KMA
Maximilian I.
DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Jagd- und Angelmesse in Augsburg: PETA übt scharfe Kritik an „Messe für brutalen Freizeitsport“

Morgen startet auf dem Augsburger Messegelände die Messe „Jagen und Fischen“. Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an dieser „Messe für brutalen Freizeitsport“.

Ab Donnerstag, den 17. Januar findet die Messe „Jagen und Fischen“ in der Messe Augsburg statt. PETA kritisiert die Veranstaltung scharf. Obwohl es keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd auf Tierarten wie Füchse, Vögel und Marder in deutschen Wäldern gebe, würden Jäger bundesweit zwischen vier und fünf Millionen Wildtiere sowie mehrere Hunderttausend Katzen und Hunde pro Jahr töten – vornehmlich als „Freizeitbeschäftigung“. Angler locken jedes Jahr Millionen Fische in eine Falle, bohren ihnen einen Haken durch den Mund, einige lassen sie ersticken oder nehmen sie teils noch lebend aus. Die Tierrechtsorganisation fordert ein Verbot der Hobbyjagd und des Angelns in Deutschland und ruft dazu auf, die Messe zu meiden.

„Es ist geschmacklos, das Töten von Tieren als eine Art unterhaltsamen ‚Freizeitsport‘ anzupreisen“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Unter dem Deckmantel der ‚Naturverbundenheit‘ verursacht das Jagen unermessliches Leid – jedes Jahr werden viele Tiere durch Fehlschüsse verwundet oder in Fallen regelrecht zerquetscht und sterben dabei einen langsamen und qualvollen Tod. Sensible Fische werden als Spielzeug oder Sportgeräte betrachtet und aufgespießt und erschlagen.“

 



„Frau Abgeordnete, Sie haben das Wort!“

„Frau Abgeordnete, Sie haben das Wort!“ , so der Titel einer Wanderausstellung des Bayerischen Landtags in der Augsburger Stadtbücherei. Es geht um die politische Gestaltungskraft der Frauen in Bayern von 1946 – 2016. Am kommenden Freitag wird ab 17 Uhr die Ausstellung am Ernst-Reuter 1-Platz eröffnet.

Vor 100 Jahren – am 19. Januar 2019 – durften Frauen in Bayern zum ersten Mal wählen. Aus diesem Anlass ist die Ausstellung des Bayerischen Landtags „Frau Abgeordnete, Sie haben das Wort!“ vom 18. Januar bis 3. Februar 2018 in der Stadtbücherei Augsburg zu sehen. Sie wird im Beisein von Prof. Ursula Männle, Staatsministerin a.D. und Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Bürgermeisterin Eva Weber sowie den Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr und Stephanie Schuhknecht eröffnet.

Die Ausstellung zeigt das Selbstverständnis und die Arbeit der Parlamentarierinnen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Sie will der heutigen Generation zudem Vorbilder und Impulse für politisches Engagement bieten.

Im Anschluss an den Impulsvortrag von Prof. Dr. Ursula Männle zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“, tauschen sich in einer Talkrunde die Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr und Stephanie Schuhknecht sowie Prof. Dr. Männle über ihre politischen Erfahrungen, Motivationen und Visionen aus. Die drei Politikerinnen vertreten Frauen unterschiedlicher Generationen und gehen aus ihrer Sicht auf Entwicklungen und Herausforderungen für Frauen in der Politik ein.

„Auch nach 100 Jahren sind in den meisten Parteien und somit auch in den Parlamenten noch immer zu wenig Frauen vertreten. Nach den jüngsten Wahlen ist die Repräsentanz von Frauen in den Parlamenten sogar rückläufig“, so Birgit Weindl, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Augsburg. – Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung, dem Katholischen Deutschen Frauenbund, dem Kolpingwerk Augsburg, der Gleichstellungsstelle und der Stadtbücherei der Stadt Augsburg statt.

19_01_Ausstellung_Frauen gestalten Politik_Flyer_Augsburg



Floßlände: Stadt und Investor unterzeichnen Erbbaurechtsvertrag

Mit der Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrages zwischen der Stadt Augsburg und Umberto Freiherr von Beck-Peccoz sei ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung des Lechhauser Flößerparks erreicht, so die Stadt Augsburg in einer gestern veröffentlichten Presseerklärung.

Flößerpark an der Lechbrücke – Foto © DAZ-Archiv

Für die geplante Gastronomie im Lechhauser Flößerpark hatte sich Beck-Peccoz als Investor und künftiger Betreiber bei der Stadt Augsburg beworben. Das Grundstück, auf dem die neue Gaststätte Floßlände errichtet werden soll, liegt im Eigentum der Stadt Augsburg. Bau und Betrieb der Gaststätte werden in Form eines Erbbaurechts an den privaten Investor vergeben.

Zugang zum Lech für Besucher

Nach der Vertragsunterzeichnung hängt der weitere Zeitplan nun davon ab, wann der Investor einen Bauantrag für die Errichtung der geplanten Ausflugsgaststätte einreicht und dieser genehmigt wird. Die Stadt ihrerseits wird im Zusammenhang mit dem Bau der Floßlände eine öffentliche Freitreppe errichten. Sie ermöglicht einen Zugang zum Lech und will Besucher zum Verweilen einladen. Durch die gastronomische Nutzung und den Wasserspielplatz, der derzeit gebaut wird, soll die Aufenthaltsqualität in der Grünanlage gestärkt und ein attraktiver Naherholungs- und Freizeitbereich für den Stadtteil geschaffen werden.

Das Projekt, das bereits 2012 vom Augsburger Stadtrat beschlossen wurde (veranschlagte Kosten 1,35 Millionen Euro), verschwand während der „Rotstiftphase“ in den engen Sparmaschen des ehemaligen Finanzreferenten Hermann Weber und dämmerte beinahe vergessen viele Jahre vor sich hin.



300 Millionen
Buergerbueros
Stadtteilgespraeche
Filmfestkuh