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Stadtteilgespräch in Bergheim/Inningen

Am Donnerstag, 4. April kommen OB Dr. Kurt Gribl und sein Referenten-Team in die Schlossgaststätte Wellenburg. Beim nunmehr vierten Stadtteilgespräch sind alle Themen gefragt, ob Wohnen, Freizeit, Kinderbetreuung oder Verkehr.

Grafik: Stadt Augsburg

Die Bürger sind herzlich eingeladen, zwei Stunden lang in einem intensiven Dialog ihre Themen und Impulse für ihren Stadtteil Bergheim/Inningen zu setzen. Gesprächspartner in der Schlossgaststätte sind OB Kurt Gribl und das Team der Referenten. Im Mittelpunkt des Dialogs steht wie bereits in Kriegshaber, Lechhausen und Göggingen die Wahrnehmung des Stadtteils mit allen Aktivitäten, Themen und Problemen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Stadtteilgespräch beginnt ab 18 Uhr mit persönlichen Tisch-Gesprächen. Dabei haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, für eine knappe Stunde mit dem Oberbürgermeister und den Referenten an Tischen im Foyer der Schlossgaststätte persönlich ins Gespräch zu kommen. Anschließend, ab etwa 19 Uhr geht es für mindestens eine weitere Stunde in die große Runde. Nach einer kurzen Präsentation des Oberbürgermeisters zu Entwicklungen im Stadtteil werden im Plenumsgespräch Hintergründe und Herausforderungen diskutiert, die den Stadtteil heute und morgen betreffen.

Fragen können auch schon im Vorfeld gestellt werden. Dafür gibt es verschiedene Optionen: über die städtischen Social-Media-Kanäle, per E-Mail an augsburg@augsburg.de oder unter der Telefonnummer 0821/324-9411. Diese Anregungen werden auf alle Fälle schriftlich beantwortet und teilweise auch mit ins jeweilige Stadtteilgespräch genommen. Wichtig ist deshalb die Angabe des Betreffs „Stadtteilgespräch“.

Tag: Donnerstag, 4. April 2019
Zeit: ab 18 Uhr persönlicher Dialog, 19 Uhr Plenum
Ort: Schlossgaststätte Wellenburg, Wellenburg 04

Weitere Informationen: www.augsburg.de/stadtteilgespraech/bergheiminningen/



Buchpräsentation im Maximilianmuseum

Am Dienstag, 9. April, präsentiert das Maximilianmuseum die erste Monografie zum Holzbildhauer Christoph Rodt.

Trauernde Maria, Figur von Christoph Rodt aus dem Maximilianmuseum (Bild: Kunstsammlungen und Museen Augsburg)

Der Holzbildhauer Christoph Rodt, geboren um 1578 in Neuburg a. d. Kammel, ist einer der bedeutenden Künstler Schwabens. Seine Werke prägen die Region. Ausgebildet wurde er vom Weilheimer Bildhauer Hans Degler, dem Schöpfer der Altäre von St. Ulrich und Afra in Augsburg.

Auch Christoph Rodt hat große Altäre errichtet. Der Hochaltar der Pfarrkirche St. Martin in Illertissen hat die Jahrhunderte nahezu unbeschadet überstanden. In Gundelfingen, Schwabmünchen und Roggenburg haben sich zahlreiche Figuren der einst dort aufgestellten Rodt-Altäre erhalten. Bei vielen Gläubigen ist Rodt bis heute als Schöpfer von Marienstatuen bekannt.

Am Dienstag, 9. April, präsentieren Museumsleiter Dr. Christoph Emmendörffer und Verleger Christoph Konrad die erste Monografie zu Christoph Rodt im Maximilianmuseum. Autor Georg Hartmetz führt mit einem Vortrag in das Werk des Bildhauers ein. Der Veranstaltungsort ist stimmig: Das Maximilianmuseum besitzt zwei der besten Figuren von Christoph Rodt.

Tag: Dienstag, 9. April 2019
Zeit: 19 Uhr
Ort: Maximilianmuseum (Felicitassaal), Fuggerplatz 1
Der Eintritt zur öffentlichen Buchpräsentation ist frei.

Angaben zum Buch:
Georg Hartmetz: Christoph Rodt (um 1578–1634). Bildhauer
zwischen Renaissance und Barock, Anton H. Konrad Verlag,
Weißenhorn, ISBN 978-3-87437-586-3, Euro 49,80. Dissertation.



Von der Experimentierplattform zum neuen urbanen Erlebnis

Fünf Monate lang war das Designkaufhaus „Zwischenzeit“ in der Annastraße ein Hingucker für viele Passanten. Was als Experimentierplattform begann, wurde schnell zum neuen urbanen Erlebnis und zeigt, wie Zwischennutzungskonzepte gepaart mit jungen Kreativen die Augsburger Innenstadt beleben können.

Das „Zwischenzeit“ in der Annastraße 16 – Bild: Annette Zoepf; Augsburg Marketing

Das „Zwischenzeit“ residierte bis Ende März 2019 als so genannter Pop-Up-Store als Zwischennutzung in der Annastraße 16. Angeboten wurden Streetwear, handgefertigte Handtaschen und Lederaccessoires, Augsburger Souvenirs und Schmuckunikate. Als letztes Jahr im November sieben junge Unternehmen die Tür offiziell aufschlossen und das „Zwischenzeit“ eröffneten, kannten sie sich nicht lange. Vereint hatte sie ihre Bewerbung im Sommer 2018 als Teilnehmer für das Konzept „Designkaufhaus“ bei Augsburg Marketing und der Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg. Geeint hatte die später dann acht Partner das Projekt „Zwischenzeit“, für das sie sich in kürzester Zeit auf Dinge wie Innen- und Außengestaltung, Warenpräsentation, Branding, Kassensystem und Personaleinsatz einigen mussten.

Neben ihrer Bereitschaft teilzunehmen und sich auf das Experiment „Designkaufhaus“ einzulassen, mussten alle Interessenten eine entscheidende Voraussetzung erfüllen: Alle angebotenen Produkte müssen in Augsburg oder der Region entworfen, produziert oder teilproduziert sein. Das Konzept kam bei vielen Passanten sehr gut an. „Im Rückblick wurde ‚Zwischenzeit‘ nicht nur von den Augsburgern, sondern auch von den Touristen sehr gut angenommen.“, beschreibt Manuel Hornung vom Label Lou-i seine Eindrücke, die er während der fünf Monate gesammelt hat. „Man hatte durchweg das Gefühl, dass die Besucher neugierig auf das Konzept waren, die Gestaltung im Inneren bestaunen, das breite Sortiment in der Zwischenzeit entdecken und die Designer hinter den Labels kennenlernen wollten.“

Hinter dem Designkaufhaus stehen Augsburg Marketing und die Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg. Hand in Hand arbeiten sie an einem aktiven Flächenmanagement und Zwischennutzungskonzepten für die City, um neue urbane Erlebnisse zu schaffen, die die Augsburger und Besucher aus dem Umland in die Innenstadt einladen. Denn dass die Augsburger Innenstadt, wie viele andere Innenstädte auch, zusammen mit dem Einzelhandel vor neuen Herausforderungen steht, ist laut Bürgermeisterin Eva Weber bekannt: „Die Innenstadt befindet sich im Wandel. Da man inzwischen bequem von zu Hause aus einkaufen kann, müssen immer wieder neue Impulse gesetzt werden, um Kunden in die Innenstadt zu ziehen. Die Stadt Augsburg möchte mit gutem Beispiel vorangehen und mit ‚Zwischenzeit‘ zeigen, wie kreativ auch Leerstände genutzt werden können. Aufgrund des Erfolgs haben wir uns daher entschieden, ‚Zwischenzeit‘ auch weiterhin für Zwischennutzungskonzepte zur Verfügung zu stellen, nicht nur aus dem Bereich Handel.“

Der nächste Mieter für die Annastraße 16 ist bereits bekannt: Ab 2. Mai zieht die Festivalzentrale zum Leopold-Mozart-Jubiläumsjahr in die städtische Immobilie.



Bürgersprechstunde mit Eva Weber

Bürgermeisterin und Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Bürgersprechstunde zu einem persönlichen Gespräch ein. Die Bürgersprechstunde ist keine öffentliche Veranstaltung. Es wird deshalb um vorherige telefonische Anmeldung unter 0821 324-1574 gebeten.

Tag: Montag, 8. April 2019
Zeit: 16:00 bis 17:00 Uhr
Ort: MehrGenerationenTreffpunkt Pfersee, Kirchbergstr. 15



5. Sinfoniekonzert: Hauptrolle für den Kontrabass

„Divertimenti“ waren angekündigt für das Sinfoniekonzert in der Kongresshalle. Mozart präzisiert: „Die Concerten sind eben das Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht.“ In Nordeutschland sah man zu der Zeit naserümpfend auf die „leichte“ Gebrauchsmusik, die Mozart wie so vieles meisterhaft beherrschte.

Ödön Rácz – Kontrabasssolist im 5. Sinfoniekonzert 2018/19 © Jan-Pieter Fuhr

Davon konnten sich die Konzertbesucher bei dessen Divertimento Nr. 1 Es Dur überzeugen. Ein zweites Divertimento folgte danach, geschrieben von dem 1979 gestorbenen Komponisten Nino Rota. Ungewöhnlich daran: Das Solo-Instrument ist der Kontrabass. Nino Rota soll als Direktor des Konservatoriums von Bari den Kontrabass-Schülern beim Üben zugehört haben. Dabei sei ihm die Unzulänglichkeit an Stücken für dieses Instrument aufgefallen. Er beschloss, selber etwas für Kontrabass zu komponieren, Musik ohne den drögen Fingerübungs-Charakter. Genau das bekam das Augsburger Publikum vorgeführt, und dass Nino Rota sich auf Filmmusik versteht, scheint auch bei diesem aus vier Teilen locker aufgebauten Divertimento durch. Als Solisten konnte Domonkos Héja seinen Budapester Landsmann Ödön Rácz gewinnen, seines Zeichens Solokontrabassist bei den Wiener Philharmonikern. Er strafte das gängige Bild vom im Hintergrund unauffällig wirkenden Kontrabass-Spieler mit virtuosem Vergnügen Lügen und zeigte, wie viel Melodie in dem unhandlichen Instrument steckt. Zur Begeisterung des Publikums in der Kongresshalle, das zum Dank für anhaltenden Applaus noch zwei Zugaben mit athletischem Körpereinsatz des Solisten bekam.

Im zweiten Teil die 4. Sinfonie von Mahler, wie die meisten in einem der berühmten Komponierhäusl (diesmal am Wörthersee) komponiert und deshalb durchdrungen von alpinen Nebengeräuschen. Als Solistin Samantha Gaul, die als junge Studentin in Augsburg als Gast auftrat. Inzwischen gereift und vielfach preisgekrönt, erfreute sie mit dem Gesang über das „himmlische Leben“. Ein stimmiger und stimmungsvoller Konzertabend.

 

 



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