Wendejahre
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Chaostage beim FCA: Nun kommt Lehmann

Baum-Bashing von Hinteregger, Caiuby zurück, ohne Stellungnahme des FCA, Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann wird Co-Trainer: Beim FCA geht es nach zehn sieglosen Spielen in Folge drunter und drüber.

Von Siegfried Zagler

Beim FCA ist von der vielzitierten Familie und vom ruhig arbeiten können nicht mehr viel übrig. Zur sportlichen Talfahrt schlägt der Klub nun Kapriolen der besonderen Art. Zunächst überbietet sich die sportliche Leitung mit Negativkommentaren Richtung Schiedsrichter und Videoschiedsrichter, weil der Gladbacher Führungstreffer nicht aberkannt wurde. Anschließend darf Innenverteidiger Martin Hinteregger ungestraft gegen FCA-Trainer Manuel Baum ledern, dann soll sich Trainingslager-Schwänzer Caiuby bereits seit Tagen in Augsburg befinden, ohne dass der FCA bisher zu dieser sensiblen Personalie Stellung bezog. Und vor wenigen Minuten schließlich der nächste Paukenschlag: Jens Lehmann wird Assistenztrainer. Der ehemalige Nationaltorhüter und zuletzt Assistenztrainer unter Arsene Wenger beim FC Arsenal, wird Cheftrainer Manuel Baum unterstützen und neben den Co-Trainern Tobias Zellner, Michael Wimmer und Jonas Scheuermann für den FCA arbeiten. Der 49-Jährige erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

„Ich freue mich, dass wir Jens Lehmann als Co-Trainer gewinnen konnten. Er ist ein absoluter Fachmann, der über viel Erfahrung verfügt“, so Cheftrainer Manuel Baum. „Der FC Augsburg hat in den letzten Jahren eine großartige Entwicklung genommen, auch wenn es sportlich aktuell nicht ganz nach Wunsch läuft. Es ist eine tolle Chance für mich, als Co-Trainer in der Bundesliga zu arbeiten und mitzuhelfen, dass die Spieler als Team ihre bestmöglichen Leistungen auf den Platz bringen können“, sagt Jens Lehmann.

Jens Lehmann wird bereits am morgigen Dienstag, 29. Januar (11.00 Uhr), erstmals mit dem Trainerteam und der Mannschaft auf dem Trainingsplatz stehen.

 



Gästeführertag: Augsburg ins rechte Licht gerückt

Unter dem Motto „Augsburg – 2000 Jahre mitten in Europa“ fand auf Einladung des Gästeführervereins Augusta der 17. Bayerische Gästeführertag im Kongress am Park statt

Ludwig Wiedemann, Vorsitzender des Gästeführerverbandes „Augusta“ mit dem Augsburger Landtagsabgeordneten Johannes Hintersberger beim Bayerischen Gästeführertag. Foto: Georg Reichlmayr

Wenn die Gästeführer in den Wintermonaten nur wenig zu tun haben, treffen sie sich zum gegenseitigen Kennenlernen. Der Augsburger Gästeführerverein hatte in diesem Jahr aus Anlass der UNESCO-Bewerbung die Bayerischen Gästeführer nach Augsburg eingeladen. Rund 200 Teilnehmer aus ganz Bayern, aber traditionellerweise auch aus Österreich, der Schweiz und aus Tschechien, verfolgten im Kongress am Park die gebotenen Vorträge. Begrüßt wurden sie zunächst von den Veranstaltern, das ist traditionell der Gästeführerverein München  (1. Vorsitzende Reidun Alvestad-Aschenbrenner) in Kooperation mit dem Gästeführerverein vor Ort (Vorsitzender in Augsburg Ludwig Wiedemann). Vom Bundesverband der Gästeführer sprach Beate Krauße. Von Seiten der Stadt zeigte sich Eva Weber als begeisterte Augsburgerin, ebenso wie Staatssekretär a.D. Johannes Hintersberger, der auch Vorsitzender der Regio Augsburg Tourismus ist. Diese war durch ihren Geschäftsführer Götz Beck am Rednerpult vertreten, der im Zeichen der UNESCO-Bewerbung über das touristische Potenzial der Augsburger Wasserwirtschaft sprach. 

In dieselbe Kerbe schlug Ekkehard Schmölz vom Augsburger Stadtmarketing, der die Auswirkungen einer potenziellen UNESCO-Auszeichnung auf seinen Wirkungsbereich skizzierte. 

Überzeugend und kurzweilig bewies der aus Augsburg stammende Europa-Abgeordnete Markus Ferber, dass die Globalisierung schon unter Jakob Fugger funktioniert hat und die europäische Union nichts als die konsequente Fortführung seiner Wirtschaftspraktiken ist.  

Christian Frick, Jurist und Kassenwart des Bundesgästeführervereins, holte die Teilnehmer wieder in die Alltagsrealität zurück, indem er ihnen die „Poesie“ von Gerichtsurteilen zur steuerrechtlichen Behandlung der Gästeführertätigkeit erläuterte. Beim Abendprogramm im Riegele Wirtshaus sorgte nicht nur die Sängergruppe Julian Hohbauer für Kurzweil, sondern auch Mozarts Bäsle persönlich, dargestellt von Alexandra Kraft-Johns.  

Der Samstagvormittag brachte Fachvorträge zu Augsburger Themen: Dr. Christina von Berlin sprach über die Bedeutung der Augsburger Silberschmiede, während Dr. Gregor Nagler Elias Holl als Erbauer des Augsburger Rathauses vorstellte. Restaurator Klaus Häfner erläuterte die kunstgeschichtliche Bedeutung von traditionellen Handwerkstechniken. Dr. Fabian Flederer vom Haus der Bayerischen Geschichte stellte die diesjährige Bayerische Landesausstellung vor, die in Regensburg unter dem Motto „Hundert Schätze aus tausend Jahren“ stattfinden wird. 

Sein Kollege Dr. Andreas Kuhn ergänzte mit Angaben zur neuen Dauerausstellung im Museum für Bayerische Geschichte. Die Tagung endete traditionell mit der Vorstellung des nächsten Ausrichters im Jahr 2020: Pottenstein in Franken lädt im Januar des nächsten Jahres zum Treffen ein.

Da Gästeführer sich nicht mit der Theorie begnügen, luden die Augsburger Kollegen – bei zum Glück strahlendem Sonnenschein trotz Kälte – am Nachmittag zu mehreren Themenführungen ein. Die Gäste, von denen viele Augsburg noch nie besucht hatten,  zeigten sich überrascht und sehr angetan von der vielfältigen und sichtbaren Geschichte der Stadt. Ein Ausflugsangebot ins Wittelsbacher Land am Sonntag rundete das Angebot des Gästeführertags ab.



Zugunglück in Aichach: Strafbefehl gegen Fahrdienstleiter

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat gegen den diensthabenden 25-jährigen Fahrdienstleiter wegen des Zugunglücks am 07.05.2018 in Aichach beim Amtsgericht Augsburg den Erlass eines Strafbefehls wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen, fahrlässiger Körperverletzung in 13 Fällen und fahrlässiger Gefährdung des Bahnverkehrs mit der Verhängung einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten beantragt.

Im Mai 2018 für in Aichach ungebremst ein Personenzug auf einen Güterzug. Gegen den zuständigen Fahrdienstleiter wurde nun ein Verfahren eingeleitet. Foto © DAZ

Dem Angeschuldigten wird zur Last gelegt, als Alleinverantwortlicher für den Zugverkehr am Bahnhof in Aichach, nachdem er auf Gleis 2 des Bahnhofs einen Güterzug abstellen ließ, es vorschriftswidrig unterlassen zu haben, eine Hilfssperre am mechanischen Stellwerk anzubringen, die eine Einfahrt eines weiteren Zugs auf dieses Gleis verhindert hätte. In der Folge soll der Angeschuldigte zudem die vorgeschriebene sogenannte „Hinsehensprüfung“ auf das Gleis 2 des Bahnhofs nicht vorgenommen haben, bevor er die Einfahrt des aus Dasing kommenden Personenzugs auf dieses Gleis freigab, so dass der Personenzug ungebremst auf den stehenden Güterzug auffuhr.

Die Ermittlungen haben keine Hinweise darauf ergeben, dass Betäubungsmittel- oder Alkoholeinfluss bzw. eine Ablenkung durch Handynutzung oder Gespräche ursächlich für die Sorgfaltspflichtverletzungen wären. Die Staatsanwaltschaft geht von menschlichem Versagen aus. Bei der Kollision erlitten der 37jährige Lokführer und eine 73jährige Zugpassagierin tödliche Verletzungen. 12 Passagiere wurden leicht bis mittelschwer, ein Passagier schwer verletzt.

 



AEV verliert gegen DEG

Die Augsburger Panther haben auch das vierte Duell gegen die Düsseldorfer EG verloren. Nachdem die Panther bereits nach etwas mehr als einer Minute mit 0:2 ins Hintertreffen gerieten, hieß es am Ende 3:4. Die Treffer für den AEV erzielten Matt White (6., 60.) und Brady Lamb (55.). Für die DEG waren John Henrion (1.), Patrick Buzas (2., 49.) und Jaedon Descheneau (20.) erfolgreich.

Mike Stewart konnte wieder auf Daniel Schmölz zurückgreifen und schickte sonst das gleiche Team wie beim Sieg gegen Ingolstadt ins Rennen.

Doch anders als gegen die Schanzer erwischten die Panther dieses Mal einen Horrorstart und lagen nach 61 Sekunden bereits mit 0:2 zurück. Zunächst nutzte Henrion einen bösen Abwehrschnitzer nach 30 Sekunden eiskalt aus (1.) und kurz danach erhöhte Buzas (2.). Doch der AEV zeigte eine starke Reaktion und spielte druckvoll und schnell nach vorne. Nach einem Bullygewinn konnten die Panther dann auch den verdienten Anschluss herstellen, als David Stieler White bediente und dieser eiskalt vollstreckte (6.).

Panther lassen Chancen ungenutzt

Weitere Treffer waren mehr als möglich, aber die Chancenverwertung ließ stark zu wünschen übrig. So kam es, wie es kommen musste. Nach einem Konter stellte die DEG durch Descheneau Sekunden vor der ersten Sirene den alten Abstand wieder her (20.).

Im zweiten Durchgang dominierten in einem mittlerweile ausgeglichenen Spiel die Abwehrreihen, wobei die Panther auch hier gefährlicher waren. Treffer fielen in diesem Durchgang aber nicht. Dies änderte sich im Schlussdrittel, als die DEG nach einem weiteren Konter sogar auf 4:1 davonzog. Wieder war Buzas der Torschütze (49.).

AEV mit starker Moral

Doch die Panther gaben sich nicht auf und kamen bei Sechs gegen vier durch Lamb auch zum verdienten zweiten Treffer (55.). Die Zeit lief den Augsburgern aber davon und zu mehr als dem Treffer von White wenige Sekunden vor dem Ende reichte es nicht (60.).

Für den AEV geht es am kommenden Wochenende mit Partien gegen die Thomas Sabo Ice Tigers und bei den Eisbären Berlin weiter.



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