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FCA

Abwehrpatzer verhindern Augsburger Auswärtssieg in Berlin

Nach einer torreichen ersten und einer trostlosen zweiten Halbzeit trennten sich Hertha BSC Berlin und der FC Augsburg vor 28.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit einem gerechten 2:2 Unentschieden. Den frühen Führungstreffer für den FCA durch Martin Hinteregger (8. Min.) beantworteten die Berliner mit einem Doppelschlag (28. und 31. Min.). Ja-Jeol Koos zweites Saisontor in der 39. Minute bedeutete bereits den 2:2 Endstand.

Von Udo Legner

Im Vergleich zur Heimpartie gegen Schalke schickte FCA-Coach Manuel Baum sein Team mit drei Änderungen in das zweite Spiel der englischen Woche. Für die angeschlagenen Marco Richter und Jeffrey Gouweleeuw spielten Dong-Won Ji und Kevin Danso. Die ersten Spielminuten gehörten der Berliner Hertha, die gleich furios loslegte. Mittelstädt (2.Min.) und Selke (3. Min.) hatten die ersten Halbchancen für die Hauptstädter. Der erste Torjubel ertönte jedoch auf der Gegenseite.

Erste Ecke, erstes Tor

In der 8. Spielminute war es endlich wieder soweit. Der FCA besann sich auf seine fast schon in Vergessenheit geratene Torgefährlichkeit bei Standards. Nach einer von Jonathan Schmid getretenen Ecke fanden Mittelstädt und Jordan Torunarigha keine Mittel gegen den anstürmenden Hinteregger, dessen Kopfball-Torpedo zur 1:0 Führung für den FCA ins obere linke Tordreieck rauschte.

Berliner Doppelschlag 

Torschütze Martin Hinteregger war die tragische Figur beim Berliner Doppelschlag in der 28. und 31. Minute. Seine Kopf-Kollision mit Herthas Stürmer Selke erwies sich als äußerst verhängnisvoll. Obwohl der österreichische Nationalspieler danach benommen liegen blieb, entschied der Unparteiische Frank Willenborg auf Weiterspielen. Von David Selke – dem Gewinner dieses Kopfball-Duells – kam der Ball zum Australier Matthew Leckie, der FCA Keeper Luthe mit seinem Flachschuss zum 1:1 – Ausgleich verlud. Für den FCA sollte es noch schlimmer kommen. Während Hinteregger außerhalb des Spielfelds behandelt wurde, gelang den Berlinern der 2:1 – Führungstreffer. So großartig FCA-Schlussmann Luthe den ersten Schuss von Lazaro abwehren konnte, so schlecht sah er beim Nachschuss von Duda aus, den er nicht festhalten konnte und der folglich zur 2:1 – Führung der Hertha über die Linie kullerte. Festzuhalten bleibt, dass dieser Ausgleichstreffer ganz klar auf die Kappe von FCA-Verteidiger Max ging, der diesen Angriff der Berliner mit einem unnötigen Ballverlust erst ermöglicht hatte.

Ausgleich durch Koo

Dass die Herrlichkeit der Hertha nur wenige Minuten währte, war dem formidablen Auftritt Finnbogasons zu verdanken. Mit einem spektakulären Dribbling gab er gleich drei Abwehrspielern das Nachsehen und schaffte es, den Ball genial für den einschussbereiten Koo abzulegen, gegen dessen schnellen Schuss aus kurzer Distanz (39. Min.) ins lange Eck Hertha-Keeper Jarstein machtlos war.

Fazit zur Halbzeit

Eine spektakuläre Begegnung, in der die Berliner Hertha bestenfalls optisch überlegen war. Immer dann, wenn ein Team in Führung gegangen war und vermeintlich Oberwasser hatte, gelang es dem Gegner, zurückzuschlagen. Nach dem Seitenwechsel konnte Martin Hinteregger nicht weiterspielen. Moravek kam für ihn in die Partie und Rani Khedira rückte in die Abwehr. 

Zweite Halbzeit: Holpriges Spiel auf holprigem Rasen

So kurzweilig und spektakulär die erste Halbzeit war, so ereignislos verliefen die zweiten 45 Minuten, die von spielerischer Tristesse auf beiden Seiten geprägt war. „Es wird viele Zweikämpfe auf einem schwierigen Rasen geben“, hatte Hertha-Trainer Dardai bereits vor dem Spiel angekündigt. Er sollte Recht behalten: Das Spiel beider Mannschaften passte sich den katastrophalen Platzverhältnissen an und nennenswerte Offensivaktionen waren hüben wie drüben Fehlanzeige. Ein Aufreger in der 54. Minute – von einem Patzer von Max hätte in der 54. Minute beinahe Selke profitiert – viel mehr ist von dem Spielgeschehen in Halbzeit zwei nicht zu berichten. Die Schlussphase und die Nachspielzeit gehörten noch einmal den Berlinern, denen aber ein Lucky Punch nicht gelingen sollte. So endete die Partie zwischen Hertha BSC und dem FC Augsburg mit der  achten Punkteteilung im dreizehnten Aufeinandertreffen.

Nach den beiden Unentschieden gegen Schalke und Berlin geht es für den FCA zum Abschluss dieser Woche der Wahrheit gegen das wiedererstarkte Wolfsburg. In dieser letzten Partie der Hinrunde (Sonntag, 15.30 Uhr) geht es für den FC Augsburg darum, seine lange Durststrecke mit einem Heimsieg zu beenden und seinen Fans ein versöhnliches Weihnachtsgeschenk zu bescheren.

FCA:  Luthe – Schmid , Danso , Hinteregger , Max – Khedira , D. Baier     Koo, Gregoritsch , Ji – Finnbogason

Einwechslungen:

46. Moravek (für Hinteregger)

61. Cordova (für Finnbogason)

90. Schieber (für Gregoritsch)

 



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