Wendejahre
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Kommentar

Eine Hoffnung namens Kobel

Der FCA hat Fabian Giefer viel zu verdanken. Die Geschichte des FC Augsburg wäre wohl anders verlaufen, wären Giefer in der Saison 2012/13 am 18. Spieltag im Tor der Fortuna Düsseldorf nicht zwei schwere Patzer unterlaufen.

Kommentar von Siegfried Zagler

Unvergessen sein „Abschlag“ an Sascha Mölders Hinterteil, von dem der Ball ins Düsseldorfer Tor trudelte. Am Ende stieg die Fortuna anstelle des FCA ab. Auch deshalb, weil Giefer (Kicker-Note 6) damals auf der gleichen Höhe patzte, wie in diesem Jahr in Diensten des FCA.

Giefer, dies soll an dieser Stelle nicht nicht unterschlagen werden, spielte damals eine überzeugende Saison. Andreas Luthe, der trotz seines fortgeschrittenen Torhüter-Alters nur zwei Bundesligaspiele absolvierte, hielt beim VfL Bochum ein halbes Fußballer-Leben in der Zweiten Liga die Bälle.

Es war also eine mutige Entscheidung seitens der FCA-Führung, mit diesen beiden Keepern in die achte Bundesligasaison des FCA zu gehen. Im Lauf der Hinrunde sollte sich allerdings herausstellen, dass es eine fahrlässige Entscheidung war. Weder Giefer noch Luthe sind in der Lage, die große Lücke zu füllen, die Marwin Hitz hinterließ. Bei Giefer spielen die Nerven nicht immer mit und Luthe, na ja, ist eben ein zweitklassiger Torhüter.

Nun haben Reuter und Co. ihren durchschlagenden Fehler korrigiert. Das ist die Botschaft, die dieser Wintertransfer transportiert. Nun ist also ein 21-jähriger Torhüter der Hoffnungsträger des FCA. Kobel hat bei seinem Bundesligadebüt gegen Hannover eine großartige Leistung abgeliefert, er wurde von Nagelsmann geschliffen und wird als Hochtalent gehandelt. Man soll den Teufel nicht an die Wand malen, aber sollte Kobel dennoch nicht einschlagen und der FCA nicht zuletzt deshalb absteigen, dann wäre dieses Desaster auf die Fahrlässigkeit des Augsburger Managements zurückzuführen.



FCA-Krise: Ein neuer Torhüter kommt

FCA leiht Torhüter Gregor Kobel aus

Der FC Augsburg hat auf seine Torhütermisere reagiert und ist auf dem Transfermarkt tätig geworden: Ab sofort wird Torhüter Gregor Kobel vom Liga-Konkurrenten TSG Hoffenheim bis zum Saisonende ausgeliehen. 

Der 21-jährige Schweizer, der für die U21-Nationalelf seines Landes spielt und auch schon für die A-Nationalmannschaft nominiert war, hat am Donnerstag den Medizincheck in Augsburg erfolgreich absolviert und den Vertrag unterschrieben. Der 1,94 Meter große Schlussmann wird am heutigen Freitag gleich mit dem Team von Trainer Manuel Baum ins Trainingslager nach Spanien (Alicante) reisen.

„Die Verpflichtung von Gregor Kobel ist keine Entscheidung gegen unsere drei Torhüter. Vielmehr erhöhen wir durch dieses Leihgeschäft die Konkurrenzsituation und sind überzeugt, dass dies für alle leistungsfördernd sein wird“, begründet Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA, die Verpflichtung.

Jenseits der Transferdiplomatie steht allerdings fest, dass Kobel nicht als Hoffenheims Nr. 2 nach Augsburg wechselt, um in der Brechtstadt hinter Stammkeeper Andreas Luthe erneut Nr. 2 zu werden.

„Ich möchte spielen. Für einen jungen Spieler ist Spielpraxis sehr wichtig für die sportliche Entwicklung. In Hoffenheim habe ich für die Rückrunde nicht die Perspektive gesehen, die ich mir in Augsburg erhoffe“, sagt Gregor Kobel. „Daher werde ich nun in der Vorbereitung alles geben, um den Trainer von meinen Qualitäten zu überzeugen.“ Über die Modalitäten des Leihgeschäftes haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

Kobel kam in Hoffenheim viermal im DFB-Pokal sowie je einmal in der Liga und in der Europa League zum Einsatz. Nach seinem überzeugenden Bundesligadebüt im September 2018 beim 3:1 in Hannover“ diktierte Kobel den Journalisten ins Notizbuch, dass er in der Bundesliga Stammtorhüter werden wolle: „Es ist mein Anspruch, mehr zu spielen. Ich werde nicht mein Leben lang Nummer 2 sein wollen.“ An Hoffenheims unumstrittene Nummer 1 kam Kobel jedoch nicht vorbei.

In Augsburg hat der Sohn eines ehemaligen Eishockeyprofis wesentlich bessere Karten: Fabian Giefer verlor seinen Platz 1 nach vier Spielen mit groben Fehlern an Andreas Luthe, der aber auch nicht überzeugen konnte. Manager Stefan Reuter hatte Giefer/Luthe noch kurz vor Weihnachten offiziell sein Vertrauen ausgesprochen, während im Hintergrund der FCA nach einem neuen Torwart Ausschau hielt.

Augsburgs Stammkeeper Luthe hat nach 13 Bundesligaspielen beim FCA aus dem „Hoffenheimer-Fischzug“ offenbar Konsequenzen gezogen: Er will in die US-Profi-Liga wechseln, ein Angebot soll laut Bildzeitung vorliegen.



Christbaum: Sonderabholungen vom 7. Januar bis 7. Februar

Die Augsburger Bürger werden gebeten, ihren ungekürzten und abgeschmückten Christbaum an einem gut zugänglichen Platz an der Anfahrtsstraße bereitzustellen.

Foto: DAZ-Archiv

Die Christbäume werden vom 7. Januar bis 7. Februar an jedem Leerungstag der braunen Biotonne von einem separaten Fahrzeug eingesammelt. Die braune Tonne ist zwar als Behältnis viel zu klein, aber sie ist die „Signalboje“, um die die Augsburger ihren ausgedienten Christbaum platzieren sollen. Eine selbstorganisierte Ablieferung der abgeschmückten Bäume ist an folgenden Wertstoff- & Servicepunkten kostenfrei möglich: In der Deponie Augsburg Nord, Oberer Auweg 1, in der Johannes-Haag-Str. 29 und am Holzweg 32.

Von den Augsburgern werden die meisten Christbäume erst nach Neujahr entsorgt. Nach Schätzung der awv ist mit zirka 80.000 Christbäumen zu rechnen. Hochwertiger Brennstoff, der von der Stadt gehäckselt und ortsnah energetisch verwertet wird. Wenn man davon ausgeht, dass ein Baum mit 4 Kilogramm einen Heizwert von 12 Kilowattstunden generiert, dann sorgen die Augsburger Bürger mit ihren Christbäumen für 960.000 Kilowattstunden, die – wenn man pro Kilowattstunde 5 Cent verrechnet – der Stadt 50.000 Euro Bruttogewinn bescheren könnten.



300 Millionen
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