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Schlechter als der FCA kann man in der Bundesliga nicht spielen

Warum man in Augsburg über den Trainer nachdenken muss

Kommentar von Siegfried Zagler

Gegen Freiburg wurde die FCA-Abwehr in der ersten Halbzeit überspielt als wäre sie die Abwehr einer Hobbymannschaft. Von der FCA-Defensive war keine Zweikampfstärke und Struktur zu erkennen, bei den Standards funktionierten einfachen Zuordnungen nicht. Aus dem Mittelfeld kam kein Tempo, keine Idee und kein Torschuss. Gegen den Ball spielte der FCA so, als wüsste er nicht, wie das geht. Freiburg konnte meist ohne Druck Richtung FCA-Gehäuse kombinieren. Kurz: es stimmte nichts, besser: Schlechter kann ein Bundesligaklub nicht spielen als der FCA in den ersten 45 Minuten gegen Freiburg.

Natürlich hat das mit dem ausgedünnten Kader zu tun. Jeffrey Gouweleeuw und Hinteregger fehlen an allen Ecken und Enden. Khedira in der Abwehrkette ist zusammen mit Reece Oxford ein Sicherheitsrisiko erster Klasse. Khedira ist kein Gouweleeuw, Oxford kein Hinteregger. Und natürlich macht auch FCA-Trainer Manuel Baum Fehler!

Max kann man nur einfache Tätigkeiten auf der Außenbahn verrichten lassen. Er ist kein Kreativspieler, kommt er nicht zum Flanken nützt er der Mannschaft nicht viel mehr als ein Zeugwart. Ihn auf der Caiuby-Position spielen zu lassen war und ist durch nichts zu rechtfertigen. Cordova ist ein Zentrumsstürmer, der in der Bundesliga soviel verloren hat wie Arno Loeb auf dem Wiener Opernball. Daniel Baier war außerhalb der Partie und hätte bereits nach 20 Minuten ausgewechselt werden müssen.

Man muss nur auf die Ersatzbank schauen und schlagartig fällt auf, dass es kaum noch bundesligataugliche Spieler im Kader gibt. Mit Finnbogason, Moravek, Framberger und Schieber hat der FCA wichtige Spieler im Kader, die öfters beim Arzt sind als auf dem Trainingsplatz. Auch der 31-jährige Koo leidet öfters an Verletzungen als zu seiner besten Zeit. Die gesamte Hinrunde bestritt der FCA mit Torhütern, die nicht annähernd an die Fähigkeiten eines Marwin Hitz heranreichten. 

An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass der FCA mit einem guten Kader in die Saison gestartet ist. Dieser Kader ist durch Verletzungen und durch Disziplinarmaßnahmen auseinander geflogen wie ein aufgerissenes Kopfkissen. Die riskante Kaderzusammenstellung mit verletzungsanfälligen Spielern und jungen Neuzugängen ohne Bundesligaerfahrung (Jensen und Götze) und auch den Kahlschlag (man darf in diesem Zusammenhang Opare nicht vergessen) hat Manager Reuter zu verantworten.

Dem übriggebliebenen Torso fehlt in jeder Hinsicht die Stabilität und die richtige Mentalität für den Abstiegskampf. Dieses Manko hat der Trainerstab zu verantworten.

In der Rückrunde trat öfters eine Mannschaft an, die so noch nie zusammengespielt hat. Und dennoch gab es während der Partien gravierende Taktikwechsel. Gemessen an diesen Umständen spielt der FCA so, wie man es eben von einem Team dieser Kragenweite erwarten darf: wechselhaft mit Tendenz zum Katastrophenkick. Nach Freiburg muss nun ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob Manuel Baum noch der richtige Mann ist.



Bundesliga

FCA in Freiburg wie ein Absteiger

Der FC Augsburg verliert beim SC Freiburg mit 1:5 und kann sich glücklich schätzen, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Bereits nach der ersten Halbzeit hätte der FCA mit fünf oder sechs Toren Differenz zurückliegen können. Dass es anders kam, lag auch an der Leistungssteigerung der Augsburger in Halbzeit zwei. 

Gegenüber der 2:3 Niederlage gegen den FC Bayern baute FCA-Trainer Manuel Baum seine Startelf auf zwei Positionen um: Kapitän Daniel Baier begann nach seiner Gelbsperre genauso wie Ja-Cheol Koo. Rani Khedira spielte für Kevin Danso (Bank) in die Innenverteidigung, Jan Moravek fehlte mit muskulären Problemen.

Die erste Halbzeit wurde fast durchgehend vom SC Freiburg dominiert, der so spielte, wie es der FCA normalerweise macht: hoch stehen, Gegner früh unter Druck setzten. Der FCA stand neben sich und hatte nicht den geringsten Zugriff auf die Partie. Im Augsburger Strafraum brannte es lichterloh im Minutentakt. In der 3. Minute ums Haar ein Eigentor von Reece Oxford, weitere Chancen folgten und bereits in der 9. Minute ging Freiburg nach einem weiten Abschlag von SC-Keeper Schwolow in Führung. Khedira schlug im Stile eines Thekenfußballers am Strafraum über den Torhüter-Abschlag-Aufsetzer und Nils Petersen tunnelte freistehend FCA-Torhüter Kobel: 1:0. – Vincenzo Grifo (13.) und Petersen (18.) hatten weitere Hochkaräter für die Breisgauer, Kobel parierte zweimal.

Die Augsburger kamen kaum über die Mittellinie, und wenn doch, dann folgte ein Fehlpass. In der 25. Minute dann aus dem Nichts die erste Augsburger Chance: Sergio Córdova nahm einen Ball geschickt mit in die Drehung und zog aus spitzem Winkel ab: Alexander Schwolows parierte den Ball stark.  Grifo zirkelte fünf Minuten später einen Freistoß über die Mauer hinweg zum 2:0 für den Sportclub in den Winkel (30.). Freiburg hätte bis zur 40. Minute mit sechs Toren Differenz führen können, doch es fiel nur noch ein Tor gegen den FCA: Nach einer Ecke kam Petersen am kurzen Pfosten zum Kopfball und verwandelte freistehend zum 3:0 für die Breisgauer (43.). Grifo vergab kurz vor der Halbzeit ein viertes Tor.

In der zweiten Halbzeit konnte der FCA den bis dahin bestehenden Klassenunterschied überwinden und spielt phasenweise auf Augenhöhe mit, kam in die Zweikämpfe und zu Torchancen! Jonathan Schmid donnerte einen Ball über die Latte (48.). Wenig später fiel der Anschlusstreffer: Dong-Won Ji schlug einen Pass von der Mittellinie in den Lauf von Khedira, der frei vor Schwolow verwandelte: 1:3 (52.). Dann hatte der FCA eine Großchance zum Anschlusstreffer, doch Koo vergab. Später raubte Waldschmidt den FCA-Fans die letzte Hoffnung: Schön freigespielt traf er zum 4:1 für Freiburg (64.). Die Augsburger hielten dagegen und hätten beinahe erneut verkürzt, aber Michael Gregoritsch traf aus bester Position nur den Innenpfosten (66.).

Der FCA zeigte nun Charakter und spielte weiter nach vorne.  Gregoritsch vergab eine zweite Großchance. Er kam nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Torschuss, schoss aber Schwolow an (76.). In der 85. Minute sorgte der SC Freiburg für das passende Ergebnis. Nach einem Ballverlust der Augsburger verwertete Florian Niederlechner frei vor Kobel den Fauxpas und vollendete zum 5:1 für Freiburg. In der Nachspielzeit erhielt Augsburgs Oxford nach einem dummen Faul gegen Janik Haberer die Rote Karte (90.+1).

Am Freitag, den 1. März, (20.30) empfängt der FCA Borussia Dortmund.

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Borussia DortmundDortmund22156154:233151
2Bayern MünchenFC Bayern23163451:262551
3Bor. MönchengladbachM'gladbach23134642:251743
4RB LeipzigRB Leipzig22125541:192241
5VfL WolfsburgWolfsburg23115738:30838
6Bayer LeverkusenLeverkusen22113839:32736
7Eintracht FrankfurtFrankfurt2297641:281334
81899 HoffenheimHoffenheim2289544:321233
9Werder BremenSV Werder2388738:34432
10Hertha BSCHertha BSC2388735:33232
111. FSV Mainz 05Mainz 052386926:36-1030
12SC FreiburgSC Freiburg2369834:38-427
13Fortuna DüsseldorfDüsseldorf22741125:41-1625
14FC Schalke 04Schalke 0423651225:35-1023
15FC AugsburgAugsburg23461332:45-1318
16VfB StuttgartVfB Stuttgart23441519:51-3216
17Hannover 96Hannover 9622351420:47-2714
181. FC NürnbergNürnberg22271317:46-2913

FCA: Gregor Kobel; – Konstantinos Stafylidis; Reece Oxford; Rani Khedira; Jonathan Schmid; – Daniel Baier; Michael Gregoritsch; Ja-Cheol Koo; Dong-Won Ji; Philipp Max; – Sergio Córdova;

Eingewechselt: Fredrik Jensen (73.); Kevin Danso (46.); –

Ausgewechselt: Daniel Baier (46.); Philipp Max (73.); –

Auswechselbank: Fabian Giefer (TW); Jozo Stanic; Jan-Ingwer  Callsen-Bracker; Felix Götze; Georg Teigl;

Tore:

0:1 Nils Petersen (9.)
0:2 Vincenzo Grifo (30.)
0:3 Nils Petersen (43.)
1:3 Rani Khedira (52.)
1:4 Luca Waldschmidt (64.)
1:5 Florian Niederlechner (85.)



Stadt ehrt erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2018

Der Motor des Sports sind die Menschen, die sich in den Vereinen engagieren. Und so standen am vergangenen Donnerstag bei einem Empfang im Goldenen Saal des Rathauses die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Augsburger Vereine im Mittelpunkt.

Gleichzeitig war die Ehrung ein Dankeschön an die Vereine, die das Fundament des sportlichen Erfolgs sind. Insgesamt wurden 97 Athletinnen und Athleten von OB Kurt Gribl und Sportreferent Dirk Wurm ausgezeichnet. Die Sportler des Jahres wurden durch den Verein Augsburg-Allgäuer Sportpresse e.V. gewählt. Kajak-Weltmeister Hannes Aigner wurde zum „Sportler des Jahres“ gekürt. Die Boxerin Tina Rupprecht wurde Augsburgs „Sportlerin des Jahres“ und die Augsburger Panther „Mannschaft des Jahres“.

„Sportlerin des Jahres“ Boxerin Tina Rupprecht und die Augsburger Panther.
Bildnachweis: Ruth Plössel / Stadt Augsburg



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