Wendejahre
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Auf Brechts Spuren in Berlin: Vortrag wird wiederholt

Der Vortrag „Der Morgen riecht immer nach Raubtieren“, der sich mit Brechts Spuren durch die Großstadt Berlin beschäftigt, wird wegen großer Nachfrage wiederholt.

Michael Friedrichs und Ute Fiedler (Bild: Fabian Schreyer)

Dr. Michael Friedrichs biografische Brecht-Lectures zeugen von großer Kennerschaft und reichem Detailwissen. Mit detektivischer Genauigkeit zeichnet er aus Bildern, Notizen, Zitaten und anderen Artefakten ein erhellendes Bild von Brecht in seinem alltäglichen Umfeld. Für das Brechtfestival nahm Friedrichs mit der Schauspielerin Ute Fiedler Brechts Fährte auf und folgte dem jungen Dichter durch die Straßen der Großstadt Berlin. Friedrichs Vortrag wird nun am 28. April um 11.00 Uhr im Brechthaus wiederholt.

Bertolt Brecht unternahm in den Jahren 1920 bis 1924 mehrere Reisen nach Berlin, ehe er Augsburg im September 1924 endgültig den Rücken kehrte. Berlin verschaffte ihm das erregende Erlebnis einer Großstadt, die er „erobern“ will und „deren Sound er in den Ohren“ hat. Schon die erste Reise war ergiebig. Hedda Kuhn, eine frühere Kommilitonin aus München, unterstützte ihn. Brecht lernte Dora Mannheim kennen, die für Kiepenheuer arbeitete. Beide vermittelten ihm wichtige Kontakte zur Bühne, zum Verlag, zur Kabarett-Szene – ein Netzwerk für die kommenden Jahre. Dr. Michael Friedrichs rekonstruiert Brechts Alltag in dieser Zeit und beschreibt, wie sich der Autor in den frühen 1920er-Jahren vom Großstadt-Flair Berlins einfangen ließ und wie er seine Eindrücke literarisch verarbeitete in Gedichten, Theatertexten und Erzählungen. Eine Zeit, die den jungen Autor vor existenzielle Herausforderungen stellte, denn „Der Morgen riecht immer nach Raubtieren“ (Notizbuch 10. November 1921).

Dr. Michael Friedrichs ist Redakteur der Brecht-Zeitschrift „Dreigroschenheft“ und Vorsitzender des Brecht-Kreises Augsburg. Er ist u.a. aktiv beim Augsburger Poetry Slam, im Haiku-Kreis von Yuko Murato, bei den Kültürtagen und auch als Juror beim Literaturpreis des Bezirks Schwaben.

Vortrag „Der Morgen riecht immer nach Raubtieren“
Tag: Sonntag, 28. April 2019
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Brechthaus, Auf dem Rain 7
Eintritt 5 Euro
Tickets unter Tel. 0821/ 4540815 und an der Tageskasse



Umfrage: Augsburger wünschen sich kostenlosen Nahverkehr

DIE LINKE hat in den letzten Wochen rund 600 Augsburginnen und Augsburger zur Situation des öffentlichen Nahverkehrs befragt. Ein Großteil plädierte dabei für einen vollständig kostenlosen Nahverkehr.

Straßenbahn in der Wertachstraße (Foto: DAZ-Archiv)

Dies habe eine erste Auswertung ergeben, exakte Daten gebe es nächste Woche, so Kreissprecher Frederik Hintermayr. „Das Ergebnis überrascht uns nicht, sondern passt in ein bundesweites Bild. Laut aktuellem ARD-DeutschlandTrend halten 47 Prozent der Befragten den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs für das beste Mittel, Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen“, so Hintermayr weiter. Auch die in Augsburg befragten Autofahrer hätten sich eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs gewünscht. Ein Preis von rund drei Euro für eine Fahrt in Augsburg sei eindeutig zu teuer und eine Folge falscher Politik der Augsburger Stadtregierung aus CSU, SPD und Grünen. Ziel müsse es sein, mehr Menschen für Bus und Straßenbahn zu begeistern. Das gelinge nicht mit Preiserhöhungen.



Zusätzliche Busse zum Plärrer

Damit die Gäste den Augsburger Frühjahrs-Plärrer vom 21. April bis 5. Mai bequem und sicher mit dem öffentlichen Nahverkehr besuchen können, setzen die Stadtwerke Augsburg zusätzliche Busse ein.

Die Busse fahren immer freitags und samstags sowie am Dienstag, 30. April, ab 19 Uhr auf der Route der Straßenbahnlinie 4 vom Hauptbahnhof über Königsplatz zum Plärrer. Sie helfen, die Straßenbahnen der Linie 4 zu entlasten. Die Straßenbahnen und Zusatzbusse halten an der Haltestelle „Plärrer“ direkt vor dem Haupteingang. Für einen sicheren und schnelleren Aus- und Einstieg am Plärrer setzen die Stadtwerke außerdem ab 16 Uhr Sicherheits-Mitarbeiter an der Haltestelle ein.



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