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Große Schwäbische zum 70. Mal

Spannende Zwiesprache: Künstler aus Schwaben stellen sich vor und reihen ihre Werke in den Museumsbestand ein

Von Halrun Reinholz

„Stille“ (2018) von Dorothea Dudek – Trägerin des Kunstpreises der 70. Großen Schwäbischen Kunstausstellung © BBK

Die von den beiden Berufsverbänden Bildender Künstler in Schwaben (Ausgburg/Schwaben Nord und Allgäu/Schwaben Süd) als „Große Schwäbische Kunstausstellung“ veranstaltete Werkschau feiert ihr 70. Jubiläum. Über viele Jahre war die Toskanische Säulenhalle der Ort, wo die von einer Jury ausgewählten Exponate Bildender Künstler der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Seit das Römische Museum mit seinen „Kisten“ in die Säulenhalle eingezogen ist, musste für die Ausstellung der BBK eine Alternative gefunden werden. Eher aus Verlegenheit verfiel man darauf, die modernen Kunstwerke in die bestehenden Dauerausstellungen zu integrieren. Eine Notlösung, die sich als durchaus reizvoll erwies und auch im Jubiläumsjahr eine Attraktion für Kunstfreunde zu werden verspricht. Aus der barocken Sammlung im Schaezlerpalais wurden Bilder abgehängt und durch die Werke lebender Künstler ersetzt.

Nicht willkürlich, wie Norbert Kiening, Vorstand des BBK Schwaben Nord und Augsburg versichert. Vielmehr bemühte man sich, die Werke in Dialog treten zu lassen, Parallelen zu suggerieren. Dass dies oft auf erstaunliche Weise gelungen ist, beweist ein Rundgang durch das Schaezlerpalais, wo ein aus Holzklötzchen geformter Mann lässig auf der Besucherbank sitzt oder zwischen den Freskenentwürfen für ein barockes Deckengemälde ein Aquarell mit einer ähnlichen Raumstruktur hängt. Die Zwiesprache ist eine Herausforderung für die Sehgewohnheiten der Betrachter, gibt Denkanstöße und lässt ganz neue Kombinationen und Schlüsse zu. Der zweite Teil der Ausstellung, vier Kunstinstallationen, befindet sich im H2 im Glaspalast.

Auch diesmal wurden die 95 Exponate und die vier Kunstinstallationen für die Große Schwäbische von einer Fachjury aus den Einsendungen der Künstler ausgewählt. Jeder Künstler kann zwei Werke und ein Konzept für eine Kunstinstallation einreichen. Es handelt sich also durchaus um eine repräsentative Schau des Kunstschaffens in der Region. Vertreten sind alle Generationen, die jüngste Künstlerin (Mariella Kerscher) hat das Geburtsjahr 1991, der älteste Teilnehmer (Wilhelm Eger) wurde 1932 geboren. Die Stadt Augsburg stiftet zudem seit fünf Jahren einen Kunstpreis der Großen Schwäbischen Kunstausstellung. In diesem Jahr wurde Dorothea Dudek für ihre Arbeit „Stille“ ausgezeichnet.

Schirmherr der Großen Schwäbischen Kunstausstellung ist der Bezirkstagspräsident, in diesem Jahr zum ersten Mal Martin Sailer. Außer dem Bezirk Schwaben unterstützen auch die Stadt Augsburg (Kulturamt und Kunstsammlungen) und die Stadtsparkasse Augsburg die Ausstellung. Zur Jubiläumsschau erschien ein umfangreicher Katalog, in dem alle ausgestellten Werke vorgestellt werden. Als besonderen Gag haben sich die Veranstalter den „Kunstparcours“ einfallen lassen, einen etwa einstündigen „Spaziergang vom Schaezlerpalais zu den Ausstellungsräumen im Glaspalast mit einzigartigen Entdeckungen am Weg“.  Er führt durch Innenhöfe oder auch vorbei an besonderen Häusern und Graffitis und schult den Blick der Betrachter für ihre Umgebung. Die Große Schwäbische ist noch bis zum 13. Januar 2019 im Schaezlerpalais und im H2 zu sehen. Jeweils samstags um 15 Uhr gibt es unter dem Stichwort „KunstKontakt“ von Künstlern begleitete Führungen. Aktuelle Infos unter www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de oder www.kunst-aus-schwaben.de



AEV: Panther lassen Krefeld alt aussehen

Die Augsburger Panther bleiben weiter in der Spitzengruppe der DEL. Gegen die Krefeld Pinguine siegten die Panther verdient mit 4:0. Für Olivier Roy war es bereits der vierte Shutout der laufenden Saison und im Angriff verbuchte Adam Payerl (9., 37., 49.) den dritten AEV-Hattrick in den vergangenen vier Partien. Den vierten Treffer gegen die Pinguine erzielte T.J. Trevelyan (39.).

24. Spieltag: AEV vs. Krefeld – Adam Payerl erzielt das 1:0 © Siegfried Kerpf

Zu Spielbeginn sah es dabei für die Panther, bei denen Scott Valentine den leicht angeschlagenen Arvids Rekis ersetzte, gar nicht so gut aus, denn die Gäste bestimmten in den ersten Minuten das Geschehen. Doch am aufmerksamen Roy im Tor der Hausherren war kein Vorbeikommen und mit dem ersten Powerplay des AEV änderte sich das Bild. Nach einem tollen Anspiel von Fraser durch den Slot stand Payerl völlig frei und musste den Puck nur noch ins leere Tor zur Führung schieben (9.).

Die Hausherren – erneut ohne Topscorer White – hatten nun deutlich Rückenwind und bestimmten die Partie. Einzig ein weiteres Erfolgserlebnis wollte sich im ersten Durchgang nicht einstellen. Im zweiten Durchgang kontrollierte das Team von Trainer Mike Stewart das Geschehen weitestgehend und ließ Krefeld kaum gefährlich vor das eigene Tor kommen.

Doppelschlag des AEV

Und in der Schlussphase sorgten die Panther mit einem Doppelschlag für die Entscheidung. Zunächst erhöhte erneut Payerl auf 2:0, als er den Puck hinter dem Krefelder Tor erkämpfte, vor dieses fuhr und Ilia Proskuryakov den Puck durch die Schoner schob (37.). 89 Sekunden später konnte der AEV erneut jubeln. Nach einem tollen Rückpass von Drew LeBlanc setzte Trevelyan die Scheibe genau neben den rechten Pfosten und erzielte sein erstes Saisontor (39.). Ein Treffer, der von den 4800 Zuschauern frenetisch gefeiert wurde.

Ein starker Torschütze und ein überragender Torhüter, das sind die Rahmenbedingungen für sportlichen Erfolg – nicht nur im Eishockey, wie der FCA gerade unter Beweis stellt. Dass sich beim AEV die Knipser ablösen – vor Adam Payerl erzielten bereits Matt White in Schwenningen und Matt Fraser gegen Wolfsburg drei Tore in einem Spiel – ist derzeit neben den magischen Fähigkeiten von Olivier Roy die Erklärungskonstante für den sagenhaften Lauf der Augsburger Panther.

Payerl zum Dritten

In Überzahl sorgte schließlich Payerl für den Endstand, als er einen Stieler-Schuss noch entscheidend abfälschte (49.). Der fünfte Sieg aus den vergangenen sechs Spielen war damit endgültig unter Dach und Fach und da Roy keinen Schuss mehr passieren lassen musste, feierten die Akteure nicht nur drei Punkte, sondern auch den bereits fünften Shutout des AEV.

Weiter geht es für die Panther am kommenden Wochenende mit Aufgaben in Ingolstadt und gegen die Iserlohn Rossters.



Thema der Kunst-Stunde im Maximilianmuseum: Venedig

Mit ihrer Kunst-Stunde, die einmal im Vierteljahr stattfindet, knüpft das Maximilianmuseum an eine alte Tradition an

Vor mehr als 250 Jahren, als das Museum noch Evangelisches Armenkinderhaus war, traf man sich regelmäßig im Festsaal des Hauses zur Andacht. Diese wurde „die Stunde“ genannt. Heutzutage sind es kunsthistorische Betrachtungen zu einem Thema, das in engem Zusammenhang mit den reichhaltigen Sammlungen des Maximilianmuseums steht. Die nächste Kunst-Stunde am Donnerstag, 6. Dezember, 18 Uhr, ist dem Thema „Venedig – Festkultur und Lebenskunst. Mode, Theater und Musik“ gewidmet. Durch „die Stunde“ führt Dr. Christina von Berlin. Der Eintritt ist frei. Links www.kunstsammlungen- museen.augsburg.de

Tag: Donnerstag, 6. Dezember 2018. Zeit: 18 Uhr. Ort: Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1



FCA: Stuttgart stürzt Augsburg in ein tiefes Loch

Auch gegen den Tabellenletzten aus Stuttgart hielt die Negativserie des FCA an. Gegen die bislang zu Hause sieglose Weinzierl-Truppe setzte es am 13. Spieltag die dritte Niederlage in Folge. Nach einer desolaten ersten Halbzeit, die in dem Stuttgarter Führungstreffer durch Anastasios Donis in der 39. Minute gipfelte, stemmte sich der FCA vergeblich gegen den Sturz in den Abstiegsstrudel.

Von Udo Legner

Manuel Baum reagierte auf die Konteranfälligkeit seiner Elf in der vorhergehenden Partie gegen Frankfurt und ersetzte Schmid und Jensen mit Framberger und Koo. In der Offensive fehlte weiterhin Toptorjäger Alfred Finnbogason, für den erneut Julian Schieber auflief.

Die erste Viertelstunde gehörte dem VfB, der erstmals in der 5. Minute gefährlich vor das Augsburger Tor kam. Nach einer Flanke von Aogo stand Gomez am langen Pfosten völlig frei, doch anstatt selbst aufs Tor zu köpfen, legte der ehemalige Nationalspieler noch einmal quer und vergab so diese erste Chance. Nicht besser machte es auf der Gegenseite Max, der einen Freistoß (8. Min.) weit über das Stuttgarter Tor setzte. Langsam gelang es dem FCA, sich dem Druck des VfB zu entziehen und sich freizuspielen. In der 20. Minute hatte Gregoritsch nach gelungener Kombination von Koo und Schieber die Riesenchance zur Führung, scheiterte jedoch aus nächster Distanz am stark parierenden Ron-Robert Zieler.

VfB-Führung gegen dominierende Augsburger

Ausgerechnet in der Phase, in der Augsburg das Spiel mehr und mehr dominierte, fiel die Führung für den VfB. Nach einem unglücklichen Ballverlust von Koo gegen Kempf, dem allerdings ein ungeahndetes Foulspiel vorausging, konnte Rückkehrer Donis den VfB-Konter erfolgreich abschließen (39. Min.). FCA-Keeper Luthe sah bei diesem Flachschuss von der Strafraumlinie alles andere als gut aus.

Fazit zur Halbzeit

Ein unglücklicher Rückstand des FCA, der sich einmal mehr darin übertraf, seine Chancen nicht zu nutzen. So richtig gefährlich wurden die Augsburger allerdings nur bei Eckbällen, wobei sich selbst da die Torgefährlichkeit in Grenzen hielt. Entweder verfehlten die Augsburger das Ziel oder ihre Abschlüsse wurden leichte Beute für VfB-Keeper Zieler.

Das alte Lied

In den ersten zwanzig Minuten der 2. Halbzeit deutete der FCA zumindest an, was in ihm steckt. Sieben Schüsse gab er auf das Stuttgarter Tor ab, woran die für Schieber und Koo eingewechselten Offensivkräfte Hahn (61. Min.) und Cordova (64. Min.) gehörigen Anteil hatten. – Doch nach dieser Drangphase war es mit der Augsburger Herrlichkeit auch schon wieder vorbei. Dem VfB gelang es, sich aus der Umklammerung zu befreien, und er kam durch den eingewechselten Ex-Augsburger Thommy zu zwei guten Chancen (77. und 85. Min.). Auch in der Nachspielzeit konnte der FCA aus seiner Überlegenheit – 64 Prozent Ballbesitz – kein Kapital schlagen.

So blieb es beim ersten Sieg des VfB unter Markus Weinzierl vor heimischer Kulisse, ein Ergebnis, das den FCA den Abstiegsplätzen gefährlich nahe bringt. Für den FCA geht es nach dieser dritten Pleite in Serie am Samstag in Leverkusen (15.30 Uhr) darum, Schlimmeres zu verhindern und endlich wieder zu punkten.

FC Augsburg: Luthe – Framberger, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Baier, Khedira – Koo, Gregoritsch, Caiuby – Schieber.



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