Wendejahre
DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Tresenlesen Folge 4: »Tür auf, Tür zu«

Tresenlesen (c) Staatstheater Augsburg

Jahrelang hat das Schauspielensemble Augsburg die Theke und Bühne des hoffmannkellers bespielt, nun treibt die Theaterbaustelle die Künstler an die Tresen der Stadt. Hier lesen Schauspieler*innen des Augsburger Ensembles literarische Hochkultur ebenso wie populäre Gebrauchsliteratur in lockerer Atmosphäre – bei freiem Eintritt

IFolge 4 geht es ums Drinnen und Draußen. Eine leibhaftige, sprechende Tür, eine Frau, die nur mal ganz kurz draußen war, und ein Chor, der aus Spargründen auf eine Person reduziert wurde – das ist das Personal des neuen Stückes »Tür auf, Tür zu« von Ingrid Lausund. Ein Drama über das Drinsein, Draußensein, Dabeiseinwollen, ein komisches und hintergründiges Spiel über die Mechanik sozialer Ausschlussmechanismen.

Mit Marlene Hoffmann und Sebastian Baumgart
Künstlerische Leitung Ana Wybkea Gutschke

14.3.2019   20:30 – ca.21:30 | Beim Weißen Lamm – Eintritt frei



Schule oder Klima?

Die seit Wochen immer freitags während der Unterrichtszeit stattfindenden Schülerdemos für eine bessere Klimapolitik haben die Augsburger Stadtschülervertretung veranlasst, kritisch zu dem Dilemma zwischen Schulpflicht und dem Einsatz für eine lebenswerte Umwelt Stellung zu nehmen.

Fridays for Future: Schüler demonstrieren auf dem Rathausplatz für eine bessere Klimapolitik (Foto: DAZ)

Die Stadtschülervertretung sieht sich als Interessenvertreterin beider Seiten, „sowohl der Demonstrant*innen, als auch der Schüler*innen, die aufgrund angedrohter Konsequenzen oder anderer Beweggründe regelkonform weiterhin den Unterricht besuchen werden müssen“. Eine Aufforderung zum Schwänzen sei genauso falsch wie das Leugnen des Klimawandels.

Deshalb ruft die Stadtschülervertretung „alle Augsburger Schüler*innen dazu auf, ein eigenes Urteil über die Situation zu fällen, die möglichen Konsequenzen in Betracht zu ziehen, und sich über die gegebene Rechtslage ausreichend zu informieren“. Allerdings sei der Einfluss auf die Politik immens, der unter anderem genau durch dieses absichtliche Verweigern der Schulpflicht entstehe.

Gerade die Generation, „die als letztes den Klimawandel stoppen“ könne, sollte dafür auch mit allen Mitteln kämpfen dürfen, auch wenn dies seitens Regierung und Schulen als „falsches“ Handeln angesehen werde. „Spätestens in 50 Jahren, wenn uns unsere Kinder fragen, was mit unserem einst so schönen Planeten passiert ist, werden wir wohl kaum mehr an unsere erhaltenen Verweise oder Strafarbeiten denken, sondern an unser damaliges versagendes Handeln“, so die Stadtschülervertretung. Deshalb überwiege für sie der Einsatz für eine weiterhin lebenswerte Umwelt gegenüber möglichen Konsequenzen.



300 Millionen
Buergerbueros
Stadtteilgespraeche