Wendejahre
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Augsburg wird „Blue Community“

Anlässlich des Weltwassertages veranstalten die Stadtwerke Augsburg am Sonntag, 24. März einen Tag der offenen Tür rund ums Wasserwerk am Hochablass. In diesem Rahmen wird OB Kurt Gribl das offizielle Zertifikat für Augsburg als „Blue Community“ entgegennehmen.

Das historische Wasserwerk am Hochablass, ein Kleinod der Industriearchitektur, öffnet am swa-Wassertag seine Tore. (Archiv-Foto: swa / Thomas Hosemann)

Überbracht wird es von Christa Hecht, der ehemaligen Geschäftsführerin der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V., in Vertretung der Kanadierin Dr. Maude Barlow. Barlow ist Trägerin des alternativen Nobel-Preises und Mitbegründerin der Initiative „Blue Community“, die für Trinkwasser als öffentliches Gut weltweit eintritt.

Zur praktischen Bedeutung einer „Blue Community“ sagt Kurz Gribl: „Zusammen mit den Stadtwerken Augsburg hüten wir unsere Trinkwasser­schutzgebiete wie einen Augapfel. Daher steht etwa eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung keinesfalls zur Diskussion! Unser Leitungswasser ist gesund, sauber und sicher. Es ist verpackungsfrei und verursacht keinen Plastikmüll. Trinken wir Leitungswasser, leisten wird einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Es ist mir daher ehrende Verpflichtung, das Zertifikat für Augsburg als ‚Blue Community‘ entgegen zu nehmen.“

Das Zertifikat ist für die Stadt ein weiterer Impuls, sich als „Blue Community“ zu engagieren. Dazu gehört etwa, den Zugang zu kostenlosem öffentlichem Trinkwasser auszubauen und zu verbessern. In allen städtischen Bürgerbüros stehen bereits Wasserspender bereit. Weitere Spender sollen installiert werden. In Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 und ihrem Forum Plastikfreies Augsburg wurde auch in Augsburg die Initiative Refill umgesetzt: In Cafés und Geschäften mit einem entsprechenden Aufkleber am Fenster kann kostenfrei Leitungswasser in das mitgebrachte Gefäß gefüllt werden.

Tag der offenen Tür
Tag: Sonntag, 24. März 2019
Zeit: 12 bis 17 Uhr
Ort: Wasserwerk am Hochablass, Am Eiskanal 50



„Fridays for Future“: SJR fordert Mitspracherecht statt Sanktionen

Der Stadtjugendring Augsburg (SJR) begrüßt die zurzeit stattfindenden Freitagsdemos und unterstützt die Forderung der Schüler nach einer besseren Umweltpolitik.

Schüler demonstrieren am Augsburger Rathausplatz – Foto: DAZ

„Das politische Engagement der jungen Menschen können wir nur loben“, so SJR-Vorsitzender Franz Schenck. „Gerade in Zeiten, in denen Jugendlichen Politikferne und -verdrossenheit vorgeworfen wird, stehen wir hinter diesen Schülern, die für eine lebenswerte Zukunft kämpfen. Sie dafür zu sanktionieren, halten wir für den falschen Weg. Daher appellieren wir an alle Schulleiterinnen und Schulleiter, die Forderungen der Schüler konstruktiv im Unterricht aufzugreifen und gemeinsam lösungsorientiert damit umzugehen.“

Vehement verwehrt sich der SJR gegen die Aussage des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner, dass Schüler das Thema Umwelt doch eher den Profis überlassen und anstatt zu demonstrieren sich lieber über wissenschaftliche Zusammenhänge informieren sollten. Als Anbieter nonformaler Bildungsangebote wisse man beim SJR genau, dass Bildung mehr ist, als die Aneignung eines Katalogs von Wissen und die Summe der in schulischen Lehrplänen beschriebenen Inhalte. Beim Bildungsverständnis des SJR geht es um die Entwicklung der Persönlichkeit von jungen Menschen in kritischer und konstruktiver Auseinandersetzung mit dem individuellen und gesellschaftlichen Umfeld. Daher gehöre auch das aktive Einstehen für die eigenen Ideen zur politischen Teilhabe und damit zur Entwicklung der Persönlichkeit.

Um jungen Menschen mehr Gehör in der Politik zu verschaffen, veröffentlichte der SJR im Herbst 2018 sein Partizipationskonzept für eine „Jugendgerechte Kommune Augsburg“. Zu finden ist es unter www.sjr-a.de.



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