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Stadt sucht Jugendliche für Delegationsreise nach Japan

Schon Tradition: Vom 14. bis 28. September dürfen wieder zehn Jugendliche auf Einladung der Stadt Augsburg in die japanischen Partnerstädte Nagahama und Amagasaki reisen.

Internetauftritt der Partnerstadt Nagahama (Screenshot)

Teilnehmen können Jugendliche aus Augsburg, die zwischen 18 und 25 Jahre alt sind, sich für die japanische Kultur interessieren und Lust haben, Menschen aus Japan kennenzulernen. In Nagahama und Amagasaki wohnen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Gastfamilien. Auch die Städte Hiroshima und Tokio werden im Rahmen der Delegationsreise besucht.

Wer Interesse hat, bewirbt sich bis Sonntag, 31. März, per E-Mail an ute.gloger@augsburg.de mit einem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben. Der Eigenanteil für die Reise beträgt 850 Euro. Dazu kommen die Kosten, die während des Aufenthalts in Tokio anfallen, und die Kosten für kleine Geschenke an die Gastfamilien.

Der Jugendaustausch ist seit über 30 Jahren fester Bestandteil der Städtepartnerschaft zwischen Augsburg und Nagahama/Amagasaki und findet im jährlichen Wechsel statt. Wer sich für die Reise interessiert, sollte bereit sein, 2020 beim Gegenbesuch der Jugenddelegation aus Japan einen Gast bei sich aufzunehmen.

Weitere Informationen unter: www.augsburg.de/japan



Europawahl: Augsburger LINKE eröffnet Wahlkampf

Nachdem dieses Wochenende auf dem Bundesparteitag der LINKEN in Bonn das Wahlprogramm sowie die Kandidat*innenliste für das Europäische Parlament verabschiedet wurde, eröffnet die Augsburger LINKE am 1. März um 19.00 Uhr im S-Forum der Stadtbücherei offiziell ihren Wahlkampf. Erwartet werden die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Susanne Ferschl, der Brandenburger Staatssekretär für Arbeit und Soziales, Andreas Büttner und Peter Schmidt, Mitglied im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss.



Radweg Eichleitnerstraße: Polit-WG beantragt Prüfung der Planung

Der Stadtrat muss sich am 28. Februar mit einem Dringlichkeitsantrag der Polit-WG befassen. Anlass ist die Gestaltung von Radwegen im Zug der geplanten Sanierung der Eichleitnerstraße.

Nach Ansicht der Polit-WG widerspricht die Planung in der Eichleitnerstraße bezüglich der Radwegbreiten (1,75 m, Anm. der Red.) dem Beschluss BSV/15/03039 „Fahrradstadt 2020 – Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ vom 25.06.2015. Dort sei festgelegt worden, dass der Radweg in der Eichleitnerstraße eine „innergemeindliche Radhauptverbindung (IR III)“ darstelle. Auf einer solchen Hauptverbindung müsse ein Radweg eine Mindestbreite von 2,30 Meter aufweisen. Die geplante Verkehrswegeführung des nichtmotorisierten Individualverkehrs, wie sie in den Plänen zur Sanierung der Eichleitnerstraße in der aktuellen Beschlussvorlage vorgesehen sei, sei den Bestrebungen der Stadt Augsburg, „Fahrradstadt“ zu werden, nicht angemessen, sondern eher kontraproduktiv, so Oliver Nowak von der Polit-WG in einer Pressemitteilung.

Die komplette Beschlussvorlage des Tiefbauamts zur Fahrbahnsanierung in der Eichleitnerstraße ist im Ratsinformationssystem der Stadt Augsburg zu finden.

Radwegplanung in der Eichleitnerstraße
Grafik: Beschlussvorlage Stadt Augsburg; Beabeitung: DAZ



Brechthaus: Jahresprogramm erschienen

Brecht-Figur vor dem Brechthaus in Augsburg
Foto: Kleeblatt-Film

Eine jetzt erschienene Broschüre der Regio Augsburg Tourismus GmbH zu den Veranstaltungen im Geburtshaus Bert Brechts (Auf dem Rain 7) zählt 48 Seiten mit Terminen des Brechtfestivals, von Lesungen und Konzerten, Vorträgen und Diskussionen, Theater-Parcours für Kinder und Führungen. Wegen der Sanierung des Mozarthauses geht 2019 zudem Mozart zu Brecht ins „Exil“: Das Brechthaus wird zum Veranstaltungsort für Konzerte der Reihe „Mozarthaus auf Reisen“.

Das Programmheft ist kostenlos erhältlich bei der Tourist-Info am Augsburger Rathausplatz, an diversen weiteren Verteilstellen oder zum Download unter www.augsburg-tourismus.de/broschueren. Telefonisch informiert das Brechthaus unter der Nummer 0821/454 0815 sowie auch per E-Mail unter brechthaus@regio-augsburg.de.



Waldorfschule: Tag der Offenen Tür

Die Freie Waldorfschule Augsburg in der Dr.-Schmelzing-Straße 52 lädt am Samstag, 16. März, von 10 bis 13 Uhr zum Tag der Offenen Tür. Besucher erhalten Einblick in das Schulleben und die besondere Pädagogik durch offenen Unterricht in den Klassen 1 bis 8, ein Theaterprojekt der 4. Klasse, offene Werkstätten und Ateliers, Themenräume zu Fachunterrichten, Praktika und Projekte in der Oberstufe, Kurzvorträge zu Schulorganisation, Elternengagement, dem Oberstufenprofil ab Klasse 9 sowie Schulführungen (ab 12.30 Uhr).



Brechtfestival: Vom Leben auf der Straße

Ein Gastspiel des Berliner Ensembles eröffnet das Brechtfestival im Martinipark

Auf der Straße: Foto © Julian Röder

Zum dritten und letzten Mal ist Patrick Wengenroth der Macher des Augsburger Brecht-Festivals. Deshalb wird schon „beim Beginn vom Ende geredet“, wie Intendant André Bücker bei der Eröffnung launig verlauten ließ. Ein Schwerpunkt des Festivalleiters war von Anfang an die Einbindung der freien Theaterszene in Augsburg, weshalb auch an diesem Eröffnungsabend parallel mehrere Premieren liefen, die das Publikum zur Entscheidung drängten. Im Martinipark gab es zur Eröffnung eines der in der Ära Wengenroth eher seltenen Gastspiele mit hohem Erwartungswert: Das Berliner Ensemble kam mit einer Inszenierung von Karen Breece – nicht etwa eines Brecht-Stückes, sondern mit von der Regisseurin selbst geschriebenem „Dokumentartheater“, das sowohl Schauspieler, als auch Menschen „von der Straße“ auf die Bühne bringt. 

„Von der Straße“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn Karen Breece hat, wie sie in der Einführung ausführlich erläuterte, mit vielen Menschen Interviews geführt, die in Armut oder Obdach leben, aber offensichtlich „Teil unserer Gesellschaft sind“.  Die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen fließen in das Stück ein – und hinterlassen bei den Zuschauern tiefste Betroffenheit. Drei der Darsteller sind „echt“, sie erzählen über ihr eigenes Leben. Biographien, die mehr oder weniger vielversprechend begonnen haben, aber durch die unterschiedlichsten Umstände eine Wendung in die Sackgasse nahmen. Da ist René Wallner, der tagsüber nicht als Obdachloser erkannt werden möchte. Darum hat er ein Versteck für seine Tasche, die er für die Nacht braucht: Mit Isomatten und Ikea-Decken sucht er immer dieselbe Bank auf, um da zu schlafen. Und den Platz weiß er auch zu verteidigen – mit einer stets griffbereiten Fahrradkette. 

Oder da ist Alexandra Zipperer, eine Kunsthistorikerin, die wegen Krankheit in Not geraten ist. Nach Abzug aller Fixkosten bleiben ihr gerade mal 27 Euro für ihren Lebensunterhalt, deshalb ist sie auf die Tafel angewiesen und muss zudem die Schikanen der Sachbearbeiterin des Sozialamts  erdulden. Oder „Psy Chris“, der vom Stiefvater misshandelt wurde und seit seiner Jugend auf der Straße lebt. Andere Schicksale werden als „Kunstfiguren“ von den Schauspielern (Bettina Hoppe und Nico Holonics) dargestellt. Etwa die alleinerziehende Mutter, die auch auf die Tafel angewiesen ist, aber sich von den dort mit „Jogginghosen“ anstehenden anderen Wartenden auf Distanz hält, damit der „Geruch“ der Armut sie und ihre neunjährige Tochter nicht erfasst. 

Auch die Namenlosen, die die Mitarbeiter der Sozialstationen aus ihrer verdreckten Kleidung herausschneiden müssen, um sie überhaupt waschen zu können, werden erwähnt. Das Bühnenbild ist ein Karussel aus Sitzbänken, im Wechsel kommen immer andere Protagonisten zu Wort. Auch eine „normale“ Mutter, deren wichtigste Sorge es ist, die Tochter rechtzeitig zum „Morgenkreis“ in die Kita zu bringen. Straßennamen werden eingeblendet oder Tageszeiten. Ein Stück ohne erhobenen Zeigefinger, das zeigt, dass „nichts selbstverständlich ist“. Jeder kann auch in diesem reichen Land ins Abseits gleiten. Die Menschen versuchen, sich ihre Würde zu bewahren. „Die im Dunkeln sieht man nicht“, könnte man mit Brecht zu Recht sagen. Denn was den Menschen helfen könnte, ist hinschauen, sie ansprechen, mit ihnen reden.  

Genau das hat Karen Breece getan. Am Anfang und am Ende lässt sie die Darsteller Solon zitieren, einen Autor aus der Antike, der „diese unsere Stadt“, die nach dem Plan des Zeus niemals untergehen soll, gefährdet sieht, weil die Bürger „auf des Geldes Stimme hören“ und ihre Führer es nicht verstehen, „ihre Gier nach Zuviel im Zaum zu halten“. Die einzige Lösung sieht er in der „Wohlegesetzlichkeit“, die „alles wohl, schön und vollkommen“ macht, denn nur sie schafft „das Werk der Spaltung in arm und reich … aus der Welt“ und nur unter ihr „ist bei den Manschen alles wie es sich gehört und von Vernunft geleitet.“ Mit diesem eindringlichen Appell und dem integrativen Chor „Different Voices of Berlin“, der aus den Publikumsreihen auf die Bühne kommt, endet ein im besten Brechtschen Sinne  aufwühlender Theaterabend und lässt das Publikum ratlos zurück. Letztlich bleiben,  wie wir es auch von Brecht kennen, „alle Fragen offen.“ Vor allem die, wie so etwas sein kann in einer Gesellschaft, die über ein soziales Netz verfügt und sich dieses auch leisten kann.



AEV gewinnt gegen Schwenningen und qualifiziert sich für die Playoffs

Die Augsburger Panther stehen sicher im Viertelfinale der DEL-Saison 2018-19. Dank eines 3:1-Erfolgs gegen Schlusslicht Schwenninger Wild Wings ist der AEV nicht mehr von einem der ersten sechs Plätze der Tabelle zu verdrängen. Für die Panther trafen Matt Fraser (6./8.) und David Stieler (49.), das Tor der Schwenninger erzielte Kyle Sonnenburg zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

50. Spieltag: Augsburger Panther – Schwenningen: Panther-Neuzugang Jamie Arniel beim Bully © Siegfried Kerpf

Mike Stewart musste gegen die Wild Wings auf den gesperrten Adam Payerl verzichten, für den Jamie Arniel ins Team rückte. Zudem ersetzte Marco Sternheimer den überzähligen Hans Detsch. Und die Panther erwischten in einer kuriosen Anfangsphase mit vielen Strafen auf beiden Seiten einen sehr guten Start.

Bei drei gegen drei bediente Sahir Gill den freistehenden Fraser, der nur noch zur Führung einschieben musste (6.). Und es kam noch besser, denn kurz danach staubte Fraser – dieses Mal in Überzahl – sogar zum 2:0 ab (8.). Nach diesem Doppelschlag konntrollierten die Gastgeber die Partie, aber trotz einiger Chancen fiel kein weiterer Treffer im ersten Drittel.

Wild Wings verkürzen

Im zweiten Durchgang plätscherte das Spiel ein wenig dahin, ehe die Gäste in der 33. Minute durch Sonnenburg aus dem Nichts zum Anschlusstreffer kamen. Die Panther investierten anschließend wieder mehr, aber am starken Dustin Strahlmeier war kein Weg vorbei.

Im dritten Abschnitt bot sich den Hausherren in doppelter Überzahl die große Chance, wieder auf zwei Tore davon zu ziehen. Diese ließ der AEV zwar ungenutzt, aber bei fünf gegen vier klappte es. Nach herausragender Vorarbeit von Drew LeBlanc netzte Stieler im zweiten Versuch ein (49.).

Es war die Entscheidung in diesem Spiel, denn die Panther brachten den Dreier anschließend souverän über die Zeit. Durch die drei Punkte ist Platz sechs auf jeden Fall sicher – aktuell liegen die Augsburger sogar auf Rang drei.

AEV bringt Sieg über die Zeit

Am kommenden Wochenende schließen die Panther die Vorrunde mit Spielen gegen die Adler Mannheim und bei den Krefeld Pinguine ab und hat dabei die Chance, sich sogar den Heimvorteil im Viertelfinale zu sichern.

# Team GP W T L OTW OTL GF GA +/- TP Postseason
1. Adler Mannheim 49 33 - 8 2 6 182 111 71 109 -
2. EHC München 49 30 - 8 5 6 169 107 62 106 -
3. Düsseldorfer EG 49 18 - 12 9 10 147 128 19 82 -
4. Augsburger Panther 49 23 - 17 4 5 140 127 13 82 -
5. Kölner Haie 49 23 - 17 4 5 136 129 7 82 -
6. ERC Ingolstadt 49 21 - 18 7 3 148 144 4 80 -
7. Straubing Tigers 49 19 - 18 6 6 149 141 8 75 -
8. Fischtown Pinguins 49 19 - 18 6 6 161 154 7 75 -
9. Eisbären Berlin 49 17 - 24 6 2 134 158 -24 65 -
10. Nürnberg Ice Tigers 49 18 - 25 3 3 151 157 -6 63 -
11. Krefeld Pinguine 49 11 - 25 10 3 134 164 -30 56 -
12. Iserlohn Roosters 49 15 - 26 2 6 155 177 -22 55 -
13. Grizzlys Wolfsburg 49 14 - 24 1 10 121 173 -52 54 -
14. Schwenninger Wild Wings 49 9 - 30 8 2 102 159 -57 45 -


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