Wendejahre
Maximilian I.
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Panther leisten in München lange Widerstand

Die Augsburger Panther haben Spiel eins der Halbfinal-Serie beim EHC Red Bull München nach einem unglaublichen Marathon-Match mit 1:2 verloren. Die Entscheidung fiel erst in der 102. Spielminute – die Partie wurde damit zum bisher siebtlängsten DEL-Spiel der Geschichte. Das Tor der Panther erzielte Brady Lamb (55.). Für München war Mark Voakes (54., 102.) erfolgreich.

Mike Stewart musste weiter auf T.J. Trevelyan und Christoph Ullmann verzichten. Zudem fehlte auch Scott Valentine wegen einer Unterkörperverletzung. Dafür rückte Jamie Arniel in den vierten Angriff an die Seite von Marco Sternheimer und Hans Detsch. Trotz der Umstellung waren die Panther sofort im Spiel und checkten immer wieder gut vor und ließen die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Aber auch der Meister stand gut, so dass im ersten Drittel trotz Powerplays auf beiden Seiten die Abwehrreihen dominierten.

Vorzeitige Pause wegen Loch im Eis

Allerdings dauerte der Abschnitt auch nur knappe 14 Minuten, denn 6:03 Minuten vor der ersten Sirene musste das Spiel aufgrund eines großen Lochs hinter dem Tor von Olivier Roy unterbrochen werden. Die Reparaturarbeiten gestalteten sich als so schwierig, dass die Drittelpause vorgezogen wurde. Doch auch in der verbleibenden sechs Minuten nach Wiederbeginn fiel kein Treffer, auch wenn die Hausherren in ihrem zweiten Überzahlspiel durchaus Gefahr ausstrahlten.

Nach dem Seitenwechsel ging es sofort mit dem zweiten Durchgang los und nun wurde München stärker. Während einer 62-Sekündigen doppelten Überzahl hatte der EHC einige gute Möglichkeiten, aber Olivier Roy konnte sich mehrfach mit herausragenden Paraden auszeichnen. Auch danach war Augsburgs Goalie im Blickpunkt und trieb die Münchner mit einigen Saves an den Rande der Verzweiflung.

Panther halten dagegen – Roy stark

Doch nach dieser Druckphase zeigte sich auch der AEV wieder in der Offensive. Arniel hatte bei einem guten Wechsel der vierten Formation eine gute Möglichkeit (30.), scheiterte aber an Aus den Birken, der wenig später auch eine Großchance von Matt Fraser vereiteln konnte (31.).
Und auch in Überzahl wurde es bei Versuchen von Daniel Schmölz (33.) und Simon Sezemsky (34.) äußerst gefährlich. So blieb es auch nach 40 Minuten bei einem leistungsgerechten torlosen Remis.

Im dritten Drittel hatten die Hausherren dann nach einer kurzen Abtastphase die größte Chance des Spiels. Ex-Panther Trevor Parkes legte quer auf Ex-Panther Justin Shugg, doch Roy verhinderte den Einschlag mit dem nächsten Weltklassereflex (45.). Und auch Kastner zog etwas später im direkten Duell mit Roy den Kürzeren (49.).

Voakes trifft für München – Lamb kontert

Doch im ersten Überzahlspiel des Abschnitts war dann auch Augsburgs Schlussmann geschlagen. Die Scheibe lief gut und am Ende schoss Voakes zur Führung ein (54.). Doch die Freude der Hausherren hielt nicht einmal eine Minute. Ebenfalls in Überzahl gelang dem AEV der Ausgleich. Aus den Birken konnte noch zweimal retten, aber beim Schuss von Lamb war er machtlos und das Spiel begann von vorne (55.).
Es blieb letztlich auch nach 60 Minuten beim 1:1 und auch in der Overtime schenkten sich beide Teams nichts. Der AEV stellte sogar einen Vereinsrekord auf.

Längstes Spiel der Panthergeschichte

In den bisherigen Overtimes im Finale gegen Hannover 2010 und im zweimal Viertelfinale dieser Saison gegen die DEG waren die Verlängerungen jeweils schnell beendet. So bestritten die Panther in Spiel eins des Halbfinals sein längstes DEL-Spiel der Vereinsgeschichte, denn ein Tor wollte nicht fallen. München wirkte in der ersten Overtime zwar etwas gefährlicher, aber die Panther versteckten sich nicht und hielten voll dagegen und so fiel in diesem Durchgang keine Entscheidung.

Voakes entscheidet Marathon

In der zweiten Overtime hatte White in Überzahl den Siegtreffer auf dem Schläger, scheiterte aber zweimal an Aus den Birken (84., 85.). Anschließend hatten beide Mannschaften Möglichkeiten auf die Entscheidung, aber auch nach 100 (!) gespielten Minuten blieb es beim 1:1. In der dritten Overtime ging es dann aber recht schnell. Schmölz wurde im Münchner Drittel zu Fall gebracht, die Schiedsrichter ließen weiterlaufen und den folgenden Konter schloss erneut Voakes zum 2:1 ab (102.). Es war das siebtlängste Spiel der DEL-Geschichte.

Spiel zwei steht bereits am Freitag auf dem Programm. Los geht’s im Curt-Frenzel-Stadion ab 19:30 Uhr.



„Reden wir über Digitalisierung“

Im Rahmen einer Kooperation von Stadt, Universität und Hochschule Augsburg startet am 10. April eine öffentliche Vorlesungsreihe zu Chancen und Risiken des digitalen Wandels.

Grafik: Stadt Augsburg

Die Stadt Augsburg stellt den digitalen Wandel in den Mittelpunkt einer fünfteiligen Vortragsreihe. Professorinnen und Professoren werden über die weitreichenden Umwälzungsprozesse der Digitalisierung auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene referieren. Unter dem Motto „Reden wir über Digitalisierung“ bekommen Zuhörerinnen und Zuhörer spannende Einblicke in Forschung, Projekte und die aktuellen Entwicklungen im weitgefassten digitalen Bereich. Thematisiert werden die Umwälzungsprozesse und die großen Herausforderungen in der Kommunikation, der Informationsbeschaffung, in den Sozialbeziehungen, in der Arbeitswelt, aber auch in der Freizeit.

Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen nähern sich dem digitalen Wandel und seinen Auswirkungen. Geplant sind fünf Termine (siehe Programm im Anhang), die sich mit unterschiedlichen Themen befassen: Was bedeutet der digitale Wandel für regionale Unternehmen und die bayerisch-schwäbische Wirtschaft? Bieten uns Roboter mehr Autonomie im Alltag? Was lässt sich gegen digitalen Stress tun? Wie werden Menschen in Zukunft zwischen digitaler und realer Welt interagieren?

Ausgehend von der bedeutenden Rolle des urbanen Raums in den Debatten um Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft, stellt der Kommunikations­wissenschaftler Prof. Dr. Jeffrey Wimmer die Frage nach den Chancen und Risiken der Digitalisierung. Die Vernetzung der städtischen Infrastruktur durch Kameras, Sensoren und WLAN sei normal geworden, so die These. Welche Folgen sich für eine Stadt wie Augsburg hinsichtlich gesellschaftlicher Integration (z.B. Gentrifizierung), zivilgesellschaftlicher Aktivitäten (wie Stadtgestaltung durch Street Art) oder wirtschaftlicher Belange (Smart City) ergeben, erfahren Interessierte zum Start der Reihe am 10. April 2019. Eröffnet wird die Auftaktveranstaltung der Reihe mit einem Grußwort von Bürgermeisterin Eva Weber.

„Reden wir über Digitalisierung“
5 öffentliche Vorträge zu verschiedenen Themen – Einblicke in aktuelle Forschung
Startvortrag „Die digitale Stadt Augsburg: Chancen und Risiken“
Wann: Mittwoch, 10. April, 19:00 bis 20:30 Uhr
Ort: Rathaus Augsburg, Großer Sitzungssaal im Oberen Fletz
Eintritt frei

Alle weiteren Veranstaltungen finden ebenfalls von 19:00 bis 20:30 Uhr im Rathaus Augsburg, Großer Sitzungssaal im Oberen Fletz, statt. Nach dem Vortrag ist Raum für Diskussionen.

Weitere Informationen und einen Flyer zur Veranstaltung gibt es hier: www.augsburg.de/bildung-wirtschaft/reden-wir-ueber/digitalisierung/



Wertstoff- und Sondermülltag am Samstag

Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (AWS) der Stadt Augsburg nimmt wieder Wertstoffe und Problemmüll an zwei Sammelstellen entgegen.

Die Sammelstellen befinden sich in der Johannes-Haag-Str. 29 (Innenstadt) und im Holzweg 32 (Bärenkeller). Wegen des erfahrungsgemäß hohen Andrangs in den Vormittagsstunden bittet der AWS die Bürgerinnen und Bürger, auch die Nachmittagsstunden zur Anlieferung wahrzunehmen.

Tag: Samstag, 6. April 2019
Zeit: 9 bis 15 Uhr



Steigende Strompreise belasten bayerisch-schwäbische Wirtschaft

Die stetig steigenden Energie- und Rohstoffpreise werden für immer mehr Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen zum Problem. Vier von zehn Mitgliedsunternehmen der IHK Schwaben gaben dies bei der letzten Konjunkturumfrage an. Tendenz weiter steigend.

„Vor diesem Hintergrund sehen wir mit Sorge, dass laut aktueller Verivox-Studie die Strompreise einen neuen Höchststand erreicht haben. Der Klimaschutz muss einhergehen mit Versorgungssicherheit und stabilen Strompreisen“, stellt Markus Anselment, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, fest.

Bayerisch-Schwaben ist eine Produktionsregion mit einem hohen Exportanteil. Untermauert wird dies durch die aktuelle Fortschreibung der Prognos-Studie zur Technologieachse Süd, in deren Drehkreuz sich der schwäbische Regierungsbezirk befindet. So liegt die industrielle Exportquote zwischen Karlsruhe im Westen und in Passau im Osten um 17 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Diese Zahlen bestätigen die besondere Bedeutung der Energiekosten für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Hinzu kommt, dass die Region nach dem Wegfall das AKW in Gundremmingen und trotz des laufenden Zuwachses an erneuerbaren Energien vom Stromexporteur zum Stromimporteur werden wird, was die Abhängigkeit erhöht.

Anselment sieht die Politik am Zug: „Der Fachkräftemangel, der Handelsstreit zwischen China und den USA und der drohende ungeregelte Brexit lassen schon jetzt die wirtschaftlichen Erwartungen der bayerisch-schwäbischen Unternehmen abkühlen – wenn auch auf einem noch hohen Niveau. Oft ist es aber nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Daher appellieren wir an die Politik in München, Berlin und Brüssel für Rahmenbedingungen zu sorgen, die den Strompreis senken und den Unternehmen Planungssicherheit verschaffen. Schon heute sind die hohen Energiekosten ein Wettbewerbsnachteil der deutschen Wirtschaft. Ein weiter in die falsche Richtung darf es daher nicht geben.“



300 Millionen
Buergerbueros
Stadtteilgespraeche