröder zu erklären sind. Schröder wurde 1998 mit 41 Prozent für die SPD ins Amt gewählt, 2005 mit 34-SPD-Prozentpunkten wieder abgewählt. Danach ging es nur noch bergab, weil die sozialdemokratischen Friedhöfe der Schröder-Ära noch immer zur Grundausstattung der SPD gehören, also zur Signatur einer Partei, die immer noch behauptet, sie stehe für soziale Gerechtigkeit. Dabei wurden die erstaunlichsten Phänomene der Asozialität von der SPD mitgeschaffen. Die überall zu spürende Altersarmut geht dabei voraus. 

Trotz anhaltend guter Konjunktur bleibt fast jeder sechste Bundesbürger von der Armut gefährdet, sagt das Statistische Bundesamt. 40 Prozent der Beschäftigten verdienen real deutlich weniger als vor 20 Jahren, sagt das Wirtschaftsministerium. 70.000 bis 80.000 Fachkräfte fehlen bundesweit in der Krankenpflege. 40.000 zusätzliche Fachkräfte bräuchte es in der Altenpflege, sagen die Gewerkschaften. Die Förderung des staatlichen Wohnungsbaus hinkt dieser Entwicklung weit hinterher. Das Wohnen in den Städten ist für Normalverdiener und Familien kaum noch bezahlbar. Das sagt kein Amt und auch keine Gewerkschaft, sondern pfeifen die Spatzen von den Dächern: Eine soziale Katastrophe, die sich im Alltag von Millionen Bundesbürgern abbildet – in einem reichen Land, wohlgemerkt.

Ein Europa ohne Sozialdemokratie mag man sich nicht vorstellen

Neue Perspektiven der Gerechtigkeit wären demnach leicht zu formulieren und zu versprechen. Doch die SPD fällt dabei nicht auf, sondern verharrt im kleinteiligen Krisenmanagement und in Streitereien um Posten. 

Bei der aktuellen Europawahl erhielt die SPD deutschlandweit 16 Prozent. Die 20-Prozent-Marke ist inzwischen zum SPD-Level in der Bundesrepublik geworden. Das ist zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Darin besteht das Problem der SPD. Sie hängt in den Seilen ihrer Tradition und den von ihr geschaffenen Netzwerken der Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden und hat selbst bei ihren Kernthemen (Bildung und soziale Gerechtigkeit) den Zugang zu den modernen Aufgabenstellungen verpasst. Aus einem Tanker, der mit voller Ladung einige Jahrzehnte mit voller Kraft voraus fuhr und die politische Kultur der Bundesrepublik geprägt hat, ist längst ein maroder Kahn geworden, der nur noch in seichten Gewässern schippert.

Ein Europa ohne Sozialdemokratie mag man sich nicht vorstellen. Der Absturz der deutschen Sozialdemokratie bedeutet ebenfalls nichts Gutes, nämlich den Verlust einer politischen Kultur, einer Denkungsart, die den Gedanken eines solidarischen Gemeinwohl-Wirkens auszuformulieren und zu realisieren hatte. Ein Untergang zeichnet sich ab, ein Prozess, den niemand anders zu verantworten hat als die SPD selbst. Der Niedergang der SPD hat nämlich sehr viel damit zu tun, dass sie an den sozialen Missständen in einem reichen Land große Anteile hat. Am dramatischsten sind die Verluste der SPD im reichen Bayern, wo sie sich selbst in ihren urbanen Hochburgen leicht über 10 Prozent einpendelte.

Für die Kommunalwahl 2020 gilt Schwarz-Grün als Koalitionsmuster 

Satte Mehrheit für Schwarz-Grün in Augsburg Grafik: © DAZ

In den drei großen Kommunen schnitt die SPD am schlechtesten in Augsburg ab (10,1 Prozent), dann folgt München (11,4 Prozent) und Nürnberg mit 12,6 Prozent. Da es in Bayern für Schwarz-Rote-Koalitionen bei den kommenden Kommunalwahlen wohl nicht reichen wird – und es für Rot-Rot-Grün nicht reichen wird, gilt derzeit in Bayern das Modell Schwarz-Grün als Koalitionsmuster der Zukunft. Falls die SPD im Bund weiterhin auf der Stelle treten sollte, darf man für 2020 auch in einer ehemaligen SPD-Hochburg wie Augsburg keine großen Sprünge nach oben erwarten. Die Ergebnisse der Bundes-SPD spiegeln sich beinahe in Augsburg eins zu eins wider.

Es wäre also unzutreffend, würde man das schwache Abschneiden der Augsburger SPD innerhalb der Stadt mit dem schwachen Wirken der lokalen Akteure erklären. Dennoch muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass von den Augsburger Spitzenakteuren keine sozialdemokratische Aura ausgeht. Dirk Wurm, der kürzlich vom Vorstand als OB-Kandidat vorgeschlagen wurde – und daraufhin flugs in dieser Eigenschaft ein Interview gab, obwohl ihn die Partei noch nicht nominiert hat (die Nominierungsversammlung ist erst am 19. Juli und Gegenkandidaten sind denkbar), ist als designierter OB-Kandidat das beste Beispiel dafür, wie schwach die Augsburger SPD personell aufgestellt ist.

Es ist zu hoffen, dass die sozialdemokratischen Adern in Augsburg noch nicht verödet sind

Das gilt im Grunde für alle Parteien im Augsburger Stadtrat, der im Lauf dieser Periode durch das schwache Agieren des Regierungsbündnisses (CSU/SPD/Grüne) insgesamt als demokratische Entscheidungsinstanz deutlich an Ansehen und Bedeutung verloren hat. Nach der Europawahl mit dem desaströsen Ergebnis der SPD ist für Augsburg zu hoffen, dass die Augsburger SPD über eine Wunderheilung eine Genesung erfährt, denn die Adern, in denen einst das sozialdemokratische Blut dieser Stadt floss, sind noch nicht verödet. Die Wohlfahrtsverbände, die Vereine, die Gewerkschaften, die Universität, die Neubürger und viele ehemalige SPD-Wähler im Rentenalter wären leicht für eine solidarische Stadtgesellschaft zu beleben, wenn die lokale Sozialdemokratie dazu gute Vorschläge machen würde.



Werner-Egk-Schule behält ihren Namen

Der Augsburger Stadtrat hat mit 31:25 Stimmen entschieden, dass die Werner-Egk-Schule in Oberhausen nicht umbenannt wird. 

© DAZ

Die Augsburger CSU stimmte geschlossen gegen die von der betroffenen Schulfamilie gewünschten und von einer Expertenkommission empfohlenen Umbenennung. Der CSU schlossen sich Pro Augsburg, Peter Grab (WSA), Bürgermeisterin Eva Weber sowie Oberbürgermeister Kurt Gribl an. Da Stadträte urlaubs- oder krankheitsbedingt fehlten und  SPD-Stadtrat Dieter Benkard die Abstimmung „schwänzte“, kam es zu diesem Abstimmungsergebnis. Im Augsburger Stadtrat sind bei kompletter Anwesenheit 61 Personen abstimmungsberechtigt. Ohne Benkard, der sich im Vorfeld gegen die Umbenennung aussprach, stimmten die Fraktionen der SPD und der Grünen nach eine zweistündigen Debatte geschlossen für die Umbennenung. Die Debatte wurde teils sachlich, teils emotional geführt. Ein Bericht folgt.

 

 



Werner Egk: Appell der Schulfamilie an den Stadtrat

„Werner Egk als Namensgeber einer Schule – gemeinsam auf dem Weg zu einer für die Schule guten Entscheidung“, so diplomatisch bittet die Schulleitung, das Lehrerkollegium und der Elternbeirat den Stadtrat um eine Umbenennung. Nachdem die DAZ um eine Stellungnahme gebeten hatte, wird sie auch im Wortlaut veröffentlicht:

„Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulgemeinschaft wurde die Person Werner Egks in den vergangenen Jahren durch wiederkehrende Anfragen und Diskussionen zunehmend kritisch und umstritten hinterfragt, zum einen im Hinblick auf seine Rolle im Nationalsozialismus und zum anderen hinsichtlich seines für den Namensgeber einer Schule notwendigen ganz besonderen Vorbildcharakters. Aus langjährigen unterrichtspraktischen Erfahrungen erkannten wir, dass die Vermittlung der geschichtlichen Hintergründe sowie des Vorbildcharakters 6- bis 10-Jährigen selbst durch professionelle Fachkräfte nur unzureichend umsetzbar und auch für viele Erwachsene oft nicht eindeutig nachvollziehbar war. 

Daher haben wir, gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt, das Bildungsreferat um Unterstützung gebeten, die Eignung Werner Egks als Namensgeber einer Grundschule abschließend durch Experten klären zu lassen.

Auf der Grundlage der kultusministeriellen Ausführungen und der fachlichen Expertise der Kommission für Erinnerungskultur hat sich unsere Schulgemeinschaft nach einem partizipativen und kommunikativ konstruktiven Prozess mit dem Stadtteil, dem Staatlichen Schulamt und dem Bildungsreferat dazu entschlossen, um die Änderung unseres Schulnamens in die neutrale Form Grundschule Augsburg Oberhausen-Mitte zu bitten. 

Nun hoffen wir auf eine Entscheidung durch den Stadtrat, die primär die pädagogischen Belange unserer Schulgemeinschaft in den Blick nimmt und uns ermöglicht, all unser Engagement in die bestmögliche Bildung und Erziehung der uns anvertrauten Kinder investieren zu können.

Sollte keine Namensänderung erfolgen, bleibt die Sorge, dass auch in Zukunft immer wieder Anfragen und Erwartungen an unsere Schulgemeinschaft herangetragen werden, die wir nicht erfüllen können.“

So das Statement der Schulfamilie.

Der Stadtrat stimmt heute Nachmittag über die Umbenennung der Schule ab. Eine Mehrheit ist nach Informationen der DAZ gegen die Umbenennung.



Bundesliga: Willkommen Union Berlin

Nachdem gestern Abend der VfB Stuttgart in der Relegation gegen Union Berlin über ein 0:0 nicht hinauskam – und somit zusammen mit dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 in die Zweite Liga absteigt, darf man mit den Eisernen aus dem Osten der Hauptstadt einen „echten Zweitligisten“ begrüßen.

Union steigt zusammen mit dem SC Paderborn und dem 1. FC Köln auf. Dem Hamburger SV blieb der direkte Wiederaufstieg wegen einer desaströsen Schlussphase verwehrt. Die Berliner spielen in der kommenden Saison erstmalig in der Bundesliga. Sie bringen ein treues Publikum mit und sollten wegen der einzigartigen Atmosphäre „In der alten Försterei“ die Bundesliga bereichern. Mit der gestrigen Relegationspartie ist die Bundesligasaison endgültig beendet.



Erster Neuzugang: FCA verpflichtet Florian Niederlechner

Der FC Augsburg hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet: Vom SC Freiburg wechselt Florian Niederlechner in die Fuggerstadt und erhält einen Drei-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

Der 28-jährige Mittelstürmer freut sich auf seine neue fußballerische Heimat beim FCA: „Es fühlt sich richtig gut an, ab der neuen Saison in Augsburg zu sein. Die Vorfreude ist riesengroß! Ich habe schon in der Rückrunde immer mit einem Auge auf den FCA geschielt und war froh, als der Klassenerhalt in trockenen Tüchern war. Ich wollte von Anfang an nur zum FCA und habe alle anderen Anfragen abgeblockt, deshalb bin ich umso glücklicher, dass es mit dem Wechsel geklappt hat!“

„Florian Niederlechner verkörpert alle Tugenden des FCA. Er ist ein unheimlich laufstarker Spieler mit einer super Mentalität“, ist sich Geschäftsführer Sport Stefan Reuter sicher, dass der Neuzugang gut nach Augsburg passt. „Er hat ganz klar signalisiert, dass er nur nach Augsburg will. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir den Transfer jetzt realisieren konnten.“

Florian Niederlechner, der beim FCA die Rückennummer 7 tragen wird, stammt aus Hohenlinden (Landkreis Ebersberg), wo er auch das Fußballspielen begonnen hat. Nach Profistationen bei der SpVgg Unterhaching (2011 – 2012), dem 1. FC Heidenheim (2013 – 2015), dem 1. FSV Mainz 05 (2015 – 2016) und dem SC Freiburg (2016 – 2019), schnürt er seine Fußballschuhe ab der kommenden Saison für den FC Augsburg.

Laut Kicker sollen die Breisgauer im Tausch ihren ehemaligen Spieler Jonathan Schmid gefordert haben. Bisher ist bezüglich dieser Meldung nichts Genaueres in Erfahrung zu bringen.



Kommunalwahl 2020: Eva Weber wird mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen zur OB-Kandidatin der CSU nominiert

Mit 97 Prozent (3 Gegenstimmen) wurde Eva Weber am Montagabend im Ofenhaus des Gaswerks zu OB-Kandidatin der CSU gekürt.

Eva Weber Foto © Bernd Zitzelsberger

In einer programmatischen Rede schilderte die nun auch offiziell von der CSU als Nachfolgerin für Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl gesetzte Kandidatin die Herausforderungen und Chancen für die Stadtgesellschaft. – OB Dr. Kurt Gribl sprach in seiner Rede davon, dass Eva Weber die besten Grundlagen für das Amt habe: „Mit ihrer Erfahrung, Kompetenz, Verbindlichkeit und Seriosität wird sie Augsburg weiter voranbringen“, so Gribl.

Diese Themenkomplexe will Weber in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes rücken: 

Mobilität: Mit einem eigenen Referat soll ab der kommenden Legislaturperiode der Mobilitätsmix der Stadt gestaltet werden. „Wir brauchen Mobilität aus einem Guss und aktives Management“. Die Zuständigkeiten sollen in einem Referat gebündelt werden und so neue Schlagkraft erhalten. 

Bürgerbeteiligung: Eigene Bezirksausschüsse sollen die repräsentative Demokratie stärken und gleichzeitig der Teilhabe vor Ort neues Gewicht geben. „Diese Stadtteilparlamente, wie ich sie auch nenne, werden eine neue Nähe zwischen Bürgern und der Stadt und ein ganz neues Teilhabeniveau erzeugen“. In der Landeshauptstadt München und z.B. Ingolstadt bestehen bereits Bezirksausschüsse, die als Bindeglied zwischen Stadtrat und Zivilgesellschaft mehr und bessere Teilhabe ermöglichen sollen. „Ich hoffe, dass wir durch spürbare politische Arbeit vor Ort auch bei jungen Leuten die Begeisterung für Demokratie wecken“. 

Wohnen: Bauen und Bauen ermöglichen – mit diesen Grundparametern ihrer Wohnpolitik legt Eva Weber auch einen besonderen Fokus auf neue Wohnformen, Genossenschaftsprojekte und den sozialen Wohnungsbau. Die Wohnbaugruppe Augsburg soll in der kommenden Legislaturperiode 1.000 neue bezahlbare Wohnungen bauen. Eine starre Quote für den sozialen Wohnungsbau befürwortet Weber nicht. Sie plädiert für “Sozialwohungsbau nicht mit der Gießkanne, sondern fachlich qualifiziertem Blick für passgenaue Lösungen”. 

Klima: Ein Mitmachprogramm für Bürgerinnen und Bürger soll dazu anregen, dass neues Grün in der Stadt entsteht und Klimaschutz vor Ort beginnt. “Ich will, dass wir als Großstadtpartei Klimapolitik zu unserem Thema machen”, so Weber. “Keine Verbote. Keine Regulierung. Sondern Angebote. Damit alle den ihnen möglichen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz leisten können”. Dabei soll darauf geachtet werden, dass der Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem starke Berücksichtigung findet. 

In vier Werkstattgesprächen im Juli 2019 wird die nun nominierte OB-Kandidatin der CSU mit den Vertretern der Ortsverbände und vielen Unterstützern aus den Stadtteilen ins Gespräch gehen und mit Ihnen gemeinsam ein detailliertes Wahlprogramm erarbeiten. Mit dem “#TeamEva” wird ein Unterstützer-Team gegründet, das sich aus Engagierten und Unterstützern aus allen Teilen der Stadtgesellschaft zusammensetzen soll.



Interkulturelle Modenschau

Die Botschafter*innen der Vielfalt des Freiwilligen-Zentrums Augsburg laden am Samstag, 1. Juni, zu einer interkulturellen Modenschau.

Grafik: Einladungsflyer Freiwilligen-Zentrum

Auf dem Moritzplatz vor dem Kircheneingang erwartet die Besucher eine spannende Show, in der junge und jung gebliebene Models die interkulturelle Modevielfalt zeigen und die Bedeutung der verschiedenen traditionellen Kleidungsstücke erklären. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festjahrs 2019 „1000 Jahre Moritzkirche“ statt.

Interkulturelle Modenschau
Wann: Samstag, 01.06.2019 um 19.00 Uhr
Ort: Moritzplatz, Vorplatz der Moritzkirche



punkt7 thematisiert das unter Wirbelstürmen leidende Mosambik

30 Minuten innehalten für die Nöte der Welt

Mosambik im Südosten Afrikas ist eines der ärmsten Länder der Welt. Im April dieses Jahres wurde das Land von schrecklichen Wirbelstürmen heimgesucht. Sie hinterließen immense Verwüstungen, hunderttausende Menschen wurden obdachlos, Überschwemmungen vernichteten das Ackerland, die sanitäre Infrastruktur und die Wasserversorgung sind zerstört, rund 600 Menschen kamen ums Leben und die Zahlen der Opfer steigen. Die Franziskanerinnen von Maria Stern haben 2 Stationen in Mosambik. Im Rahmen von punkt7 wird Schwester M. Claudiana Huber, Franziskanerin von Maria Stern in Augsburg, Missionsprokuratorin, Bericht von der Situation vor Ort geben. Das Friedensgebet findet statt am Freitag, den 7. Juni um 19 Uhr in der St. Anna Kirche in Augsburg.

punkt7 ruft dazu auf, Menschen in Not solidarisch zur Seite zu stehen und lädt ein zu 30 Minuten Information, Reflexion, Stille und Hinwendung zu Gott. Getragen wird die Initiative punkt7 von den beiden Kirchengemeinden St. Anna und St. Moritz, sowie der evangelischen und katholischen Citykirchenarbeit und der Fokolar-Bewegung e.V.



FCA: Freiburgs Niederlechner soll im Tauschgeschäft für Schmid kommen

Seit Tagen soll laut Kicker der SC Freiburg mit dem FC Augsburg über einen Wechsel von Stürmer Florian Niederlechner verhandeln. Der Vollzug lasse nur auf sich warten – weil die Breisgauer im Gegenzug einen ihnen bestens bekannten FCA-Profi zurückholen wollen: Jonathan Schmid.

Der FCA ist auf seiner Suche nach einem schnellen und spielstarken Stürmer offenbar fündig geworden. Die Augsburger wollen Florian Niederlechner vom SC Freiburg loseisen. Laut Kicker soll bereits in den nächsten Tagen das Tauschgeschäft über die Bühne gehen. Die Verträge der beiden laufen jeweils im Sommer 2020 aus. Für den FCA wäre Niederlechner eine deutliche Verstärkung auf einer zentralen Stürmerposition, die am beim FCA zu schwach besetzt ist. Der Abgang von Jonathan Schmid dagegen, würde den FCA auf der rechten Außenbahn stark schwächen. Schmid war in der vergangenen Horrorsaison einer der wenigen Lichtblicke des FCA. Schmid kam in 28 Partien auf sieben Vorlagen und drei Tore, die alle aus direkt verwandelten Freistößen entstanden.

 



300 Millionen
Buergerbueros
Stadtteilgespraeche