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FCA zeigt Topleistung gegen Bayern – und verliert

Der FC Augsburg verliert gegen den FC Bayern München vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften WWK Arena mit 2:3 und zeigt sich dabei von seiner besten Seite.

Der FCA ging zweimal in Führung und erzielte mit dem 1:0 den schnellsten Treffer in der Bundesligageschichte. Gegen den Rekordmeister musste FCA-Trainer Manuel Baum auf Kapitän Daniel Baier (5. Gelbe Karte) sowie Zentrumsstürmer Alfred Finnbogason (Wadenprobleme) und zunächst auf Koo verzichten, der mit Rückenproblemen auf der Bank Platz nahm. Kevin Danso kehrte in die Abwehrreihe zurück, im Angriff begann Sergio Córdova.

Der FCA begann schwungvoll und ging mit dem ersten Angriff des Spiels spektakulär in Führung: Konstantinos Stafylidis schickte Philipp Max, der den Ball von der Grundlinie flach nach innen passte, wo ihn Leon Goretzka ins Bayerntor bugsierte. Rekord-Blitz-Tor für die Geschichtsbücher. Postwendend wäre den Bayern ums Haar der  Ausgleich geglückt: Serge Gnabry kam frei im Sechzehner zum Schuss, hämmerte das Leder aber am FCA-Tor vorbei (3.). In der Folge hatten die Münchner zwar mehr Ballbesitz, kamen aber kaum zum Abschluss, was auch daran lag, dass der FCA hoch und intensiv verteidigte – bis zur 17. Minute, als nach einer Kimmich-Flanke Kingsley Coman frei vor Gregor Kobel das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 1:1 eindrücken konnte. Augsburg zeigte sich davon unbeeindruckt und ging wenig später erneut in Führung: Stafylidis schickte wieder Max, der den Ball zurücklegte, Gregoritsch kam irgendwie noch ans Leder, dann hatte Dong-Won Ji freie Schussbahn – und der Koreaner hämmerte den Ball ins Bayerntor, ohne dass Manuel Neuer den Hauch einer Chance hatte.

Danach stellte Baum während des Spiels die Taktik um – und der FCA verteidigte tiefer, sodass die Bayern ein extremes Übergewicht bei Ballbesitz hatten, aber dabei nicht zu gefährlichen Aktionen vor dem FCA-Tor kamen. Unglücklicherweise büßte der FCA wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff doch noch die nicht unverdiente Führung ein: Coman drang halblinks mit Tempo in den Strafraum und traf durch die Beine von Kobel zum 2:2 (45.+3). Augsburgs Torhüter gab bei dieser Aktion eine unglückliche Figur ab.

Die Bayern verstärkten nach der Pause den Druck– und gingen schnell in Führung: David Alaba wurde links im Strafraum freigespielt und hämmerte den Ball gekonnt ins lange Eck zum 3:2. Ebenfalls ein Tor, das nicht zur „Kategorie unhaltbar“ zählt (53.). Der FCA konnte nicht mehr auf Angriff umstellen, sondern wurde weiter vor dem eigenen Strafraum beschäftigt, nur der überragende Ji sorgte zwischendurch für Entlastung. Schließlich hatte der FCA in der 60. Minute Glück, als Lewandowski die Kugel kläglich am Tor vorbeischoss.

Im Lauf der zweiten Halbzeit entwickelten die Augsburger, angetrieben von ihrem Trainer Manuel Baum, wieder Mut und agierten etwas offensiver, ohne dabei so hoch zu pressen, wie im ersten Drittel der ersten Halbzeit. Reece Oxford kam nach einem Max-Freistoß aussichtsreich zum Kopfball, konnte den Ball jedoch nicht genug drücken: drüber (63.).

Trotz der technischen Überlegenheit der Münchner zeigte sich der FCA zwischendurch beinahe auf Augenhöhe, weil die Brechtstädter mit Handlungsschnelligkeit, Laufvermögen und Kampfbereitschaft wenig zuließen und die Bayern ihre wenigen Großchancen vergaben: Kobel rettete gegen Goretzka (66.), wenig später scheiterte Coman mit dem Kopf nach einer Ecke am Querbalken (71.).

In der Schlussphase versuchte der FCA noch Druck nach vorne zu entfachen, konnte aber keine einzige gefährliche Aktion generieren. Die Augsburger gingen nach einer sensationellen Leistung mit hoch erhobenen Köpfen und viel Beifall des eigenen Anhangs vom Platz.

Am kommenden Samstag, den 23. Februar, (15.30 Uhr) ist der FCA beim SC Freiburg zu Gast.

FCA: Gregor Kobel; – Konstantinos Stafylidis; Reece Oxford; Jonathan Schmid; Kevin Danso; – Rani Khedira; Michael Gregoritsch; Jan Moravek; Dong-Won Ji; Philipp Max; – Sergio Córdova;

Eingewechselt: Ja-Cheol Koo (78.); Marco Richter (69.); –

Ausgewechselt: Konstantinos Stafylidis (69.); Jan Moravek (78.); –

Auswechselbank:Fabian Giefer (TW); Felix Götze; Jozo Stanic; Jan-Ingwer  Callsen-Bracker; Fredrik Jensen;

Tore: 1:0 Leon Goretzka (1.) Eigentor 1:1 Kingsley Coman (17.) 2:1 Dong-Won Ji (24.) 2:2 Kingsley Coman (45.) 2:3 David Alaba (53.).



Panther bezwingen Iserlohn nach Penaltyschießen

Die Augsburger Panther haben auch das vierte Duell der Saison 2018-19 gegen die Iserlohn Roosters für sich entschieden. Im ersten Spiel nach der Länderspielpause siegte der AEV trotz eines frühen 0:2-Rückstands noch mit 3:2 nach Penaltyschießen. Die Augsburger Treffer erzielten Daniel Schmölz (15.) und David Stieler (40.). Den Extrapunkt sicherte Adam Payerl (66.). Für Iserlohn waren Kevin Schmidt (7.) und Lean Bergmann (8.) erfolgreich.

46. Spieltag – Augsburger Panther vs. Iserlohn: David Stieler © Siegfried Kerpf

Bei den Panther fehlten Arvids Rekis und Marco Sternheimer. Auch Neuzugang Jamie Arniel saß nur auf der Tribüne. Dafür konnte Scott Valentine nach überstandener Verletzung wieder mitwirken. Und die Panther waren sofort im Spiel und bestimmten die Anfangsphase. Doch mit dem ersten Powerplay der Gäste kippte die Partie, denn Iserlohn gelang ein Doppelschlag. Schmidt brachte die Scheibe einfach zum Tor, Olvier Roy hatte keine Sicht und der Puck trudelte an Freund und Feind vorbei ins Augsburger Gehäuse (7.). Fast genau eine Minute später sahen die Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion beinahe eine Kopie des 0:1. Iserlohn war erneut im Powerplay, als der Puck zu Schmidt kam und dieser ihn abermals Richtung Tor beförderte. Allerdings hielt dieses Mal Bergmann den Schläger noch dazwischen und über den Innenpfosten ging der Hartgummi ins Tor (8.).

Schmölz verkürzt

Die Panther hatten an diesem Doppelschlag sichtlich zu knabbern und die gefälligen Gäste hatten Chancen, um zu weiteren Toren zu kommen. Roy zeigte jedoch einige starke Paraden und hielt sein Team im Spiel. Und als Iserlohn in der Defensive patzte, schlugen die Panther zu. Ullmann erkämpfte hinter dem Roosters-Tor den Puck, spielte ihn zu Hans Detsch, der sofort Schmölz bediente. Und dieser ließ nicht zweimal bitten und zimmerte die Scheibe unter die Latte zum Anschlusstreffer (15.). Mit dem 1:2-Zwischenstand ging es auch ins Mitteldrittel. Hier dominierten die Panther das Spielgeschehen, bauten großen Druck auf und kamen auch zu Chancen. Doch der Puck wollte einfach nicht ins Tor.

Orendorz rettet – Stieler trifft

Die größe Möglichkeit hatte Thomas Holzmann in der 38. Minute, aber Dieter Orendorz rettete für den geschlagenen Niko Tapani Hovinen auf der Linie. Als alle bereits von einem torlosen zweiten Drittel ausgingen, kam der AEV doch noch zum Ausgleich: Matt White erkämpfte die Scheibe, Payerl leitete sofort weiter auf Stieler und dieser verstaute die Scheibe 4,2 Sekunden vor der Pause mit der Rückhand noch im Tor der Gäste (40.).

Payerl und Stieler treffen im Penaltyschießen

Im dritten Abschnitt war das Spiel ausgeglichener mit wenigen Chancen auf beiden Seiten, aber Tore fielen keine. Da auch in der Overtime kein Team jubeln konnte, musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Payerl und Stieler blieben dabei eiskalt und sicherten den Panthern einen wichtigen Heimsieg im Kampf um das Playoff-Viertelfinale.

Für das Team von Trainer Mike Stewart geht es am Sonntag gleich mit dem nächsten Heimspiel weiter: Ab 14:00 Uhr sind die Straubing Tigers zu Gast.



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